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GfK Consumer Index April: Bio-Anteil an Gemüse steigt auf 8 Prozent

31. Mai 2019

Frischgemüse inkl. Kartoffeln verzeichneten im April 2019 gegenüber April 2018 eine gleich um fünf Prozent höhere Mengennachfrage. Die Ausgaben stiegen sogar um 16 Prozent. Das heißt aber auch, dass das Preisniveau um zehn Prozent über dem des Vorjahres lag. Ein Grund dafür ist sicher das deutlich stärkere Wachstum von biologisch erzeugtem Gemüse, heisst es im aktuellen Consumer Index April 2019 des GfK.

Bildquelle: Shutterstock.com Bohnen
Bildquelle: Shutterstock.com

Solche Produkte erreichen ein Wachstum von 28 Prozent, während konventionell erzeugtes Gemüse nur ein kleines Plus von zwei Prozent aufweist. Damit steigt der Bio-Anteil an Gemüse gesamt wertmäßig auf acht Prozent, bei einem um 46 Prozent höheren Preisniveau gegenüber dem konventionellen Segment.

Hinzu kommt der ‚Ostereffekt‘. Stellt sich die Frage: Welches Gemüse wird denn zu Ostern mehr gekauft? Bei Fleisch hat man die Antwort schnell: Lammbraten. Viele Rezepte für Lammbraten empfehlen indes als Kräuter Thymian und Rosmarin und als Gemüse-Beilage grüne Bohnen und Kartoffeln. Genau das sehen wir bei den entsprechenden Veränderungsraten im März und jetzt im April. Bohnen haben im Märzvergleich (zum Vorjahresmonat) ein Minus von 36 Prozent und im Aprilvergleich ein Plus von fünf Prozent.

Frische Kräuter hatten Verluste von 14 Prozent im März und sind im April um acht Prozent gewachsen. Schließlich die Kartoffel-Entwicklung: März minus acht Prozent, April plus neun Prozent. Ja, dann wäre noch das schöne Wetter zu nennen, was auch den Spargel sprießen lies.

So gut, wie bei Frischgemüse sieht es bei Frisch-Obst nicht aus. In der Menge gab es auch bei Frisch-Obst im April 2019 ein Plus von sechs Prozent. Dafür haben die Haushalte aber zwei Prozent weniger bezahlt.

Daran sind vor allem die Äpfel beteiligt. Da sich offensichtlich die Angebotssituation entspannt hat (die Ernte 2018 war deutlich besser als die vorhergehende), ist das Preisniveau von Äpfeln seit Anfang des Jahres um beinahe ein Drittel gesunken. So wurden zwar mehr Äpfel gekauft, aber nicht so viel mehr, dass die Rückgänge bei den Preisen ausgeglichen wurden. Die Folge: Äpfel haben die Gesamtbilanz von Obst mit einem Umsatzrückgang von 20 Prozent belastet.

Auch bei der zweitgrößten Obstsorte, den Bananen, stehen Minuszeichen vor den Veränderungsraten, nämlich minus fünf Prozent beim Umsatz und minus sieben Prozent bei der Menge.

Schließlich noch ein sehr beliebtes Frühjahrs-Vergnügen, die Erdbeeren. Da sind die wertmäßigen Einkäufe um sieben Prozent und die Mengen um neun Prozent gestiegen. Das liegt an den günstigeren Preisen für ausländische Ware. Das Preisniveau ist hier um 57 Prozent niedriger als das der deutschen Ware.

Erfahren Sie mehr im aktuellen Consumer Index für den Monat April 2019 hier.

Quelle: GfK Consumer Index April 2019

Veröffentlichungsdatum: 31.05.2019

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GfK, Consumer Index, April, Studie, Statistik, Bio, Anteil, gemüse