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Hauptversammlung 2018: BayWa erhöht Dividende

08. Juni 2018

Im Geschäftsjahr 2017 hat die BayWa AG das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr in allen Kernsegmenten gesteigert. Das EBIT des Konzerns erhöhte sich im Vergleich zu 2016 um 18,4 Prozent auf 171,3 Mio. Euro; der Umsatz betrug 16,1 Mrd. Euro.

Baywa Prof Klaus Josef Lutz Vorstandsvorsitzender © BayWa AG
Prof. Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender. © BayWa AG

Auf der Hauptversammlung am 5. Juni beschlossen die Aktionäre eine Erhöhung der Dividende von 85 auf 90 Euro Cent je Aktie. In seiner Rede bezeichnete der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz, die 2017 getroffenen Entscheidungen als maßgeblich für die zukünftige Entwicklung des internationalen Handels- und Dienstleistungskonzerns. „Wir wandeln uns zum Lösungsanbieter und werden unseren strategischen Fokus auf das Projektentwicklungsgeschäft ausweiten.“

In seiner Rede sprach sich Lutz deutlich für einen freien Handel und fairen Wettbewerb sowie die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit als zuverlässigsten Weg für Frieden und Wohlstand aus. „Stattdessen geht die Entwicklung in einigen wesentlichen Wirtschaftsnationen in die andere Richtung. Überall ist das Säbelrasseln moderner Handelskrieger zu hören, die den neuen Protektionismus im Schilde führen.“ Als Konzern mit globaler Präsenz müsse die BayWa in diesem Spannungsfeld mit maximaler Beweglichkeit agieren. Damit verbunden sei auch ein digitaler Transformationsprozess, den die BayWa aktuell in allen Bereichen vollzieht. Die Chancen der Digitalisierung, mahnte Lutz, seien dabei genauso groß wie der Handlungsbedarf auf gesellschaftlicher und politischer Ebene. „Die Politik ist dringend gefordert, mit dem rasanten technologischen Fortschritt besser Schritt zu halten und die Rahmenbedingungen mit Weitblick und Augenmaß frühzeitig anzupassen. Wir brauchen eine digitale UND soziale Marktwirtschaft, die auf ethischen Grundsätzen basiert!“

In dem Zusammenhang kritisierte Lutz die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Aus einem grundsätzlich sinnvollen Ansatz sei ein riesiges Gesetzeswerk entstanden, das für die gesamte Wirtschaft einen klaren Wettbewerbsnachteil im globalen Handel darstelle. Sowohl der bürokratische Aufwand zur Einhaltung der EU-DSGVO als auch das mögliche Strafmaß in Höhe von bis zu 4 Prozent des Umsatzes seien, so Lutz, „völlig unverhältnismäßig und geschäftsschädigend“. Er appellierte deutlich in Richtung Politik, hier Veränderungen vorzunehmen.

Lutz gab auch einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr: Nach zum Teil witterungsbedingten Verschiebeeffekten im 1. Quartal 2018 seien in den Monaten April und Mai bereits erhebliche Aufholeffekte zu verzeichnen. „Im Segment Agrar rechnen wir 2018 insgesamt wieder mit einem besseren Ergebnis als 2017.“ Unter anderem der Ausbau des internationalen Spezialitätengeschäfts, bessere Ergebnisse bei Global Produce sowie gut gefüllte Auftragsbücher im Bereich Technik lassen für 2018 bessere Ergebnisse wie im Vorjahr erwarten.

„Insgesamt sehen wir für den BayWa Konzern gute Voraussetzungen 2018 ein Ergebnis auf dem Niveau von 2017 zu erreichen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Aktionärsversammlung wählt neuen Aufsichtsrat

Im Rahmen der Hauptversammlung wählten die Aktionäre außerdem turnusmäßig einen neuen Aufsichtsrat. Alle bisherigen Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre wurden in ihrem Amt bestätigt: Wolfgang Altmüller, Klaus Buchleitner, Monika Hohlmeier, Dr. Johann Lang, Wilhelm Oberhofer, Manfred Nüssel, Joachim Rukwied und Monique Surges. In der direkt an die Hauptversammlung anschließenden, konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurde der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel in diesem Amt bestätigt.

Quelle: Baywa

Veröffentlichungsdatum: 08.06.2018

Schlagwörter

Hauptversammlung, BayWa, Dividende