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Fortschritt in der Spinatzüchtung - Weniger Oxalsäure möglich

13. Februar 2017

Spinat gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Gemüsearten. Und sein gesundheitlicher Wert ist unbestritten. Hohe Gehalte an Beta-Carotin, Lutein, Folat, Vitamin C, Kalzium, Eisen, Kalium und Phosphor sind seine Stärken. Aber das Gemüse enthält auch hohe Gehalte an Oxalsäure.

Bildquelle: Shutterstock.com Spinat
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Auch wenn die Rolle von Oxalsäure im Organismus noch nicht endgültig geklärt ist, scheint sie eine Rolle bei der Bildung von Nierensteinen zu spielen und die Aufnahme anderer Mineralstoffe zu verringern, wie das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) berichtet.

Wissenschaftler des Agricultural Research Service in Salinas, Kalifornien, analysierten den Oxalsäuregehalt in 310 Spinatsorten. Die Konzentration an Oxalsäure lag zwischen 647,2 und 1286,9 mg/100 g Frischgewicht. Diese großen Unterschiede deuten darauf hin, dass die Bildung von Oxalsyäure ein komplexer Vorgang ist, der von mehreren Genen beeinflusst wird. Unter den untersuchten Sorten waren acht mit Gehalten unter 780 mg/100 g Frischgewicht. Diese könnten als Ausgangsmaterial für die Züchtung Oxalsäure armer Sorten dienen. Allerdings erwarten die Wissenschaftler keine schnellen Erfolge, weil sie bisher noch kein für die Oxalsäurebildung eindeutiges Gen identifizieren konnten.

Weitere Informationen:  agresearchmag.ars.usda.gov

Quelle: Renate Kessen, BZfE - www.bzfe.de 

Veröffentlichungsdatum: 13.02.2017

Schlagwörter

Spinat, Züchtung, Oxalsäure, Anbau