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Hamburg Süd startet innovatives Pilotprojekt mit Electrolux im chilenischen Hafen Iquique

13. März 2017

Die Hamburg Süd und ihr schwedischer Kunde Electrolux haben ein gemeinsames Pilotprojekt zur Reduzierung der Schwefeldioxidemissionen im Hafen von Iquique in Chile gestartet.
Foto: Hamburg Süd Schiffe St Teresa
Foto: Hamburg Süd

Für den Betrieb der Hilfsmotoren und Boiler während der Liegezeit am 1./2. März wurde die „Santa Clara“ (7.154 TEU) vom Standardbrennstoff Schweröl (HFO) auf höherwertiges Marinegasöl (MGO) umgestellt. Durch den geringeren Schwefelgehalt des MGO werden bei diesem Hafenaufenthalt anteilig für die Electrolux-Ladung rund 95 Prozent der Schwefeldioxidemissionen eingespart.

„Das Innovative des Projektes entsteht nicht primär durch den Brennstoffwechsel an sich, der in Nord- und Ostsee oder den nordamerikanischen Emission Control Areas bereits vorgeschrieben ist, sondern dadurch, dass beide Seiten Mehraufwände und höhere Kosten in Kauf nehmen, um die Wertschöpfungskette gemeinsam nachhaltiger zu gestalten. Mit diesem Vorgehen betreten beide Unternehmen Neuland und setzen ein Zeichen für umweltfreundlichere Lösungen in der Schifffahrt“, betont Dr. Ottmar Gast, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburg Süd. 

„In den letzten fünf Jahren haben die von Electrolux eingesetzten Carrier ihre CO2-Emissionen um 35 Prozent gesenkt. Im nächsten Schritt, der Bestandteil des Electrolux-Nachhaltigkeitssystems ‚For The Better‘ ist, geht es um die Verringerung von Schwefeloxiden in Häfen ohne entsprechende Regulierungen. Damit sind wir in Chile gestartet“, sagt Tomas Dahlman, Electrolux Director Global Energy Strategies. 

Die Idee zu dem Projekt ist in einer Arbeitsgruppe von Mitgliedern der Clean Cargo Working Group (CCWG) entstanden. Der Brennstoffwechsel in Iquique stellt die erste Pilotphase des Projektes dar, künftig wird es auf andere Häfen in Chile, Mexiko und Peru ausgedehnt.

Über die Clean Cargo Working Group
Die Clean Cargo Working Group (CCWG) – ein Zusammenschluss von Reedereien, Spediteuren und führenden Marken – hat sich zum Ziel gesetzt, negative Umwelteinflüsse des weltweiten Gütertransports zu minimieren und einen verantwortungsvollen Transport zu fördern. Heute stellen die CCWG-Methoden den Industriestandard für die Messung und Berichterstattung von Kohlendioxid-Emissionen der Containerschifffahrt dar.

Mehr Informationen unter:  www.bsr.org/collaboration/groups/clean-cargo-working-group 
 

Veröffentlichungsdatum: 13.03.2017

Schlagwörter

Hamburg Süd, innovativ, Pilotprojekt, Electrolux, Chile, Hafen, Iquique, Nachhaltigkeit