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Frankreich begrenzt kommerzielle Werbeaktionen in Verkaufsstellen zur Verhinderung von Wertverlust

22. Februar 2019

Seit 1. Januar ist die „Verordnung über den Verkauf mit Verlust und die Veranstaltung von Werbung für Lebensmittelprodukte“ (Ordonnance du 12 décembre 2018 relative au relèvement du seuil de revente à perte et à l’encadrement des promotions pour les denrées et certains produits alimentaires) in Frankreich in Kraft getreten, die unter anderem die Werbung für Lebensmittelprodukte in Verkaufsstellen regelt, um den Wertverlust dieser Produkte zu verhindern.


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Dem Französischen Landwirtschaftsministerium zufolge hat das Wettrennen der Werbeaktionen für Lebensmittelprodukte in den letzten Jahren noch weiter zugenommen, von 14% des Volumens 2000 auf 20% 2016. Zudem zerstören Werbeaktionen den Wert, ohne den Akteuren (Erzeugern, Verarbeitern, Logikern, Vertrieben …) Mehrwert zu bringen, was zudem dazu führt, dass der Kunden für das Verhältnis eines fairen Preises von Landwirtschaftsprodukten den Bezug verliert.

„Schließlich kauft der Verbraucher nicht notwendig die Produkte, die er braucht, und außerdem erzeugen diese Werbeaktionen eine bedeutende Menge an Abfall, was den positiven Effekt niedriger Preise bei weitem übersteigt.“

Folglich sieht die Verordnung für zwei Jahre und versuchsweise vor, dass die Werbungen für Lebensmittelprodukte 34% des Einkaufspreises für den Verbraucher nicht übersteigen dürfen, womit Angebote der Art „2 für den Preis von 1“ untersagt werden. Allerdings wird der Erwerb von „3 Produkten für den Kauf von 2“ erlaubt sein. Zudem wird das Gesamtvolumen an Werbung auf 25% des jährlichen Kaufvolumens der Marke begrenzt sein.

Diese Maßnahme dient als Aufschluss gebendes Dispositiv, um die Auswirkungen auf den Agrarlebensmittelsektor zu bewerten, so die Informationen von dem Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung von Frankreich, die FEPEX gesammelt hat.
 

Quelle: FEPEX 

 

Veröffentlichungsdatum: 22.02.2019

Schlagwörter

Frankreich, Verordnung über den Verkauf, Lebensmittelprodukte, Verlust, Werbung