Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Gemüseangebot 2017 zunächst witterungsbedingt knapper

12. Januar 2017

Frost zu Beginn der 2 Kalenderwoche (KW) 2017 in Italien bis hinunter nach Kalabrien, heftige Regenfälle in Murcia kurz vor Weihnachten und Nachttemperaturen in Almeria am 8. Januar von nur 6 Grad Celsius bedeuten für den deutschen Gemüsemarkt eine eingeschränkte Versorgung.

Bildquelle: Shutterstock.com Kohl Feld Schnee gefroren
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Denn die meisten Salatgemüsearten, einige Kohlarten wie Broccoli und Kohlrabi, sowie Fruchtgemüsearten wie Gurken, Zucchini, Auberginen und auch Tomaten stammen in dieser Zeit fast ausschließlich aus dem Mittelmeerraum. Der Frost in Deutschland sorgte in KW 1 außerdem dafür, dass Kulturen wie Wirsing, Porree oder Feldsalat im Freiland nicht geerntet werden konnten.

In KW 1 lagen die Großhandelsabgabepreise für viele Salate zwischen 25% und 50 % über Vorjahresniveau, Gurken, Zucchini und Auberginen erzielten oft den doppelten Preis des Vorjahres. Lediglich bei Paprika war in KW 1 noch keine Preisreaktion zu verzeichnen, zu Beginn von KW 2 scheinen die Großhandelsabgabepreise aber auch hier anzuziehen. Am 9. Januar wiesen die Preise an Deutschen Großmärkten fast durchweg nach oben. 

Auf Verbraucherebene setzt die Preisreaktion oft erst etwas verzögert ein, aber auch hier war in der ersten Woche des Jahres bereits ein deutlich höheres Preisniveau anzutreffen und die Anzahl der Käufer ging bei einigen Gemüsearten zurück. Besonders deutlich war dies bei Salatgurken, die besonders stark auf niedrige Temperaturen reagieren. Wie immer gibt es im vielfältigen Gemüseangebot auch Ausnahmen. Blumenkohl aus der Bretagne war z.B. reichlich und ist für den Verbraucher auch günstiger als in den meisten Vorjahren angeboten worden. Auch Weißkohl und Möhren aus dem Inland wiesen ein niedriges Preisniveau auf. Bleiben die Zufuhren aus dem Süden aber länger knapp, so können auch diese Gemüsearten infolge einer Nachfrageverlagerung langsam im Preis steigen.  Die Auswirkungen der Wetterbedingungen sind in Italien noch nicht voll abzusehen, Schneefälle behindern dort auch den Transport.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 10.01.2017)

Veröffentlichungsdatum: 12.01.2017

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gemüse, Angebot