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Greenyard gibt Ergebnisse für erstes Halbjahr bekannt

22. November 2018

Greenyard hat seine wichtigsten Finanzergebnisse für die erste Hälfte des Geschäftsjahres bekannt geben, das am 30. September 2018 endete. Nach einer problematischen ersten Hälfte sind die Ergebnisse auf einer Linie mit den zuvor gegebenen Informationen. 

Bildquelle: Shutterstock.com Gemuese
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Greenyard litt unter den außergewöhnlichen Wetterumständen in ganze Europa. Eine lange andauernde Trockenheit beeinträchtigte das Wachstum von Obst und Gemüse, was enorme Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Produkte und/oder die Marktpreise hatte. Das bedeutet, der zuvor angekündigte Druck auf die Gewinnspannen in vielen von Greenyards Hauptmärkten bestand weiter. Zudem hatte ein Vorfall mit Listerien in Tiefkühlgemüse in seinem ungarischen Betrieb finanzielle Auswirkungen. Um seine Bilanz zu stärken, entschied Greenyard außerdem, entschlossen zu handeln und sein Segment Horticulture (Gartenbau) an Straco zu verkaufen und sich auf die Zukunft seiner Segmente Fresh (Frischprodukte) und Long Fresh (Lange frisch bleibende Produkte) zu konzentrieren.

Der Nettoumsatz sank um 3,6% auf 1.982,8 Millionen EUR (nicht fortgesetzte Geschäfte ausgenommen). Fremdwährungseffekte ausgeklammert (-0,2%) ist der Nettoumsatz gegenüber letztem Jahr um 3,2% gesunken.

Der Nettoumsatz des Segmentes Fresh fiel auf 1.647,9 Millionen EUR (-3,5%) und Long Fresh auf 334,9 Millionen EUR (-4,1%), vor allem durch Abbruch nichtprofitabler Verträge und Bestellverzögerungen bei Prepared (Fertigprodukte), aber auch durch den Umsatzverlust durch den Listerienvorfall in der Tiefkühlsparte.

In Übereinstimmung mit den Gesamtjahreserwartungen fielen die wiederkehrenden Einnahmen vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Amortisierungen (REBITDA) um 39,9% auf 41,2 Millionen EUR (nicht fortgesetzte Geschäfte ausgenommen). Die REBITDA in dem Segment Fresh fielen um 49,0% auf 21,7 Millionen EUR und Long Fresh auf 20,5 Millionen EUR (-20,3%).

Greenyard erwartet, dass seine Strategie der Partnerschaft Früchte tragen wird und schrittweise die Rentabilität über die nächsten Zeiträume verbessert.

Für die Probleme mit Listerien stehen einmalige Gesamtkosten von 22, 6 Millionen EUR und wiederkehrende Kosten von 3,5 Millionen EUR für den Rückruf und die Vernichtung des Tiefkühlgemüses und andere daraus resultierende Konsequenzen. Die erwarteten Gesamtkosten und Versicherungserlöse belaufen sich auf 28,0 Millionen EUR anstatt der anfangs erwarteten 30,0 Millionen EUR.

Die finanzielle Gesamtverschuldung ist um 98,3 Millionen EUR auf 517,4 Millionen EUR (einschließlich Horticulture) gestiegen. Der Verlust durch nicht fortgesetzte Geschäft mit einer Summe von 44,9 Millionen EUR führt zu einem Gesamtverlust von 113,0 Millionen EUR. Greenyard hat keine weiteren Pläne, irgendwelche Kernaktivitäten zu verkaufen. Für das Abrechnungsjahr 2018/19 behält Greenyard seine Richtlinie einer Verringerung der REBITDA um 25% gegenüber letztem Jahr bei (ohne Auswirkungen durch Fremdwährungen).


Quelle: Greenyard

Veröffentlichungsdatum: 22.11.2018

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Greenyard, Ergebnisse, Halbjahr