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EU-Regelungen behindern biologischen Ertragsschutz

05. Dezember 2019

Ertragsschutzmittel müssen nachhaltiger werden. Die EU und die Niederländische Regierung stimmen somit bei der Bevorzugung biologischer Mittel überein, die auf Basis von Mikroorganismen und Insekten arbeiten. Allerdings kommen als ein Resultat der EU-Regelungen weniger nachhaltige Mittel basierend auf Mikroorganismen auf den Markt.

Bildquelle: Shutterstock.com Bio
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Neue Untersuchungen von der Wageningen University & Research (WUR) und anderen Instituten ergeben, dass EU-Regelungen es unnötig teuer, mühsam und zeitaufwendig machen, neue biologische Ertragsschutzmittel zuzulassen. Dies stellt eine Hürde für die rasche, grüne Umstellung der Landwirtschaft dar. Die Ergebnisse dieser Studie wurden in dem wissenschaftlichen Journal BioControl veröffentlicht.

Die Studie, die nun veröffentlicht wurde, die von Jürgen Köhl (WUR), Kees Booij (WUR), Rogier Kolnaar (Linge Agroconsultancy B.V.) und Willem Ravensberg (Koppert Biological Systems) durchgeführt wurde, konzentriert sich auf die Relevanz von bestimmten EU-Bedingungen für die Zulassung von biologischen Ertragsschutzmitteln. Eine wichtige Schlussfolgerung ist, dass die Anforderungen für solche Mittel in einer großen Zahl der Fälle übermäßig streng sind. Folglich kann es aktuell bis zu fünf Jahre dauern, um ein biologisches Pestizid zuzulassen.

Schnellere, günstigere Zulassung

Jürgen Köhl (WUR), der Hauptforscher, kommentierte: „In beiden Publikationen beweisen wir wissenschaftlich, dass biologische Mittel anders als chemische Schutzmittel bewertet werden. Das ist so, weil dies aktuell nicht passiert. Infolgedessen hinkt die Verfügbarkeit nachhaltiger Schutzmittel hinterher. Um konkrete Schritte zu nachhaltiger Landwirtschaft zu ergreifen, müssen biologische Mittel schneller und günstiger zugelassen werden.“

Eine Umstellung auf biologischen Schutz wird der Qualität des Oberflächenwassers und der Biovielfalt nützen.

Quelle: Wageningen University & Research (WUR)

Veröffentlichungsdatum: 05.12.2019

Schlagwörter

EU, Regelungen, behindern, Biologisch, Ertragsschutz, Studie