Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

FAO - Vielfalt auch bei Obst und Gemüse feiern

06. März 2019

Für die meisten deutschen Supermärkte qualifiziert sich aus der Form geratenes Gemüse nicht für die Regale. Es landet öfter im Müll als nicht. Aber für Nicole Klaski, eine Wegbereiterin im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung, ist es etwas wunderbares und wertvolles.

Photo: ©FAO/Gregory Beals@FAO/Andrea DeRuggieri
Nicole Klaski, Founder of THE GOOD FOOD, finds a heart-shaped potato while going through discarded produce at a local farm. Last year the farm had to abandon roughly half of its potato harvest. Photo: ©FAO/Gregory Beals@FAO/Andrea DeRuggieri

Vor zwei Jahren gründete Klaski den ersten deutschen Supermarkt, der aus der Form geratenes Gemüse von den Feldern sammelt und es in die Regale bringt, damit es die Leute kaufen. „Stell dir vor, jeder auf der Erde würde haargenau gleich aussehen. Das wäre langweilig“, sagt sie. „Dasselbe gilt für Gemüse. Wir sollten seine Vielfalt feiern.“

Deutschland wirft jedes Jahr grob 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weg und Klaski ist entschlossen, etwas dagegen zu tun. Also gründete sie vor zwei Jahren The Good Food, ein Supermarkt, der sich dem Kampf gegen Lebensmittelverschwendung widmet. Jede Woche gehen Klaski und ein paar Freiwillige raus, um landwirtschaftliche Betriebe zu besuchen und Erzeugnisse zu retten, die als zu unförmig oder zu klein von großen Supermarktketten zurückgewiesen werden würden.

Photo: ©FAO/Gregory Beals Photo: ©FAO/Gregory Beals
THE GOOD FOOD volunteers work well into the late hours of the evening bringing in fresh produce. Meanwhile customers continue to shop. Photo: ©FAO/Gregory Beals

Neben dem Sammeln von Gemüse von den Feldern sammelt die Gruppe auch Lebensmittel ein, die sich ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum in lokalen Supermärkten nähern, von denen es oft reichlich zu retten gibt. Die Waren werden dann in ihrem Kölner Laden zu dem Preis verkauft, welchen die Kunden auch immer für fair halten.

Aus dieser positiven Bewegung entwickelt sich eine ganze Gemeinde gegen Lebensmittelverschwendung!

Der Eisladen weiter unten in der Straße nutzt Bananen von The Good Food. Das indonesische Restaurant um die Ecke kocht Speisen mit vergessenen Produkten, die von den Feldern um Köln gesammelt wurden. Heinrich Hannen, dem der Lammertzhof in Kaarst gehört, lieferte von Anfang an Gemüse an den Laden. Er glaubt, dass solche Bemühungen nur eine kleine Kerbe in dem Kampf gegen die globale Lebensmittelverschwendung sind, aber so fangen alle großen Ideen an. „Wenn du die Welt verändern möchtest, muss du bei dir selbst anfangen“, sagt er.

Photo: ©FAO/Gregory Beals
35-year-old Nicole Klaski is the founder of THE GOOD FOOD, a Cologne-based organization that seeks to combat food waste by working with farmers to take food that is deemed too ugly to sell by major supermarket chains. Photo: ©FAO/Gregory Beals

Der Grund für Lebensmittelverluste und -abfall in Ländern mit mittleren und hohen Einkommen hängt oft mit dem Verbraucherverhalten sowie dem Mangel an Koordination zwischen verschiedenen Akteuren in der Lieferkette zusammen. #ZeroHunger future.

Website FAO - Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen: SAVE FOOD: Global Initiative on Food Loss and Waste Reduction
Link: Eckpunkte der neuen Strategie gegen Lebensmittelverschwendung

Quelle: FAO

Veröffentlichungsdatum: 06.03.2019

Schlagwörter

FAO, Vielfalt, Obst und Gemüse