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Gemeinsames Projekt der Norddeutschen Kooperation zur Herkunftsanalyse von weißem Spargel

30. April 2015

Die Norddeutsche Kooperation (NOKO) ist ein Zusammenschluss von Landeslaboren der Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen, Brandenburg und Berlin zur gegenseitigen Unterstützung bei der Durchführung von Untersuchungen im Rahmen der Lebensmittel-, Futtermittel- und Bedarfsgegenständeüberwachung.
 

Spargel Weiss

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde im Jahr 2014 ein gemeinsames Projekt zur Herkunftsanalyse von weißem Spargel durchgeführt. Weißer Spargel erfreut sich nach wie vor bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern großer Beliebtheit. Nicht zuletzt die Herkunft spielt bei der Kaufentscheidung eine entscheidende Rolle.

Daher wurden in allen NOKO-Ländern im Rahmen der amtlichen Überwachung Spargelproben gezogen und im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mittels Bestimmung der Isotopenverhältnisse auf ihre Herkunft überprüft. Durch Bestimmung der Isotopenverhältnisse können mit Hilfe mathematischer Verfahren Spargel mit bekannter Herkunft und Spargel mit zu prüfender Herkunft verglichen werden.

Neben den amtlichen Proben mit der deklarierten regionalen Herkunft aus Deutschland, die auf der Stufe des Einzelhandels gezogen wurden, sollten in diesem Projekt zu Vergleichszwecken sowohl Referenzproben von Erzeugern aus den teilnehmenden Bundesländern als auch Proben mit deklarierten Herkunftsangaben im Europäischen Ausland analysiert werden.

Zur Untersuchung wird zunächst der Spargelsaft gewonnen. Aus einem Teil des Spargelsaftes wird das enthaltene Spargelprotein gefällt, abgetrennt und getrocknet.

Im restlichen Spargelsaft können direkt die Verhältnisse der stabilen Sauerstoff- und Wasserstoffisotope gemessen werden. Im gefällten Spargelprotein werden zusätzlich die Verhältnisse der stabilen Isotope der Elemente Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Wasserstoff bestimmt.

Insgesamt wurden 77 Proben aus dem Einzelhandel von den beteiligten Bundesländern zur Untersuchung eingesandt. Darunter waren sechs mit der Herkunftsangabe Polen und vier mit der Herkunftsangabe Griechenland. 12 Proben wiesen keine spezifische Herkunftsangabe auf.

Zur Fortschreibung der Datenbasis für die Beurteilung von zukünftig zu untersuchenden Proben wurden zusätzlich 21 authentische Referenzproben eingesendet und untersucht.

Authentisch kann man Spargelproben ausschließlich dann nennen, wenn sie am Spargelfeld bei der Ernte amtlich entnommen worden sind. Bei jedem weiteren Prozessschritt (Transportieren, Waschen, Lagern) besteht die Möglichkeit einer Manipulation („Einschleusen von preiswertem Spargel anderer Herkunft).

Im Gegensatz zu Ergebnissen früherer Jahre ergab sich aufgrund der Untersuchungen bei keiner der überprüften Proben ein belastbarer Anfangsverdacht auf falsche Angaben zur Herkunft.

Ein gutes Ergebnis für die Verbraucher in Norddeutschland, das damit zusammen hängen mag, dass 2014 ein Jahr mit einer sehr guten und außerordentlich früh beginnenden Spargelsaison war und die wirtschaftlichen Anreize für das Inverkehrbringen falsch deklarierten Spargels nicht sonderlich groß waren.

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Quelle: LAVES

Veröffentlichungsdatum: 30.04.2015

Schlagwörter

Projekt, Norddeutsche, Kooperation, Herkunftsanalyse, Spargel