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Frankreich: Neonikotinoidverbot in Kraft getreten

08. Oktober 2018

In Frankreich ist am 01.09.2018 ein Anwendungsverbot für Clothianidin, Imidacloprid, Thiamethoxam, Thiacloprid und Acetamiprid und damit für sämtliche in der Europäischen Union zugelassene neonikotinoide Pflanzenschutzmittel-wirkstoffe in Kraft getreten. 

Bildquelle: Shutterstock.com Neonikotinoid
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Die Maßnahme sei, so die französische Regierung, notwendig, um den massiven Verlusten bei wildlebenden Bestäuberinsekten und Bienenvölkern entgegen-zuwirken. Die Neonikotinoide könnten „in vielen Situationen“ durch Alternativen wie etwa biologische Schädlingsbekämpfung ersetzt werden. Ausnahmereglungen soll es nach dem Willen der Regierung nur für Anwendungen auf der Basis des Wirkstoffs Acetamiprid geben.

Paris kündigte indes an, im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Erzeuger auch die Wirkstoffe Sulfoxaflor und Flupyradifuron zu verbieten. Brüssel sei bereits über diese Maßnahme informiert worden, hieß es. Beide Wirkstoffe gelten als mögliche Alternativen zu Neonikotinoiden und gehören chemisch gesehen zu anderen Gruppen, der Wirkmechanismus ist aber mit dem der Neonikotinoide identisch.

Produkte mit dem Wirkstoff Sulfoxaflor hatten im vergangen Oktober in Frankreich die Zulassung erhalten; diese war aber bereits im November vom Verwaltungsgericht in Nizza wieder ausgesetzt worden. Flupyradifuron ist noch in keinem Mitgliedstaat zugelassen; entsprechende Verfahren laufen aber in mehreren Ländern, darunter auch Deutschland.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell 9/2018
 

Veröffentlichungsdatum: 08.10.2018

Schlagwörter

Frankreich, Neonikotinoide, Verbot