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Hafenbetriebe Antwerpen und Rotterdam bitten EU um Aufmerksamkeit für wirtschaftliche Bedeutung der Häfen

13. September 2019

Hafenbetriebe Antwerpen und Rotterdam bitten die neue EU-Kommission und das neue EU-Parlament um Aufmerksamkeit für wirtschaftliche Bedeutung der Häfen. Energiewende und Digitalisierung sind die beiden strategischen Herausforderungen für die großen Industriehäfen.

Bildquelle: Shutterstock.com EU
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Die Europäische Union kann Hafenbetrieben und Industrieclustern einen bedeutenden Anreiz für den Wandel zu CO2-neutralen Häfen der Zukunft bieten. Die Hafenbetriebe von Antwerpen und Rotterdam haben daher die Initiative für eine gemeinsame Veranstaltung für EU-Funktionsträger ergriffen, mit Beiträgen von Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Industrie und Logistik.

Die Veranstaltung „The Added Value of Ports” fand am Mittwoch, dem 11. September 2019, in Brüssel statt. Referenten waren unter Anderem Henrik Hololei (Generaldirektor für Mobilität und Transport der Europäischen Kommission), Christian Holzleitner (Direktion für Klima der Europäischen Kommission), Jacques Vandermeiren (CEO des Hafenbetriebs Antwerpen) und Ronald Paul (COO des Hafenbetriebs Rotterdam).

Die Veranstaltung zielt darauf ab, die neue Europäische Kommission und die Mitglieder des Europäischen Parlaments auf die wirtschaftliche Bedeutung dieser Häfen hinzuweisen sowie auf den Beitrag dieser Häfen zur künftigen EU-Politik in den Bereichen Handel, Transport und Industrie.

„Die Unterstützung der Europäischen Union ist bei erforderlichen Infrastrukturinvestitionen zur Realisierung der Energiewende von wesentlicher Bedeutung“, so Ronald Paul. „Die Entwicklung der Infrastruktur ist die Grundlage für eine erfolgreiche Energiewende, das heißt es geht um die Verknüpfung von Produktionsstandorten in und zwischen Industrieclustern. Dafür benötigen wir die Europäische Union“, so Paul.

Jacques Vandermeiren: „Häfen sind Vorreiter der Energiewende. Große Hafencluster sind ausgewählte Orte zur Realisierung der Wende. Wir rechnen mit der Unterstützung der Europäischen Union für unterstützende Gesetzgebung sowie mit finanziellen Anreizen für Projekte, deren Geschäftsmodelle noch nicht deckend sind.”

Beispiele für Projekte, die die Europäische Union unterstützen kann, sind die Abscheidung und Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage), Wasserstoffinfrastruktur, die Entwicklung von Windparks in der Nordsee sowie die Verstärkung des Green Energy Grid zur Anlandung von Windenergie auf dem Meer. Für den Hafenbetrieb Rotterdam ist die Aufgabenstellung im Bereich der Energiewende klar; zusammen mit Unternehmen und anderen Partnern arbeitet der Hafen Rotterdam in drei Schritten auf einen CO2-neutralen Hafen im Jahr 2050 hin.

Die Energiewende ist einer der fünf strategischen Pfeiler des Hafenbetriebs Antwerpen. Die Klimapolitik des Hafenbetriebs Antwerpen ist ein Teil der Energiewende und beruht auf den Pfeilern Klimainnovation und Klimaschutz, die in einem aktionsorientierten Stufenplan Form erhalten.

Die neue Europäische Kommission tritt offiziell am 1. November 2019 für einen Zeitraum von fünf Jahren an.

Quelle: Hafenbetriebe Antwerpen und Rotterdam

Veröffentlichungsdatum: 13.09.2019

Schlagwörter

Hafenbetriebe, Antwerpen, Rotterdam, EU, Aufmerksamkeit, Häfen