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Fruit Logistica: Internationale Projekte für italienisches Obst und Gemüse

15. Februar 2019

Italienisches Obst und Gemüse muss immer internationaler werden, das ist das Schlagwort, das sich mit lauter Stimme auf einer Veranstaltung ergab, die von dem CSO Italy (Servicezentrum O&G) auf der Fruit Logistica organisiert und von Alleanza Cooperative Agroalimentare, Fruitimprese, Italia Ortofrutta, Italmercati und Fedagromercati unterstützt wurde.

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Der Bereich Italy des CSO Italy – die allgemeinen Richtlinien für die Entwicklung von Absatzmärkten. Foto © CSO

Die italienische Obst- und Gemüseproduktion 2018 wird auf rund 24,5 Millionen Tonnen geschätzt, eine um 2% höhere Menge als 2017 und auf ähnlichen Niveaus wie in den vorausgehenden Saisons. Der Wert der brutto verkaufbaren Produktion (produzione lorda vendibile, PLV) an Obst und Gemüse blieb in den letzten Jahren stets über 12 Milliarden EUR jährlich. Das Anteil von Obst und Gemüse an dem Wert der brutto verkaufbaren Landwirtschaftsproduktion (PLV Agricola) beläuft sich auf 30%.

Die neusten verfügbaren Zahlen, die aber für 2018 noch immer partiell sind, zeigen eine leichte Abnahme der Menge, die für ausländische Märkte bestimmt ist: insgesamt exportierte Italien zwischen Januar und September 2,5 Millionen Tonnen Obst und Gemüse (-11,6% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2017), während sich der Wert der über die Grenze geschickten Produkte auf 2,9 Milliarden EUR belief (-3,9%), also eine Abnahme in geringerem Ausmaß, was den Wert der italienischen Produktion belegt.

„Das CSO Italy ist seitens der Mitgliedsunternehmen in den nächsten drei Jahren an drei großen europäischen Projekten zur Förderung von italienischem Obst und Gemüse in wichtigen Regionen für unseren Export beteiligt, wie China, Japan, Taiwan, USA, Vereinigte Arabische Emirate, und im Biobereich auch Frankreich und Deutschland“, sagte der Vorsitzende, Paolo Bruni, als er die Veranstaltung eröffnete.

Die strategische Bedeutung der Öffnung neuer internationaler Märkte ergibt sich durch die komplexe technisch-diplomatische Arbeit, die der Italienische Staat geleistet hat. Die mittelfristigen Ziele sind alle auf Asien konzentriert, wobei China im Vordergrund steht, gefolgt von Thailand, Vietnam und Taiwan.

Aufnahmebereite Märkte mit einer großen Nachfrage nach europäischen Früchten, insbesondere Äpfel, Kiwi, Paprika und Zitrusfrüchte, haben großes Potential. Zudem darf für diese Länder Gemüse nicht vergessen werden, sowie Bioprodukte, die weitere hervorragende Erzeugnisse aus dem Bereich Obst und Gemüse „Made in Italy“ sind. Freihandelsabkommen mit Kanada, Mexiko und Japan gibt es zwar, aber es wäre entscheidend, den Teil des Pflanzenschutzes für Obst und Gemüse mit aufzunehmen, der aktuell mit speziellen Protokollen durchgeführt werden muss und somit tatsächlich von dem Freihandel ausgeschlossen ist, berichtet das CSO.

Quelle: CSO Italy
 

Veröffentlichungsdatum: 15.02.2019

Schlagwörter

Fruit Logistica, International, Projekte, Italien, Obst und Gemüse