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Globale Risiken dämpfen Konjunkturaussichten

30. März 2016

Der Optimismus der deutschen Verbraucher schwächt sich im März insgesamt etwas ab. Die Nachfrageschwäche für deutsche Produkte in einigen wichtigen Absatzmärkten wird vermutlich nicht ohne Wirkung auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland bleiben. Dies signalisiert der Rückgang der Konjunkturerwartung in diesem Monat.

Einkauf

Auch die Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung verlieren in diesem Sog an Wert. Allerdings bleibt das Niveau der beiden Indikatoren im Gegensatz zur Konjunkturerwartung überaus hoch.

Konsumklima geht leicht zurück

Für April 2016 prognostiziert der Gesamtindikator 9,4 Punkte nach 9,5 Zählern im März. Damit geht das Konsumklima leicht zurück.

Nach dem erfreulichen Start in dieses Jahr muss das Konsumklima aktuell einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Allerdings ist das Niveau nach wie vor gut. Die Konsumstimmung ist weiter intakt. Dies belegen auch die aktuell vorliegenden Zahlen der amtlichen Statistik. So stiegen die realen privaten Konsumausgaben im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent. Dies ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der stärkste Anstieg seit dem Jahr 2000. Damals wurde ein Plus von 2,1 Prozent gemessen.

Der Einzelhandel konnte davon besonders stark profitieren. Dessen Umsatz stieg 2015 real um 2,8 Prozent (Nominal 2,9 Prozent). Neben dem stabilen Arbeitsmarkt gaben auch die fallenden Energiepreise zuletzt wichtige Impulse für den Handel.

Die Aussichten für den Konsum sind aus heutiger Sicht auch für dieses Jahr gut. Ausgehend von den Annahmen, dass das Beschäftigungshoch weiter anhält und die Energiepreise niedrig bleiben, kann auch 2016 ein gutes Konsumjahr werden. Folglich bestätigt GfK seine kürzlich veröffentlichte Prognose, wonach der private Konsum in diesem Jahr real um etwa 2 Prozent steigen wird.

Konjunkturerwartung schwächt sich leicht ab

Nachdem sich die Konjunkturerwartung im Vormonat kaum verändert hat, sinkt sie im März moderat. Der Indikator verliert 2,9 Zähler und liegt nun bei 0,5 Punkten. Er kann sich somit noch knapp im positiven Bereich halten, also über seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Im Vergleich zum entsprechenden Wert des Vorjahres steht aktuell ein Minus von gut 36 Zählern zu Buche.

Offenbar scheinen weltwirtschaftliche Risiken, und hier in erster Linie die konjunkturelle Abschwächung in wichtigen Exportländern Deutschlands, wie China und den USA, nicht ohne Wirkung auf die Verbraucher zu sein. Denn dies dürfte sowohl die Exportaussichten als auch die Investitionsneigung der deutschen Unternehmen beeinträchtigen.

Dagegen verbesserte sich in der deutschen Wirtschaft die Stimmung zuletzt wieder etwas. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im März nach drei Rückgängen in Folge wieder an. Allerdings gehen inzwischen die ersten Experten davon aus, dass sich die Wachstumsdynamik in Deutschland leicht abschwächen könnte. So hat zum Beispiel das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kürzlich seine Wachstumsprognose für dieses Jahr von 1,7 Prozent (Dezember 2015) auf 1,6 Prozent revidiert. Das Hamburgische WeltwirtschaftsInstitut (HWWI) geht sogar nur noch von 1,3 Prozent aus.

Anschaffungsneigung mit leichten Verlusten

Im Sog der rückläufigen Einkommenserwartung erleidet auch die Anschaffungsneigung im März leichte Verluste. Allerdings ist das Minus mit 2,7 Zählern wesentlich geringer als beim Einkommensindikator. Der Konsumindikator weist somit exakt 50 Punkte auf. Trotz der leichten Einbußen ist die Konsumlaune bislang ungebrochen.

Quelle: GfK

Veröffentlichungsdatum: 30.03.2016

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