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Finnen kaufen finnische Produkte - Ganzjährig Gurken

18. September 2017

Finnland erzielt trotz kurzem Sommer einen erstaunlich hohen Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln, wie der Landwirtschaftlicher Informationsdienst Lid berichtet. Besonders erstaunlich ist der hohe Eigenversorgungsgrad beim Gemüse, der teuer erkauft werden muss.

Finnlands Selbstversorgungsgrad liegt bei über 80 Prozent. Foto © Finnish Glashouse Growers' Association
Finnlands Selbstversorgungsgrad liegt bei über 80 Prozent. Foto © Finnish Glashouse Growers' Association

Gurken stammen zu 78 Prozent aus Finnland und werden ganzjährig in Gewächshäusern produziert. Genauso wie Tomaten, die auf einen 57-Prozent-Anteil kommen. Bei beiden Kulturen ist der Anbau nur mit künstlichem Licht unter hohem Energieaufwand möglich. Die finnischen Gurken sind im Winter logischerweise mehr als doppelt so teuer wie solche aus Spanien oder Holland. Die Finnen kaufen trotzdem die eigenen, weil sie überzeugt sind, dass die Qualität besser ist. Die PR-Abteilungen der Anbauverbände haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet.

Die Eigenversorgung mit Lebensmitteln ist politisch gewollt und wird auch finanziell gefördert. Zudem wird eine Qualitätsstrategie gefahren. Das Land brüstet sich gerne mit seinen im internationalen Vergleich hohen Tierhaltungsvorschriften und dem tiefen Pestizidverbrauch. Die Bevölkerung trägt die Strategie mit, in dem sie ziemlich konsequent finnische Lebensmittel kauft, die mit einem speziellen Herkunfts- und Qualitätslabel gekennzeichnet sind.

Quelle: Lid.ch

Veröffentlichungsdatum: 18.09.2017

Schlagwörter

Finnland, Produkte, Gurken, Selbstversorgungsgrad, Lebensmitteln