Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Frisches Obst und Gemüse in der Zukunft – was wird sich ändern?

22. November 2018

Während sich Umweltfragen und Ressourcenmangel immer stärker auf unsere Nahrung auswirken, entsteht die Frage, wie die Zukunft der Ernährung aussehen könnte. Frisches Obst und Gemüse gelten als gesunde Lebensmittel mit ihren zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen, doch durch Treibhausgase, lange Transportwege und umweltschädliche Verpackung werden sie schnell zum Klimafeind. Dabei können frisches Obst und Gemüse auch umweltfreundlich angebaut, transportiert und verkauft werden, wie ein Blick auf mögliche Zukunftsszenarien und den Status quo zeigt.

Bildquelle: Peak Ace
Bildquelle: Peak Ace 

Urban Farming

Beim Urban Farming geht es darum, die Flächen innerhalb einer Stadt klug zum Anbau von Obst und Gemüse zu nutzen. Dabei könnte wie beim Urban Gardening oder Guerilla Gardening in bestehenden Parks und Gärten Obst und Gemüse angebaut werden, welches von der Gemeinschaft gepflegt und genutzt wird. Auch vorhandene Balkone und Dachterrassen bieten sich für das Urban Gardening an und könnten Gewächshäuser beherbergen.

Vertical Farming

Ähnlich funktioniert das sogenannte Vertical Farming. Dabei sollen auf den verschiedenen Ebenen in mehrstöckigen Gebäuden ganzjährig Lebensmittel angebaut werden, die durch einen in sich geschlossenen Wasserkreislauf versorgt werden. Energie soll durch klimafreundliche Ressourcen wie Solarzellen auf den Dächern gewonnen werden. Zudem könnten die Farmen durch Methan-Biogasanlagen selbst Energie erzeugen. 

Algen

Algen werden vorrangig im asiatischen Raum verzehrt. Diese Gewächse liefern sehr viel Eiweiß sowie Vitamine und sind massenhaft in den Weltmeeren vorhanden. Zudem sind sie gleich nach der Ernte verzehrfähig und benötigen keine langen Transportwege, da sie aus nahegelegenen Meeren geerntet und transportiert werden können. In Dänemark wird dieses Gemüse bereits seit 2012 angebaut und die Verkaufszahlen steigen. 

Rolle der Digitalisierung beim Fruchthandel

Neben perspektivischen Entwicklungen beim Anbau und der Wahl von Obst und Gemüse spielt zudem die Digitalisierung eine wichtige Rolle beim Erzeugen von Lebensmitteln. Längst ist es möglich Nahrung über das Internet zu bestellen, doch im Falle von Früchten sträuben sich viele Verbraucher gegen eine Onlinebestellung. Dies liegt zum einen daran, dass die Haptik und das Aussehen des jeweiligen Obstes oder Gemüses wichtig sind und zum anderen, weil durch die zahlreichen individuellen Transporte während der Lieferung nach Hause noch mehr umweltschädliches CO² freigesetzt wird. 

Bei der Produktion dagegen erweist sich die Digitalisierung als hilfreich: So ist eine präzisere Düngung durch satellitengesteuerte landwirtschaftliche Maschinen möglich. Diese sollen wiederum miteinander kommunizieren können, um ihre Daten abzugleichen. Auch viele weitere technische Hilfsmittel ermöglichen den Anbau von Früchten sehr viel umweltfreundlicher zu gestalten, da die Bedürfnisse und Anforderungen genauer erfüllt werden können.

Was Verbraucher machen können

Auch der Verbraucher hat Möglichkeiten sich beim Erwerb von Lebensmitteln klimafreundlich zu zeigen. Dabei gilt es vor allem auf regionale Produkte zu setzen, die bestenfalls ökologisch und nachhaltig angebaut wurden und keine langen Transportwege hinter sich haben. Auch der weitestgehende Verzicht auf Tiefkühlprodukte, die eine energieintensive Lagerung benötigen, ist empfehlenswert. Ein weiteres Problem ist der Verpackungsmüll. Dies lässt sich umgehen, indem vor allem loses Obst und Gemüse gekauft wird, welches in mitgebrachte und wiederverwendbare Tragetaschen eingepackt wird.

Wie es mit der Ernährung bis 2030 weitergehen könnte, zeigt diesem Grafik (Link).

Quelle: Peak Ace

Veröffentlichungsdatum: 22.11.2018

Schlagwörter

Obst und Gemüse, Zukunft