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EU-Ausblick: Verbraucher bevorzugen Beeren zunehmend gegenüber Äpfeln

02. Februar 2018

Der europäische Konsum von Äpfeln wird in den kommenden Jahren weiter abnehmen, aber weniger als zuvor. Der Gesamtobstkonsum nimmt infolge des steigenden Interesses an trendigen Produkten, wie tropischen Früchten und Beeren, nicht weiter ab. Dies sagt eine Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission vorher.

Bildquelle: Shutterstock.com Beeren
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Der Bericht „EU-Landwirtschaftsausblick“ (EU agricultural outlook) präsentiert den Ausblick für die wichtigsten Landwirtschaftswarenmärkte der EU und für die Landwirtschaftseinnahmen bis 2030. Es wird erwartet, dass spezielle Erträge wie Obst und Gemüse ihre jüngsten Trends der Stagnation oder leichten Abnahme des Konsums und wachsender Exporte weiter fortsetzen.

Es gibt Anzeichen in dem Obst- und Gemüsesektor, dass Werbekampagnen und das EU-Schulobstprogramm anfangen, Wirkungen zu zeigen, was zu einem Stopp des sinkenden Konsumtrends führt. Allerdings wird dies für den Apfelkonsum nicht bestätigt. Mit gestiegenen EU-Lebensstandards scheinen die Verbraucher mehr im Trend liegende Produkte wie tropische Früchte oder Beeren zu bevorzugen.

Hier eine Zusammenfassung des Ausblicks für Äpfel und Tomaten:

Die EU erzeugte 2016/17 mehr als 12 Millionen Tonnen Äpfel. Vier Mitgliedsstaaten sind für mehr als 70% dieser Produktion verantwortlich (Polen, Italien, Frankreich und Deutschland).

Eine weitere Modernisierung des Apfelsektors wird höhere Erträge bringen, da alte Plantagen teilweise durch Neupflanzungen ersetzt werden, es gibt neue Produktionsmethoden, verbesserte Krankheitsresistenz und Schädlingskontrolle. Es wird erwartet, dass die steigenden Erträge in Kombination mit einer Abnahme der Produktionsflächen zu einer Stabilisierung der Apfelproduktion führen.

Für die EU-Produktion wird eine Stabilisierung bei rund 12,5 Millionen Tonnen Äpfeln pro Jahr bis 2030 vorhergesehen. Obwohl erwartet wird, dass der durchschnittliche Ertrag 2030 17% höher als der durchschnittliche Ertrag in der letzten Dekade sein wird, wird der Einfluss auf die Produktion in einem hohen Maße durch einen Rückgang der Fläche (-0,7% pro Jahr bis 2030) ausgeglichen.

Der Konsum von Frischäpfeln soll sich stabilisieren, während der von verarbeiteten Äpfeln wahrscheinlich etwas abnehmen wird. Allerdings werden höhere Exporte diesen Rückgang aufwiegen.

Tomaten

Die EU-Produktion von Frischtomaten wird den Erwartungen zufolge relativ stabil bleiben, trotz zunehmender Erträge bedingt durch längere Produktionssaisons. Allerdings wird der Produktionswert wahrscheinlich weiter stiegen, da eine größere Produktsegmentierung Mehrwert bringt.

Der Konsum von Frischtomaten sollte etwas abnehmen. Demgegenüber wird erwartet, dass der Konsum von verarbeiteten Tomaten marginal steigt, bedingt durch eine höhere Nachfrage als Zutat und für Lebensmittelprodukte, die auf einen mediterranen Lebensstil ausgerichtet sind.

Quelle: EC

Veröffentlichungsdatum: 02.02.2018

Schlagwörter

EU, Studie, Ausblick, Verbraucher, Beeren, Äpfeln