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GfK-Consumer Index Juni 2018: Halbzeit 2018 - Der LEH führt

16. August 2018

Halbzeit im Wettstreit um die Verbrauchergunst im Jahr 2018. Wie wichtig es ist, bis dahin bereits einen beruhigenden Vorsprung herausgespielt zu haben, hat die Fußball-WM in Russland gezeigt. Fast alle, die sich darauf verlassen haben, dass es am Ende schon noch hinhaut, sind gescheitert, heisst es im aktuellen GfK Consumer Index Juni 2018.

Bildquelle: Shutterstock.com Supermarkt
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Der Vergleich mit dem Fußball bietet sich natürlich an in diesen Tagen, wenngleich er ein wenig hinkt. Denn im Geschäft mit den Fast Moving Consumer Goods kommt es nicht allein auf die ‚Form‘ der Key Player an, sondern mehr noch auf die Bereitschaft des ‚Publikums‘, sich ins Spiel einzumischen. Und was das angeht, so haben die Händler in Deutschland mit ihrem ‚Verbraucher-Team‘ mehr Fortune als die Nation mit ihren Rasenkünstlern, so der GfK.

Für den LEH sieht die Sache sogar noch etwas besser aus (+3,1%). Auch im zweiten Halbjahr sollte sich an diesem Trend nicht viel ändern.
keine Rede mehr sein, heisst es.

Die Entwicklung bei Obst und Gemüse

Beim Obst ist deutlich ein Premium-Trend erkennbar. Die Gesamtmenge ist im ersten Halbjahr 2018 zwar um drei Prozent rückläufig, die Ausgaben sind dagegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 um sieben Prozent gestiegen. Das ist zum einen auf höhere bezahlte Preise zurückführen, aber auch auf das Nachfragewachstum bei teureren Produkten wie Beeren oder exotischem Obst. Vor allem Beeren (Menge: +5%, Ausgaben: +11%) – allen voran Heidelbeeren und Himbeeren – erfreuen sich weiterhin steigender Beliebtheit. Lässt man die populären Erdbeeren außen vor, so kauft trotzdem bereits fast jeder zweite Haushalte diese kleinen Wertschöpfungsgiganten. Steinobst (Menge: -16%) und Kernobst (Menge: -11%) sind dagegen weiterhin rückläufig.

Gemüse

Das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen kommt beim Gemüsekonsum aktuell nicht unbedingt an: Die Gesamtmenge stagniert, die Ausgaben für Gemüse gehen um drei Prozent zurück. Der Gemüsebereich wird momentan vor allem vom ‚Snacking‘ getrieben: Kleine Tomaten legen mengenmäßig um 13 Prozent zu, Minigurken um zwölf Prozent. Aber auch die ‚convenienten‘ küchenfertigen Salate und Gemüse entwickeln sich positiv: Dafür wird sowohl mehr bezahlt (Preise: +2%) als auch mehr gekauft (Menge: +3%), sodass die Ausgaben insgesamt um fünf Prozent zulegen. Paprika – und hier vor allem roter Paprika – wächst in der Menge um beachtliche acht Prozent, getrieben von günstigeren Preisen (-10%). Der rote Paprika ist vor allem bei Familien beliebt. Auch Spitzpaprika gewinnt langfristig weiter an Bedeutung. Auf der Verliererseite stehen dagegen Karotten/Möhren mit einem mengenmäßigen Rückgang um 7,5 Prozent, bei allerdings höheren Preisen und dadurch konstanten Ausgaben.

Die aufwändige Kartoffel wird immer unbeliebter

Trotz deutlich günstigerer Preise (-12%) geht die Menge um drei Prozent zurück. Auch Spargel hatte es in diesemJahr nicht leicht: Im Vergleich zu 2017 steht bei der Menge ein Rückgang von drei und bei den Ausgaben sogar von acht Prozent zu Buche.

Download: Erfahren Sie mehr im aktuellen Consumer Index für den Monat Juni 2018.

Quele: GfK

Veröffentlichungsdatum: 16.08.2018

Schlagwörter

GfK, Consumer Index, Juni, LEH