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EU-Kommission rät Unternehmen zur Vorbereitung auf einen Brexit ohne Vertrag

14. März 2019

Die Europäische Kommission fordert Unternehmen auf, sich im Hinblick auf Zoll und Steuern auf einen ungeordneten Austritt Großbritanniens (GB) aus der Europäischen Union (EU) vorzubereiten. Das Risiko für einen Brexit ohne Vertrag („no-deal Brexit“ oder „hard Brexit“) wird immer größer, da der Austrittstermin am 29. März naht. Am Dienstag hat zudem das Britische Parlament erneut gegen die mit der EU ausgehandelten Vereinbarungen gestimmt.

Bildquelle: Shutterstock.comBrexit
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Bei einem Austritt von GB ohne Vertrag fällt der Handel zwischen GB und anderen Ländern ab 30. März unter die allgemeinen Regeln der Welthandelsorganisation (WTO). Von der EU geschlossene Freihandelsabkommen mit Drittstaaten gelten für GB dann auch nicht mehr, sofern es keine eigenen bilateralen Vereinbarungen trifft.

Die EU-Kommission hat eine Liste mit Schritten für Unternehmer veröffentlicht, um insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen zu sensibilisieren und auf die Situation vorzubereiten, sofern GB Teil ihrer Handelskette ist. Sie sollten für die Fortsetzung der geschäftlichen Beziehungen mit GB überlegen, ob sie über die erforderlichen technischen und personellen Fähigkeiten verfügen, um mit Zollvorschriften und -verfahren umzugehen, das Einholen verschiedener Genehmigungen und Zollunterlagen prüfen, sich an die nationalen Behörden wenden, um zu erfahren, welche weiteren Maßnahmen sie treffen können.

Die EU hat eine Reihe von Informationen für Unternehmer zur Verfügung gestellt, die einen Überblick über die zu ergreifenden Maßnahmen geben und in allen EU-Sprachen verfügbar sind.

Diese finden Sie hier: https://ec.europa.eu/taxation_customs/uk_withdrawal_de

Darunter befindet sich auch eine fünfstufige Checkliste pdf.

Zudem gibt die Britische Regierung regelmäßig Informationen für Unternehmen zur Vorbereitung bezüglich des Austritts, die hier zu finden sind.  

Quelle: Europäische Kommission

Veröffentlichungsdatum: 14.03.2019

Schlagwörter

EU-Kommission, Unternehmen, Vorbereitung, Brexit, Vertrag