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FAO und Partner intensivieren Bemühungen im Kampf gegen Bananenkrankheit

10. Oktober 2019

Die Food and Agriculture Organization der United Nations (FAO UN) hat ein Nothilfeprojekt unter ihrem Technical Cooperation Programme gestartet, um Ländern in Lateinamerika und der Karibik zu helfen, die Ausbreitung von Fusarium-Welke zu bekämpfen, eine Pilzkrankheit an Pflanzen, die Bananenerträge vernichten kann, von denen der Lebensunterhalt von Millionen Menschen abhängt.

Lernen, wie die Krankheit in Ecuador erkannt werden kann. Foto © FAO/Jose Saavedra
Lernen, wie die Krankheit in Ecuador erkannt werden kann. Foto © FAO/Jose Saavedra

Die Bananen-Fusarium-Welkekrankheit, die durch den jüngsten Stamm (Tropical Race 4, TR4) des Pilzes Fusarium oxysporum f.sp. cubense verursacht wird, wirkt sich negativ auf die Produktion vieler Sorten Bananen und Kochbananen aus, einschließlich Cavendish, eine der weltweit populärsten Sorten auf dem Markt.

TR4 wurde vor kurzem erstmals in Lateinamerika und der Karibik in Kolumbien entdeckt, wo 175 ha Bananenfarmen nun von dem Instituto Colombiano Agropecuario (ICA) unter Quarantäne gestellt wurden. Wenn sich die Krankheit ausbreitet, hätte sie verheerende Auswirkungen für Erzeuger und ihre Familien in der Region.

„Dieser Ertrag hat nationale wirtschaftliche Bedeutung, da er ein großer Export ist. Zusammen können wird die Ausbreitung dieser verheerenden Krankheit eindämmen und die Lebensgrundlagen schützen“, sagte der FAO stellvertretende Generaldirektor und Regionalvertreter für Lateinamerika und die Karibik, Julio Berdegué.

Begrenzung der Ausbreitung der Krankheit

Die FAO hat technische Hilfe für die betroffenen Länder angeboten, um die Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen. Auf internationaler Ebene baut die FAO ein globales Netzwerk bezüglich TR4 unter dem World Banana Forum auf, eine Plattform mit vielen Beteiligten des Bananensektors, die die Organisation unterstützt. Das Netzwerk wird helfen, Handlungen zu koordinieren und technische Beratung von spezialisierten Körpern zu geben, darunter die TR4 Task Force des Forums. Zudem gibt es die International Plant Protection Convention (IPPC), die auch vor kurzem einen Workshop in Kolumbien für Landwirtschaftsexperten aus 16 lateinamerikanischen Ländern über Pflanzengesundheit einberief, einschließlich bester Praktiken, um die Ausbreitung der Fusarium-Welke zu verhindern.

Zudem sagt die FAO, dass die Bedrohung die Erzeuger und den Privatsektor ermutigen könnte, sich von dem Monoertragsanbau weg und hin zu mehr biodiversen Pflanzensystemen zu bewegen, die einige der über 1.000 anderen Bananensorten nutzen. Die Cavendish-Bananensorte macht rund 47% der globalen Produktion aus. Diversifikation, Bodengesundheit und bessere Nutzung der verfügbaren genetischen Ressourcen sind wichtig, um langfristig Bestandskraft gegen die Krankheit zu bilden.

Quelle: FAO - www.fao.org

Veröffentlichungsdatum: 10.10.2019

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