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EU-Bioverordnung: Agrarminister einigen sich auf Kompromiss

17. Juni 2015

Der lettische Ratsvorsitz erhielt für seinen Vorschlag zur Reform der EU-Bioverordnung auf dem Agrarrat in Luxemburg eine qualifizierte Mehrheit, die im Herbst noch mit dem Europaparlament verhandelt werden muss. Vereinzelt auftretende Rückstände von verbotenen Pflanzenschutzmitteln in Bioprodukten bestimmten erneut die Schlussdebatte im EU-Agrarrat. Die qualifizierte Mehrheit von EU-Mitgliedsstaaten lehnt Grenzwerte ab, heißt es in einer Meldung von aiz.info, das Agrarisches Informationszentrum. Auch im Fall von Spuren von verbotenen Substanzen soll dies nicht automatisch zu einer Aberkennung der Bioqualität führen. Stattdessen sollen die Kontrollstellen zunächst prüfen, wie der Eintrag möglich war. Es bleibt im Kompromisstext bei Kontrollen der Biobetriebe, die bei geringen Risiken auf alle drei Jahre ausgedünnt werden dürfen.
 

EU

Für Bundesminister Andrä Rupprechter ist die Neuregelung ein wichtiger Schritt, um die Zukunft der biologischen Landwirtschaft abzusichern. "Das ist eine Bio- Zukunftsverordnung. Die Einigung auf eine praktikable Regelung war dringend notwendig, da die Bäuerinnen und Bauern bereits stark verunsichert waren. Jetzt sind verlässliche Rahmenbedingungen garantiert", betonte der Minister.

Außerdem wurde im Schlusstext ergänzt, dass bei Importen von Bioerzeugnissen aus Entwicklungsländern auf produktspezifische und regionale Besonderheiten eingegangen werden soll, um die Einfuhren nicht zu behindern. Belgien, die Tschechische Republik und die Slowakei stimmten gegen den Kompromiss, weil sie dem Konsumenten eine Rückstandsfreiheit garantieren möchten. Auch Dänemark und Bulgarien lehnten den Vorschlag ab. Italien sorgte für eine Zusatzerklärung, nach der an höchst möglichen Garantien für die Verbraucher gearbeitet werden soll.

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Quelle: aiz.info

Veröffentlichungsdatum: 17.06.2015

Schlagwörter

EU, Bioverordnung, Agrarminister, Kompromiss