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Gefragte Ernteversicherungen der Schweizer Hagel angesichts der zunehmenden Wetterextreme

09. April 2019

Die Schweizer Hagel-Versicherung blickt auf ein wettermässig anspruchsvolles Jahr 2018 zurück, das ihre Ausrichtung auf umfassende Ernteversicherungen im Rahmen zunehmender klimatischer Herausforderungen bestätigt. In der Schweiz nahm das Prämienvolumen gegenüber dem Vorjahr um 6% zu und erreichte CHF 49.2 Millionen; zum Wachstum trugen auch zusätzliche Frost- und Trockenheitsdeckungen bei.

Bildquelle: Shutterstock.com HAgel
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Ernteversicherungen mit Frost- und Trockenheitsdeckung finden zunehmend Interesse

Hagel, Sturm und weiträumige Dürre vor allem bei Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben und Grasland führten zu einem durchschnittlichen Schadenjahr. Im Ausland – Frankreich und Italien – nahm das Prämienvolumen um 4% zu und erreichte CHF 56.1 Millionen; schadenseitig war das Jahr hauptsächlich von intensivem Hagel und von Dürre gekennzeichnet, die Schadenbelastung fiel demzufolge leicht überdurchschnittlich aus. 

Gesamthaft erreichte das Prämienvolumen CHF 105.3 Millionen. Der Schadensatz belief sich auf 68% und der Schaden-/Kostensatz auf 87%. Trotz schwierigem Anlageumfeld wurde ein positives Kapitalanlagenergebnis von CHF 5.2 Millionen erzielt, dank welchem ein Gewinn (vor Veränderung der Reserven) von CHF 3.4 Millionen resultierte. 2019 lässt die Schweizer Hagelversicherung die Mitglieder in der Schweiz am Erfolg von 2018 in Form einer Prämienrückvergütung von CHF 5.0 Millionen oder 10% der Prämieneinnahmen partizipieren.

In Frankreich konnte die Schweizer Hagel-Versicherung als erfolgreicher spezialisierter Agrarversicherer mit dem führenden Allbranchenversicherer AXA eine Partnerschaft für die Sparte Hagel- und Ernteversicherungen eingehen. Für die Schweizer Hagel-Versicherung bringt dies einen deutlichen Prämienzuwachs, eine Optimierung der Portfolio- und Kostenstruktur sowie eine klare Stärkung der Position im französischen Markt mit sich.

Die klimabedingten Herausforderungen wie extreme Temperaturen, Frühjahrsfröste, Dürre und Starkniederschläge nehmen weiter zu. Die Versicherbarkeit solcher Grossrisiken wird im Ausland häufig mit einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) zwischen öffentlicher Hand, Landwirtschaft und Versicherungswirtschaft gewährleistet. Auch in der Schweiz werden derzeit im Rahmen der Agrarpolitik 2022 (AP22+) Überlegungen zu einer möglichen Versicherungsunterstützung gemacht. 

Ausblick: Die Schweizer Hagel-Versicherung ist ein erfolgreiches Beispiel für die Eigenverantwortung der Schweizer Landwirtschaftsbranche, welche seit 1880 ihre Hagel- und Elementarrisiken als Solidargemeinschaft absichert. Sie wird auch in Zukunft ihre Rolle als zuverlässige Partnerin der Landwirtschaft für die Wetterrisiko-Absicherung wahrnehmen, da sie ihre Innovationskraft stetig pflegt und beispielsweise in ihrem intern laufenden Projekt «Hagel 2020» Themen wie neue Risikodeckungen, Digitalisierung und Messmöglichkeiten über Satellit und Radar weiterentwickelt.

Quelle: Schweizerische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft

Veröffentlichungsdatum: 09.04.2019

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