Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Fruit Logistica Daily - Aktuelle Presseberichte und Video des Tages

09. Februar 2018

Verbraucher achten bei der Ernährung zunehmend darauf, dass ihre Lebensmittel nachhaltig produziert wurden. Das beginnt beim ressourcenschonenden Anbau, geht über die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen und endet dabei, unnötige Verpackungen zu vermeiden. Diesen Trend spiegeln auch die Aussteller auf der FRUIT LOGISTICA mit ihren Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette wider.

Euro pool system Kisten Foto Messe Berlin
Fruit Logistica 2018 - Foto Messe Berlin

Nachhaltigkeit im Fokus
Beispiel „Natural Branding“: Die Lasermaschine EcoMark NB 3002 der Firma D+E kennzeichnet Früchte, indem sie die Pigmente der äußeren Schalenschicht abträgt. Qualität und Geschmack werden nicht beeinträchtigt, Plastikaufkleber sind nicht mehr nötig. Der Verpackungsspezialist Euro Pool System bietet Mehrwegsteigen für frische und verpackte Lebensmittel an, die mehrere Jahre lang verwendet werden können und vollständig recycelbar sind (siehe Foto). Das Handelsunternehmen Edeka kooperiert mit dem World Wide Fund for Nature (WWF), unter anderem in seiner Lieferkette für Bananen aus konventionellem Anbau. Konkret heißt das: so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich und eine umweltgerechte Entsorgung der Abfälle, aber auch eine gute Gesundheitsversorgung und Mitspracherechte für die Mitarbeiter vor Ort, in diesem Fall in Kolumbien und Ecuador. Und ein effizienter Umgang mit der Ressource Wasser.

Wie dringlich das Thema Nachhaltigkeit mit Blick auf den Klimawandel ist, verdeutlichen auch die zahlreichen Fachveranstaltungen auf der Messe. Auf dem FRUITEC-Symposium, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), wurden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt – von der auf die exakte Bodenschicht abgestimmten Ermittlung des Bewässerungsbedarfs bis zum optimierten Wassereinsatz in der Nachernte. „Wir benötigen sehr viele innovative Lösungen, um in den kommenden Jahren die Ernährung mit frischen Lebensmitteln auch unter veränderlichen Umweltbedingungen zu ermöglichen“, sagt Manuela Zude-Sasse, Group Leader Precision Horticulture beim ATB.

 

Sandrine Urujeni, Deputy CEO, National Agricultural Export Development Board (NAEB) Ruanda(Foto Messe Berlin)
3 Fragen an...
Sandrine Urujeni, Deputy CEO, National Agricultural Export Development Board (NAEB) Ruanda.
(Foto Messe Berlin)

Frau Urujeni, was kennzeichnet die Obst- und Gemüseproduktion in Ihrem Land?

Der Großteil der Produktion stammt von Kleinbauern. Mit NAEB versuchen wir, ihnen den Weg zu den Exportmärkten zu ebnen. Wir helfen ihnen beispielsweise bei der Zertifizierung und dabei, ihre Produktion zu bündeln. Und wir bringen sie mit Unternehmen aus dem Privatsektor zusammen.

Welche Rolle spielt der Aspekt Nachhaltigkeit?

Bei der Größe unseres Landes können wir nicht mit Menge trumpfen. Wir setzen auf Qualität und konzentrieren uns auf Nischenmärkte. Unsere Bohnen ‚fein‘ und ‚extrafein‘ sowie unsere Hass-Avocados finden Sie beispielsweise in den Supermarktregalen Großbritanniens und Frankreichs. Großen Wert legen wir auf eine umweltfreundliche Produktion, sowohl im konventionellen als auch im Öko-Bereich.

Was erwarten Sie von der FRUIT LOGISTICA?

Wir hoffen, dass wir die Türen für Märkte öffnen können, auf denen wir bisher nicht präsent sind, beispielsweise in Deutschland. Und wir möchten gerne zeigen, dass Investoren aus der Agrar- und Ernährungsbranche bei uns hervorragende Bedingungen vorfinden.


Schaufenster Handel
Für Sie entdeckt: neues und außergewöhnliches Obst und Gemüse von der aktuellen FRUIT LOGISTICA.

FRUIT Logistics 2018 Messe BerlinUrsprünglich hatte „Buddhas Hand“ eine religiöse Bedeutung: Aus der Stellung der „gelben Finger“ des ungewöhnlichen Zitrusgewächses las man in asiatischen Kulturen göttliche Weisungen ab. Lange Zeit wurde die nur aus gelber Schale bestehende Pflanze in China und Japan zu medizinischen Tees verarbeitet. Seit drei Jahren wird es auch in Südspanien biologisch angebaut und soll jetzt den europäischen Markt erobern. Die gehobene Gastronomie verwendet es laut Hersteller bereits als Carpaccio-Zusatz.

Alcoaxarquia, S.L.
Halle 26, Stand D 06
Kontakt: José Antonio Alconchel
T: +34 690 043 230
jose@alcoaxarquia.es

Fruit Logistica Messe BerlinKnoblauch: Er gilt als natürliches Antibiotikum und strotzt vor gesundheitsfördernden Wirkstoffen. Nur: der Geruch ist nicht jedermanns Sache. Abhilfe schafft der schwarze Knoblauch von Dali Pinhong, der auf der FRUIT LOGISTICA erstmals dem weltweiten Fachpublikum vorgestellt wird. Er wird laut Produzent in Höhenlagen Chinas angebaut, ist zehnmal wirksamer als die unfermentierte weiße Variante – soll sich nicht auf den Atemgeruch auswirken.

Dali Pinhong Tablelands
Agriculture Science and Technology
Halle 6.2, Stand D-06i
Kontakt: Chao Yu
T: +86 18363628866
18363628866@163.com


Fresh Produce Forum
LogoVom Umschlagsplatz zum Food-Hotspot

In den vergangenen Jahren haben sich die Großmärkte vom reinen Umschlagsplatz für Obst und Gemüse zu bedeutenden Plattformen für Handel und Logistik entwickelt. Darauf hat heute Uwe Kluge hingewiesen, Geschäftsbereichsleiter des Großmarktes Bremen. Mittlerweile werde die gesamte Bandbreite an frischen Produkten in hoher Qualität und großer Vielfalt angeboten. Für die Wiederverkäufer ergebe sich der Vorteil des „One-Stop-Shoppings“, so Kluge. Derzeit seien mehrere Veränderungen zu beobachten. So zeigten sich die Trends, dass Großmärkte zunehmend privatisiert werden und sich für Endkunden öffnen. Weiterhin würden sich zunehmend Händlergemeinschaften bilden.

Großmarkt Bremen GmbH
Halle 21, Stand E-11
Kontakt: Uwe Kluge
T: + 421 536820
kontakt@grossmarkt-bremen.de

Future Lab
LogoMehr Nachhaltigkeit mit Licht

„Die beste Verpackung ist keine Verpackung“, sagt Michaël Wilde, Nachhaltigkeitsmanager von Eosta. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, verwendet das niederländische Handelsunternehmen für Obst und Gemüse Verpackungen aus Zuckerrohrabfall, Karton oder Bioplastik. Ende 2016 hat es für die Markierung von Bio-Produkten das „Licht-Labeling“ eingeführt: Ein Laser löst das Pigment aus der äußersten Schale. Mit der Markierung werde weder die Innenseite noch der Geschmack beeinflusst – und eine zusätzliche Verpackung überflüssig. Aktuell gäbe es nicht genug Maschinen, um das Interesse zu bedienen. Durch das neue Labeling seien allein im letzten Jahr zwei Millionen Kunststoffverpackungen eingespart worden.

Eosta B.V.
Halle 3.2., Stand D-06
Kontakt: Michaël Wilde
T: +31 62053 5063
michael@eosta.com

Logistics Hub
LogoSchnell und frisch ans Ziel

Wie sich die Luftfracht in Zukunft entwickeln wird, diskutierten heute Experten im „Logistica Hub“.
Franco Nanna von Cargolux sprach sich für eine stärkere Kooperation zwischen den Playern aus, um neuen Herausforderungen wie dem wachsenden Online-Handel zu begegnen.
Laut Natasha Solana von Kuehne + Nagel ist das Transportvolumen verderblicher Waren zwischen den Jahren 2010 und 2016 um 26 Prozent gestiegen. Für Obst und Gemüse lag der Anstieg bei 16 Prozent. In Zukunft erwartet sie vor allem aus China ein größeres Transportvolumen.
Um mehr frische Waren auf dem schnellen Luftweg zu transportieren, bedürfe es einer guten Infrastruktur, damit die Kühlkette auch beim Umladen auf LKW nicht unterbrochen wird.

Kuehne & Nagel
Halle 25, Stand C-18
Kontakt: Natasha Solano
T: +3127825981
natasha.solano@kuehne-nagel.com

Tech Stage
LogoHohe Wirksamkeit bei der Stressbewältigung
Durch den Klimawandel wird die Frage, wie Pflanzen Stress bewältigen, immer relevanter. INTERMAG hat ein Mittel gegen Stress entwickelt: CEO Hubert Kardasz stellte heute auf der „Tech Stage“ das Silizium-Biostimulans OPTYSIL vor. Die wasserlösliche Version „OPTYSIL ULTRA“ hat laut Hersteller die höchste Konzentration an Silizium am Markt. OPTYSIL soll biotische und abiotische Belastungen im Gartenbau und auf Ackerkulturen mildern. Studien bestätigten eine hohe Wirksamkeit bei der Stressbewältigung, da das Biostimulans die Toleranz der Pflanzen gegenüber periodischem Wassermangel und anderen ungünstigen Witterungs- und Bodenverhältnissen verbessere. Ein weiterer Vorzug: Pro Hektar benötige man nur 250 Gramm.

INTERMAG sp. z o.o.
Halle B/CityCube, Stand D-19
Kontakt: Hubert Kardasz
T: +48 326455900
intermag@intermag.eu


Video des Tages

Fruit Logistica Daily Video des Tages
Bergfest bei der FRUIT LOGISTICA: Drei Aussteller ziehen eine erste Bilanz. Warum sie von Anfang an dabei sind, auf der Messe Weltneuheiten präsentieren – und im nächsten Jahr mit Sicherheit wiederkommen werden.


Quelle: Messe Berlin GmbH - 8. Februar 2018

Veröffentlichungsdatum: 09.02.2018

Schlagwörter

Nachhaltigkeit, Fokus, Fruit Logistica