Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Frankfurt: Als Besonderheit stellte Italien gelegte Rote Kiwis bereit

12. Dezember 2019

Rotgefärbte Äpfel befanden sich in der Nikolauswoche im Mittelpunkt des Interesses. Italienische Red Delicious und spanische Story ließen sich daher flott platzieren, heisst es im aktuellen Marktbericht KW 49 / 19 des Bundesanstalts für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Bildquelle: Shutterstock.com Zespri Kiwi neu rot und gruen
Bildquelle: Shutterstock.com

Insgesamt fächerte sich die Warenpalette weiter auf, denn aus der Bodenseeregion stießen weitere Varietäten zum Sortiment hinzu. Vorherrschend blieben indes Elstar, Jonagold und Boskoop aus Deutschland. Italien beteiligte sich vorrangig mit Granny Smith und Golden Delicious. Aus Frankreich stammten hauptsächlich Granny Smith und Jazz. Niederländische Elstar und Boskoop rundeten das Geschehen ab. Polnische Zuflüsse trafen speziell in Berlin ein. Die Umstellung auf Partien aus CA-Lagern ist bereits in Gange und so tendierten die Preise mancherorts aufwärts. Auch der vermehrte Zugriff auf rote Artikel führte hier und da zu Verteuerungen.

Birnen
Die Verkaufsmöglichkeiten begrenzten sich augenscheinlich, denn in der Adventszeit orientieren sich die Kunden traditionell eher zu den Zitrusfrüchten als zu den Birnen. Also war es nicht schlimm, dass sich die Versorgung etwas reduzierte. Die Nachfrage konnte dennoch ohne Probleme befriedigt werden. Italien gab mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ den Ton an. Deutschland spielte mit Alexander Lucas nur eine Nebenrolle. Niederländische Gute Luise und Conference ergänzten ebenso wie belgische Conference. Eine unaufgeregte Unterbringung kennzeichnete die Woche. Die Notierungen veränderten sich kaum. Bloß punktuell konnten die Händler ihre Forderungen für einheimische Produkte mengeninduziert anheben.

Tafeltrauben
Die Relevanz der italienischen Chargen schränkte sich ein: Italia und Crimson Seedless hatten nur noch in München eine größere Bedeutung. Derweil gewannen brasilianische und peruanische Importe an Wichtigkeit. Brasilien schickte dabei viele verschiedene Varietäten, während Peru vorrangig diverse IFG-Sorten sendete. Aus Ecuador tauchten nur spärliche Zugänge auf. Türkische Sultana waren vor allem in München und Frankfurt präsent. Französische Muscat d´Hombourg waren selten und in Berlin mit 4,- € je kg recht teuer. Spanische Red Globe kosteten in Frankfurt 13,- € je 7-kg-Karton. Die europäischen Abladungen verringerten sich insgesamt, während sich die Zuströme aus Übersee leicht ausdehnten. Dementsprechend entwickelten sich die Notierungen, die für die europäischen Früchte anstiegen. Selbst ein wegen des kalten Wetters entschleunigter Umschlag führte in Hamburg nicht zu Vergünstigungen.

Orangen
Bei den Blondorangen dominierten spanische Navelina vor italienischen Navel das Geschehen. Salustiana aus Spanien sowie Navelina aus Griechenland ergänzten die Vermarktung. Erste türkische Washington Navel tauchten in 14-kg- und 12-kg-Steigen auf. Bei den Blutorangen gesellten sich inzwischen Tarocco zu den schon etablierten Moro. Ihre Qualität überzeugte meist, auch wenn das Fleisch mancherorts noch zu hell war. In Frankfurt sollte man für erste Tarocco 2,55 bis 3,- € je kg bezahlen. Die Nikolauswoche steigerte den Absatz, denn die Kunden griffen intensiver zu als zuvor. Infolge der verstärkten Verfügbarkeit konnten Verteuerungen aber nur sehr selten etabliert werden. Stattdessen gewährten die Verkäufer ab und an Vergünstigungen, um die Bestände möglichst gering zu halten.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Spanische Clementinen, meist Clemenules, bildeten die Basis des Angebotes. Italienische Artikel ergänzten. Bei den Satsumas und Mandarinen gab es nur noch türkische Importe, die aber insgesamt nur einen kleinen Teil der Warenpalette ausmachten. Nikolaus beflügelte die Abwicklung und je näher Weihnachten rückt, desto mehr wird sich die Nachfrage wohl intensivieren. Die Versorgung genügte, um den freundlichen Bedarf zu decken. Da die Güte oftmals überzeugte, veränderten sich die Preise veränderten nur sehr selten.

Zitronen
Spanische Anlieferungen dominierten augenscheinlich vor türkischen Zuströmen. Importe aus Zypern tauchten ausschließlich in Berlin auf. Die Versorgung begrenzte sich zwar ein wenig, reichte aber aus, um das Interesse zu stillen. Hinsichtlich der Notierungen waren keine gravierenden Bewegungen zu erkennen. Hier und da konnten die Vertreiber ihre Forderungen infolge einer beschleunigten Unterbringung leicht erhöhen, was den anschließenden Verkauf aber kaum beeinträchtigte.

Bananen
In der Nikolauswoche begrenzte sich die Nachfrage offensichtlich. Die Händler hatten darauf aber vorausschauend reagiert und die Bereitstellung reduziert. So ließen sich sowohl Überhänge als auch Vergünstigungen in der Regel vermeiden. In München gelang dies nicht immer, hier sanken die Notierungen daher ab. In Köln verbilligten sich zum Teil die Zweitmarken, während die Erstmarke dank einer unaufgeregten Abwicklung konstant bewertet blieb. Da der Bedarf nicht vollends gedeckt werden konnte, kam es in Hamburg zu Verteuerungen. In Frankfurt befanden sich die Zweitmarken im Mittelpunkt der Geschäfte.

Tomaten
Wie zuvor waren viele Länder am Sortiment beteiligt. Allen voran gab es spanische und belgische Chargen, doch auch die niederländischen und türkischen spielten eine gewichtige Rolle. Italien und Marokko hatten derweil eher ergänzenden Charakter. Deutsche Produkte rundeten die Warenpalette mit geringen Mengen ab. Die Verfügbarkeit begrenzte sich zwar, reichte in der Regel aber aus, um den Bedarf zu decken. In Frankfurt zogen dennoch die Notierungen des gesamten Sortimentes an: Einstandsbedingte Verteuerungen wurden hier an die Kunden weitergegeben. In Hamburg stiegen die Notierungen der qualitativ überzeugenden Rispenofferten an. Hier verlief die Abwicklung von Kirschtomaten eher schleppend. In Köln ließen sich infolge einer zu langsamen Unterbringung Bestände nicht durchgängig vermeiden. Konditionell abbauende Produkte konnten dort kaum noch umgeschlagen werden.

Gemüsepaprika
Spanische Früchte dominierten vor türkischen. Rote marokkanische Spitzpaprika ergänzten zu 8,- bis 10,- € je 4,5 kg das Angebot. Es war eine recht ereignisarme Woche zu beobachten. Der Umschlag verlief unspektakulär. Punktuell etablierte sich infolge divergierender Kaliber eine weite Preisspanne bei den vorherrschenden spanischen Chargen. In Hamburg verteuerten sich gelbe und grüne spanische Artikel leicht. Ansonsten verharrten die Notierungen auf bisherigem Niveau.


Weitere Informationen

Frankfurt
Als Besonderheit stellte Italien gelegte Rote Kiwis zu 29,- bis 30,- € je 3 kg bereit. Erste gelbe Produkte in 5,2-kg-Kartons kosteten 27,- €. Der gestiegene vorweihnachtliche Bedarf an Erdbeeren wurde hauptsächlich mit niederländischen Abladungen gedeckt. Zur Angebotserweiterung trafen 500-gChargen aus Griechenland ein. Ägypten verlor an Bedeutung und versuchte mit reduzierten Forderungen Marktanteile zurückzugewinnen. Der Abverkauf von Maronen, Walnüssen und Erdnüssen hatte noch Steigerungspotential. Die Vermarktung von weißem Spargel aus Peru startete mit preiswerten Sonderaktionen. Das Interesse an Lauchzwiebeln befriedigten fast ausschließlich Importe aus Ägypten. Grünkohl und Rosenkohl räumten diese Woche flott. Südeuropäische Importe an Brokkoli, Kohlrabi, Rucola, Petersilie und Dill blieben auf hohem Niveau bewertet. Neu am Platz waren türkische Zufuhren an Dill, Minze, Spinat und Rucola zu etwas niedrigeren Bewertungen.

Hamburg
Süßkirschen aus Chile, Santina, in der Größe 30 mm+ kosteten 17,- € je kg. Für saftige Grapefruits aus Florida mit divergierenden Kalibern wurden bis zu 31,- € je 16-kg-Verpackung verlangt. Französische Walnüsse der Sorte Grenoble in verschiedenen Größen schlug man zu 3,70 bis 4,- € je kg um. Das Interesse an spanischen Auberginen und Zucchini ging etwas zurück, wodurch weitere Vergünstigungen erforderlich wurden. Durch die kalte Jahreszeit stieg der Absatz von deutschem Grünkohl.

Köln
Zu knapp 6,- € je kg waren selbst spärliche Mengen von Erdbeeren kaum unterzubringen. Auch das sich weiter ausdehnende Angebot an Kakis überstieg meist den Bedarf. Buschbohnen aus Ägypten und Spitzkohl aus Portugal erweiterten das Gemüsesortiment. Ebenfalls gesichtet wurden zum Ende der Woche Radieschen und Brokkoli aus Italien.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 49/ 19
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 12.12.2019

Schlagwörter

Rotgefärbt, Apfel, Nikolauswoche, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin