Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Golden Delicious, Cox Orange und Elstar verbreiterten mit ersten spärlichen Zufuhren das Sortiment

13. April 2017

Südafrikanische Golden Delicious, neuseeländische Cox Orange und chilenische Elstar verbreiterten mit ersten spärlichen Zufuhren das Sortiment; sie gesellten sich im Segment der Importe aus Übersee zu den bereits etablierten chilenischen und brasilianischen Royal Gala.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Türkische Starking komplettierten. Die Ausfärbung und die Größe überzeugten oftmals, dennoch war das Interesse gering, da die europäische Ware konditionell befriedigte. In diesem Bereich herrschte Deutschland mit Elstar, Jonagold und Braeburn vor. Italien schickte vorrangig Golden Delicous und Braeburn; Frankreich beteiligte sich speziell mit Pink Lady und Granny Smith. Bei einer kontinuierlichen Vermarktungssituation wurden die bisherigen Forderungen meist bestätigt. Punktuell musste man mehr als zuvor zahlen, etwa in Frankfurt für einheimische Royal Gala.

Birnen
Packham`s Triumph aus Südafrika und Abate Fetel aus Chile prägten, auch wenn sich ihre Präsenz verringert hatte, die Szenerie. Chilenische Flamingo und argentinische Abate Fetel spielten eine wichtige, ansehnlich ausgefärbte Forelle und Flamingo aus Südafrika eine untergeordnete Rolle. Die stete Nachfrage wurde problemlos gedeckt, was summa summarum für konstante Notierungen sorgte. Nur vereinzelt bröckelten diese ab, was auf zu üppigen Anlieferungen gründete. Europäische Partien hatten es angesichts der Konkurrenz schwer, genügend Zuspruch zu generieren: Abate Fetel und Santa Maria aus Italien sowie Conference aus den Niederlanden und Belgien verabschiedeten sich zunehmend aus dem Geschäft. Bezüglich Güte ließen sie keine Wünsche offen; mengeninduziert verteuerten sie sich örtlich.

Tafeltrauben
Südafrika bestimmte mit vielen Varietäten den Handel und lud vorrangig Thompson Seedless, Crimson Seedless und La Rochelle ab. Erste Dauphine wurden in Hamburg zu 10,- € je 4,5-kg-Verpackung umgeschlagen. Thompson Seedless stammten zudem aus Chile und Indien. Weitere Zufuhren aus Chile waren mitunter Red Globe und Flame Seedless, die abrundenden Charakter hatten. Man konnte ein uneinheitliches Marktgeschehen beobachten: Einerseits fiel die Verfügbarkeit zu umfangreich aus, sodass die Frankfurter und Hamburger Verkäufer gezwungen waren, ihre Aufrufe nach unten zu korrigieren. Auf der anderen Seite wurde das Interesse bloß knapp gestillt, sodass die Kurse stabil blieben. Offerten mit konditionellen Schwächen mussten selbstredend überall mit Verbilligungen abgegeben werden.

Kiwis
Neben den italienischen Früchten, deren Präsenz sich deutlich eingeschränkt hatte, konnte auf französische und griechische Partien zugegriffen werden. Die Anlieferungen genügten, um die ruhige Nachfrage zu befriedigen. Überhänge wurden in der Regel vermieden. Die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich. Lediglich in Berlin zogen sie an, da hier das Sortiment etwas zu gering war.

Orangen
Das Angebot setzte sich aus spanischen, ägyptischen, türkischen, marokkanischen und italienischen Chargen zusammen. Es standen noch reichliche Mengen zur Verfügung standen. Bei frühlingshaften Temperaturen begrenzten sich jedoch die Unterbringungsmöglichkeiten und die Händler konnten von Verteuerungen nur träumen. Gewährte Vergünstigungen belebten mancherorts das Interesse ein wenig. Die Kunden suchten meist kleinkalibrige Erzeugnisse für die Saftgewinnung.

Zitronen
Spanische Primofiori bestritten fast das komplette Geschäft; bloß im Süden Deutschlands ergänzten türkische Lamas das Geschehen. Bei einer kontinuierlichen Nachfrage und einem genügenden Sortiment bewegten sich die Notierungen nicht grundlegend. Oftmals verharrten sie auf bisherigem Niveau. Lediglich in Berlin zogen sie etwas an, da der Bedarf nicht vollends gedeckt werden konnte.

Bananen
Die Bereitstellung wurde in der Regel auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt. Demzufolge blieben die Bewertungen häufig auf dem Level der Vorwoche. Hier und da mussten die Kunden tiefer in die Tasche greifen: In Frankfurt verteuerten sich die Drittmarken mengenbedingt und in Köln zusätzlich diverse Zweitmarken

Blumenkohl
Die marktbeherrschenden französischen Zufuhren trafen wie die italienischen in leicht abgeschwächtem Umfang ein. Sie reichten scheinbar nicht immer aus, um den unaufgeregten Bedarf völlig zu decken. Daher konnten sich die Kurse insbesondere für die französischen Chargen nach oben bewegen. Verschiedentlich vermochten sich die italienischen Zugänge dieser Strömung ohne Probleme anzuschließen. Zu Beginn der KW veräußerte man die französische 6er-Abpackung ab 5,50 €, zum Freitag erzielte sie bis zu 7,- €. Bei passgenauer Versorgung notierten alle Herkünfte recht stabil.

Salat
Eissalat gab es einzig aus Spanien. Die Anlieferungen dehnten sich aus. Die Qualität war oftmals suboptimal: zu geringes Prokopfgewicht, mangelnde Kondition. Aus diesen Gründen misslang es, die Preise anzuheben, sie sackten stufenweise ab. Erst zum Wochenende hin stiegen sie hier und da ein wenig an. Bei Kopfsalat dominierten die belgischen Zuflüsse, die italienischen sowie die französischen verminderten sich erkennbar. Die inländische Ernte verstärkte ihre Präsenz am Platz. Die belgischen Offerten vergünstigten sich, die deutschen gerieten daraufhin unter Druck und mussten sich diesem Prozess ebenso unterwerfen. Selbst exklusive Unterglasware von der Insel Reichenau blieb davon nicht verschont. Bei den Bunten Salaten zeigte sich eine ähnliche Entwicklung. Die Bereitstellung wuchs merklich an; vorrangig die der inländischen Partien, die der französischen und italienischen begrenzte sich eher saisonal bedingt. Die Bewertungen mussten in der Regel zurückgenommen werden. Italienische Endivien verloren zusehends an Beachtung. Romanasalat aus Italien und Spanien räumte dagegen flotter. Der Zugriff bei Feldsalat aus dem Inland und Belgien entsprach der Jahreszeit. Die Händler brauchten ihre Aufrufe nicht wesentlich zu verändern.

Gurken
Die mitteleuropäischen Erzeugnisse von Schlangengurken waren mit den Niederlanden, Deutschland und Belgien als Provenienz üppig vertreten. Die spanische Kampagne näherte sich unterdessen ihrem Abschluss. Infolge der hinlänglichen Verfügbarkeit wurden die Forderungen nicht allzu hoch gesetzt, da der Verkauf schleppender als erwartet verlief. Manchmal verharrten sie auf diesem Niveau. Ab Mittwoch etablierte sich eine Trendwende; zuerst zögerlich, spätestens am Freitag deutlich. Die Kurse machten überwiegend einen Sprung nach oben. Das konnte die Nachfrage kaum beeinträchtigen, obwohl in der Spitze Kaliber 400/500 g aus dem Inland bis zu 0,70 € je Stück kostete. Punktuell vorrätige griechische folierte Früchte hatten Schwierigkeiten, genügend Unterbringungsmöglichkeiten zu finden. Minigurken stammten in fast gleichem Umfang aus den Niederlanden und Deutschland. Türkische Abladungen komplettierten. Belgien startete ins Geschäft mit 12-kg-Mehrwegsteigen. Vielfach vermochte man in diesem Sektor die Notierungen einigermaßen konstant zu halten. Ab und an brachen sie jedoch ein. Krumme Gurken, z. B. aus den Niederlanden, wurden ab 1,50 € je kg veräußert.

Tomaten
Die niederländischen und belgischen Zugänge an Rispentomaten und Runden Tomaten gewannen enorm an Relevanz. Die Offerten aus der Mittelmeerregion verloren dem Saisonstand entsprechend an Wichtigkeit. Deutschland spielte bloß örtlich eine Rolle. Trotz eines relativ flüssigen Vertriebes mussten die Händler ihre Aufrufe wegen des Drucks durch die angestiegenen Mengen meistens reduzieren. Vor dem Wochenende gab es oftmals eine Richtungsänderung und die Bewertungen zogen an. Fleischtomaten kamen hauptsächlich aus Belgien. Verschiedentlich ergänzten andere Herkünfte. Die Türkei intensivierte dabei ihre Präsenz. Auch in diesem Bereich sank aufgrund der expandierenden Anlieferungen die Preisekurve sukzessive ab, strebte aber gegen Freitag hin vereinzelt wieder nach oben. Der Bedarf nach Kirschtomaten wurde vornehmlich mit den ausgeweiteten Importen aus Italien und den Niederlanden gedeckt. Ab Donnerstag verbuchte man hier ebenfalls leichte Verteuerungen, insbesondere bei den italienischen Chargen. Die wenigen einheimischen Angebote, wie die aus der Pfalz, erzielten bis zu 16,50 € je 3-kgSteige.

Gemüsepaprika
Die aufgestockten Abladungen aus den Niederlanden bildeten die Basis für die Geschäfte, während die spanischen Partien an Belang einbüßten. Bis dahin war es recht einheitlich, dann wurde es wechselhaft. Infolge der üppigen Versorgung konnten die Forderungen kaum auf einem konstanten Niveau fixiert werden, respektive brachen sie ein. Allerdings mussten die Kunden zwischendrin durchaus etwas mehr bezahlen. Zum Schluss verzeichnet man gehäuft Verbilligungen. Diese Entwicklung divergierte von Markt zu Markt und in Abhängigkeit von der Farbgruppe zum Teil beträchtlich. Selbst die sonst in dieser Hinsicht eher unangetasteten türkischen Früchte blieben von diesen Schwankungen nicht völlig verschont.

Spargel
Die angestiegenen Temperaturen bewirkten eine enorme Ausdehnung der Verfügbarkeit. Die Mengen aus Deutschland vervielfachten sich geradezu, die aus dem Süden Europas veränderten sich unterdessen nicht besonders bedrohend. Das Maß der Nachfrage war insgesamt noch nicht sehr stark ausgeprägt und korrelierte daher äußerst ungenügend mit der augenscheinlich intensivierten Bereitstellung. Die Notierungen sackten gehörig ab, ähnlich wie im freien Fall. Bei deutschen Erzeugnissen stürzten sie von anfänglichen maximalen 9,50 € je kg ab auf 4,50 € je kg. Zum Wochenende hin verbesserte sich zwar erkennbar das Interesse, aber auch dann war eine gänzliche Räumung keineswegs zu realisieren. Wenigstens nahm der flottere Umschlag annähernd den gewaltigen Druck von den Kursen. Griechische Chargen hatten es schwer, befriedigenden Zuspruch zu initiieren, wurden am Freitag im Extrem ab 2,- € je kg vertrieben. Bei italienischen Zuflüsse an Kaliber 16 mm+ sah man ebenso keine großen Chancen. Kleinere Sortierungen fanden überhaupt bloß unzureichend Käufer. Grüne Stangen gingen begrenzter zu. Somit herrschte hier eine entspanntere Lage vor, was die Einstände stabilisierte. In Hamburg und Frankfurt tauchten in spärlichem Rahmen andauernd Produkte aus Übersee auf.

Zwiebeln
Generell verlief das Geschäft ruhig und kontinuierlich. Gemüsezwiebeln stammten monopolartig aus Spanien; mit ersten chilenischen Importen wird in der 15. KW gerechnet. Mittlerweile kamen fast alle Offerten aus dem Kühlhaus. Zudem schränkte sich die Versorgung ein, was punktuell zu anziehenden Bewertungen führte. Bei Haushaltsware dominierte das Inland, während Österreich und die Niederlande komplettierten. Australische und neuseeländische Abladungen deckten den Sektor aus Übersee ab: Sie profitierten mancherorts von der schwächelnden Qualität der europäischen Partien. Örtlich generierten sie hingegen aufgrund ihres hohen Preises kaum Beachtung.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Spärliche Himbeeren und Brombeeren aus den Niederlanden standen zum Verkauf; Hauptlieferant war Spanien. Für Johannisbeeren mussten bis zu 4,- € je 125 g gezahlt werden. Ananas vergünstigten sich leicht. Mangos blieben mit 45,- € je 6-kg-Karton teuer. Mispeln und grüne frische Mandeln trafen auf einen aufnahmefähigen Markt. Die Kurse von Rhabarber glitten mit ansteigender Verfügbarkeit ab. Reichlicher Bärlauch wurde ab Mittwoch problemlos umgeschlagen. Das Interesse an Kräutern für Grüne Soße zeigte sich sehr begrenzt. Zucchini und Auberginen aus den verschiedensten Ländern räumten bei niedrigen Notierungen flott. Mit der fortschreitenden Ernte von Lauchzwiebeln und Radieschen reduzierten die Händler ihre Aufrufe.
Hamburg
Norddeutscher Rhabarber kostete je nach Farbintensität zwischen 1,80 und 3,- € je kg. Süddeutscher Rucola wurde zu 5,- € je kg abgesetzt. Ersten Spinat veräußerte man zu Forderungen von 7,50 € und 12,50 € je 5-kg-Kollo.
Köln
Auch in der abgelaufenen Woche war Brokkoli wegen seines hohen Einstandspreises schlecht vermarktbar.
München
Für kleinfruchtige Zitrusfrüchte begrenzte sich die Nachfrage; spanische Nadorcott und israelische Orri wurden kaum mehr geräumt. Himbeeren und Kulturheidelbeeren trafen verstärkt aus Spanien ein. Ananas und Limetten waren weiterhin knapp, was zu nochmaligen Verteuerungen führte. Das frühlingshafte Wetter generierte wieder einen angestiegenen Bedarf an Mangos sowie Melonen und sorgte für angehobene Forderungen. Aufgrund eingeschränkter Abladungen von Brokkoli aus Spanien kletterten die Bewertungen aufwärts; italienische Ware profitierte davon. Witterungsbedingt war das Angebot an Zucchini üppig und die Notierungen bröckelten ab. Spanische Auberginen verbilligten sich. Mit zunehmender Bereitstellung sanken die Kurse von Rhabarber.
Berlin
Artischocken aus Italien und Spanien wurden sukzessive günstiger, da das Interesse hinter den Erwartungen der Verkäufer zurückblieb. Der Absatz konnte so trotzdem nicht angeregt werden. Die Anlieferungen von Lauch aus Deutschland und Belgien wuchsen im Wochenverlauf an. Daher reduzierten sich die Preise auf 0,80 bis 0,90 € je kg.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 14 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 13.04.2017

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin