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EU: Biosektor auf dem Vormarsch – Nachfrage nach biologischen Tropenfrüchten und Nüssen bedeutend

01. April 2019

Zwischen 2010-17 gab es einen enormen Anstieg der Fläche von Anbauland in der EU, das der biologischen Landwirtschaft gewidmet ist, während die Importe auch eine wichtige Rolle erfüllen, teilte der Marktbericht über biologische Landwirtschaft in der EU und über die Bioimporte mit.

Bildquelle: Shutterstock.com Tropisch
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Der Gesamtanteil an EU-Anbauland für die Bioproduktion stand bei 7%, ein Anstieg von 70% seit 2009. Das spiegelt die Größe des EU-Marktes wider, wobei es 2017 fast 34,3 Milliarden EUR an Einzelhandelsverkäufen biologischer Produkte gab. Dieses Wachstum des inländischen Konsums wird durch einen robusten Importsektor ergänzt, wobei die Nachfrage nach der Versorgung mit biologischen Tropenfrüchten und Nüssen besonders bedeutend ist.

Eine treibende Kraft für dieses Wachstum war die relativ hohe Preisprämie, die mit biologischen Waren erzielt werden kann, wobei Bioprodukte bis zu 150% teurer als vergleichbare konventionell erzeugte Waren vermarktet werden.

Trotzdem ist der Ertrag auf den meisten Biofarmen kleiner als bei ihren konventionellen Pendants, mit Erträgen von nur 40% gegenüber 85% für nichtbiologische Farmen. Diese Ertragsunterschiede sind nicht einheitlich, da Sektoren wie Biomilch Mengen erzeugen, die mit dem nichtbiologischen Durchschnitt mehr übereinstimmen. Bezeichnenderweise hatten effiziente biologische Anbaupraktiken einen bedeutenden Einfluss auf den erzielten Ertrag. Das deutet darauf hin, dass Forschung und Innovation eine bedeutsame Auswirkung auf den Biosektor haben werden.

Insgesamt gab es 2016 250.000 Biofarmen in der EU und die Gesamtzahl an Biofarmen hat zugenommen.

Der Import von Biolebensmitteln in die EU belief sich 2018 auf 3,4 Millionen Tonnen. Dabei ist China der größte Lieferant mit mehr als 415.000 Tonnen an Produkten, die auf den europäischen Markt geliefert wurden, was 12,7% des Gesamtmarktes ausmacht. Allerdings hatten Ecuador, die Dominikanische Republik, die Ukraine und die Türkei alle bedeutende Marktanteile. Die vorrangigen Waren, die importiert wurden, waren Tropenfrüchte und Nüsse, Getreide und Ölkuchen.

Der Marktbericht sagt, dass der Markt für Bioprodukte noch nicht reif ist und dass weiteres Wachstum erwartet werden kann. Um den erwarteten Anstieg der Nachfrage zu erfüllen, wird mit Wachstum sowohl in der inländischen Produktion als auch bei der Menge der Importe gerechnet, die auf den europäischen Markt kommen.

Quelle: EU-Kommission
 

Veröffentlichungsdatum: 01.04.2019

Schlagwörter

EU, Biosektor, Vormarsch, Nachfrage, Bio, Tropenfrüchten, Nüssen