Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

GfK Consumer Index Januar 2018: Seltener shoppen – aber mit Plan

12. März 2018

Deutschland geht es gut. Das könnte auch ein Wahlslogan sein, und der wäre sogar rundum glaubwürdig. Man muss weit zurückdenken, bis man eine so lang anhaltende Periode der Prosperität findet, wie wir sie in Deutschland heute haben. Bei Obst/Gemüse muss man vorweg sagen, dass der Sortimentsbereich insgesamt eine gewisse Hypothek aus dem Januar 2017 mitbringt, heisst es im aktuellen GfK Consumer Index Januar 2018.

Bildquelle: Shutterstock.com Einkauf Obst/Gemüse LEH
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Kehrseite der Hochkonjunktur und des Beschäftigungsbooms ist: Immer mehr Menschen haben kaum noch Zeit. Allein in den letzten drei Jahren ist die Anzahl der Shoppingtrips im LEH und im Fachhandel um sechs Prozent zurückgegangen. Im vergangenen Jahr haben die Verbraucher im Durchschnitt nur noch 216 mal Fast Moving Consumer Goods eingekauft, also nur an rund vier Tagen der Woche. Vom ‚täglichen Einkauf‘ kann also keine Rede mehr sein, so der GfK.

Die Entwicklung bei Obst/Gemüse

Gegen den seinerzeitigen Umsatzzuwachs von gut sieben Prozent (Januar 2017) war im aktuellen Januar 2018 nur schwer anzukommen. Innerhalb des Bereichs haben sich die beiden Segmente aber recht unterschiedlich entwickelt.

Beim Obst haben deutliche Preissteigerungen (+13%) im Vergleich zum Januar 2017 die Verbraucher nicht kalt gelassen. Die Einkaufsmenge ist um gut vier Prozent zurückgegangen. Die Ausgaben sind jedoch wegen der höheren Preise um acht Prozent gestiegen. Vor allem Zitrusfrüchte bekamen die verhaltene Nachfrage trotz vergleichsweise moderater Preissteigerungen (+4%) zu spüren (Menge -11%). Zu den Umsatzgewinnern gehörten dagegen Beeren (+56%), Kernobst (+25%) und Weintrauben (+19%). Von den höheren Ausgaben profitierten alle Anbieter: LEH-Food-Vollsortimenter (+9%), SB-Warenhäuser (+9%) und Discounter (+8%).

Beim Gemüse war es umgekehrt: Die Preise waren im Januar 2018 niedriger als im Vorjahresmonat (-8%). Die Haushalte kauften dadurch auch sechs Prozent mehr Gemüse ein. Per Saldo sind die Ausgaben für Gemüse aber trotzdem um zwei Prozent zurückgegangen. Dies traf vor allem die LEH-Vollsortimenter (-5%); die Discounter waren dagegen stabil (+0,3%) und die SB-Warenhäuser konnten sogar zulegen (+3%).

Erfahren Sie mehr im aktuellen Consumer Index für den Monat Januar 2018.

Quele: GfK

Veröffentlichungsdatum: 12.03.2018

Schlagwörter

GfK Consumer Index, Januar, shoppen, Plan