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FAO entwickelt Pflanzenschutzaktionsplan: Verbreitung von Schädlingen und Krankheiten durch Seecontainer

01. September 2016

Ölkatastrophen erregen viel öffentliche Aufmerksamkeit und Angst, aber „biologische Katastrophen“ stellen eine größere langzeitige Bedrohung dar und haben nicht das gleiche hohe öffentliche Profil. Die United Nations Organization for Food and Agriculture (FAO) warnte, dass die Lieferung mit Containern ein Weg ist, um landwirtschaftliche Schädlinge zu verbreiten, wie Quellen dieser Organisation sagten.

Bildquelle: Shutterstock.com Fruchtfliege
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Die FAO sprach dieses Thema am 17. August als Teil einer Debatte während der International Plant Protection Convention (IPPC, Internationale Pflanzenschutzkonvention) über die Risiken von Schädlingen in Seecontainern an, die Herausforderungen des globalisierten Handels.

Aus diesem Grund kamen die Nationen der Welt vor sechs Jahrzehnten zusammen, um die International Plant Protection Convention (IPPC) als Mittel zu gründen, um bei der Bewältigung der Ausbreitung von Pflanzenschädlingen und Krankheiten über die Grenzen durch den internationalen Handel zu helfen und die Erzeuger, Förster, Biovielfalt, Umwelt und Verbraucher zu schützten. Craig Fedchock, Koordinator des auf die FAO gestützten IPPC-Sekretariats, sagte: „Obstfliegen, Käfer, Pilze und ihre Verwandten reduzieren die globalen Ernteerträge um 20% bis 40%.“

Handel als Überträger, Container als Transportmittel++Invasive Arten kommen in neuen Habitaten durch verschiedene Kanäle an, aber die Schifffahrt ist der Hauptkanal. Seecontainer bedeuten heute: global werden jedes Jahr 527 Millionen Seecontainerreisen gemacht. Es ist nicht nur die Fracht, sondern die Stahlvorrichtungen selbst können als Überträger für die Ausbreitung von exotischen Arten dienen.

Einen Pflanzenschutzaktionsplan entwickeln++Letztes Jahr nahm die Kommission für Pflanzenschutzmaßnahmen eine Empfehlung an, die nationale Pflanzenschutzorganisationen ermuntert, die Risiken zu erkennen und zu kommunizieren, die Seecontainer darstellen, und die Umsetzung der zugehörigen Teile des UN Code of Practice for Packing of Cargo Transport Unites (CTU Code, Verhaltenskodex der UN für die Verpackung von Frachttransporteinheiten), ein nicht-gesetzliches Industrierichtlinienbuch, zu unterstützen.

Dies würde den Beteiligten ermöglichen, ein System einzuführen, um diese Probleme anzugehen, ohne die Bremsen an die Räder des Handels zu legen – die durch automatische Kräne repräsentiert werden, die Container in rund 20 Sekunden an einem mittelgroßen Hafen wie Hamburg, der ein Viertel der Menge von Shanghai abfertigt, ab- oder aufladen können.

Wenngleich zusätzliche Zeit erforderlich ist, entwickelt sich ein breiter Konsens darüber, dass die Risiken bedeutend genug sind, um Handlungen zu garantieren.

Die Beteiligten haben einige Zeit, um diese freiwilligen sanften Maßnahmen, eine weiter verbreitete Nutzung bester Praktiken und eine emsigere Einführung der bestehenden Verfahren umzusetzen. In Abhängigkeit von dem Erfolg dieser Bemühungen wird die Kommission die mögliche Entwicklung eines internationalen Standards in der Zukunft wieder aufgreifen. 

Veröffentlichungsdatum: 01.09.2016

Schlagwörter

FAO, Pflanzenschutz, Aktionsplan, Schädlingen, Krankheiten, Seecontainer