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Handelsgespräche zwischen EU und USA Anfang 2019

12. Dezember 2018

Der Handelsstreit zwischen der EU und den USA wurde durch die Einführung von Sonderzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte durch die USA losgetreten. Hintergrund war hier das aus Sicht der USA ungerechte Ungleichgewicht im transatlantischen Handel, so der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

Bildquelle: Shutterstock.com EU USA
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Die EU reagierte mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte, woraufhin die USA weitere Sonderzölle in Aussicht stellten, die unter anderem auf den Import von europäischen Autos abzielten.

Die EU wiederum prüfte weitere Vergeltungszölle und zog dabei auch Sonderzölle auf Agrarprodukte in Erwägung. Diese drastischen Schritte wurden dann aber nach einer Schlichtungsvereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker im Juli 2018 zunächst abgewendet, unter der Voraussetzung, dass beide Seiten Gespräche über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen und vorerst keine neuen Sonderzölle verhängen.

Ein entsprechendes Verhandlungsmandat soll nun für die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström beschlossen werden, so dass die Verhandlungen Anfang 2019 beginnen können. Diese drohen aber bereits jetzt schwierig zu werden, da die USA nun nicht nur über Industriegüter verhandeln möchten, sondern auch über den Abbau von Agrarzöllen, was einzelne EU-Mitgliedsstaaten ablehnen.

Zudem wird erwartet, dass die USA bezüglich der Autoimporte nur ein bestimmtes Zollkontingent von den möglichen neuen Zöllen ausnehmen will, was die Kommission ebenfalls ablehnt. Die EU-Handelskommissarin äußerte sich im Hinblick auf mögliche neue US-Sonderzölle dahingehend, dass man in diesem Falle mit weiteren Vergeltungszöllen antworten werde.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell 11/2018
 

Veröffentlichungsdatum: 12.12.2018

Schlagwörter

Handelsgespräche, EU, USA