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Einheimische Cripps Pink konnten in Frankfurt schnell platziert werden

01. März 2019

Wie in den Vorwochen dominierte Deutschland mit Elstar, Jonagold und Boskoop. Italien schickte hauptsächlich Granny Smith und Golden Delicious; in Hamburg tauchten Envy auf, die in der Größe 75/80 mm 1,50 € je kg kosteten. Neue einheimische Cripps Pink konnten in Frankfurt zu 1,25 bis 1,35 € je kg schnell platziert werden. Dies geht aus dem "BLE-Marktbericht KW 08 / 19" hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Frankreich sendete insbesondere Jazz und Pink Lady, welche jedoch teuer waren und daher lediglich verhalten beachtet wurden, was ab und an in Vergünstigungen mündete. Die Notierungen niederländischer Boskoop zogen derweil punktuell an. Oftmals deckten die Abladungen völlig den Bedarf, sodass die Vertreiber nur selten an der Preisschraube drehen mussten, sofern die Qualität der Artikel überzeugte. Also verharrten die Bewertungen in der Regel auf dem Niveau der 07. KW. Hier und da schwankten sie leicht, immer in Abhängigkeit von Verfügbarkeit und Interesse.

Birnen
Noch herrschte Italien mit Abate Fetel und Santa Maria vor, Südafrika verkürzte den Abstand aber mit einer Ausweitung der Zufuhren. So gesellten sich zu den bereits etablierten Williams Christ und Rosemarie, deren Bedeutung merklich anstieg, inzwischen Cheeky. Obwohl sich diese in München hinsichtlich Ausfärbung und Kaliber recht homogen präsentierten, verhinderten ihre hohen Bewertungen eine flotte Abwicklung; erst mit gewährten Vergünstigungen gelang es den Vertreibern, die Vermarktung anzukurbeln. Das europäische Sortiment wurde durch niederländische und belgische Conference sowie durch einheimische Alexander Lucas und Xenia abgerundet. Zudem traten spärlich türkische Santa Maria auf. Die Notierungen bestätigten meist ihr bisheriges Level. Mengenbedingt konnten die Verkäufer indes auch ihre Forderungen für die europäischen Früchte, deren Saison allmählich endet, anheben.

Orangen
Bei den Blondorangen dominierten spanische Navelina die Szenerie, ihre Wichtigkeit nahm aber augenscheinlich ab. Dafür wuchsen die Abladungen von Navel, Navelate und Lane Late aus Spanien stark an. Auch die Importe aus Ägypten, Valencia Late, dehnten sich immens aus. Türkische Washington Navel sowie spanische Salustiana ergänzten die Warenpalette, die von Navel aus Italien, Marokko und Griechenland komplettiert wurde. Im Segment der Blutorangen bestimmten italienische Moro und Tarocco den Handel; spanische Sanguinelli und Cara Cara spielten nur eine kleine Rolle. Ansprechend ausgefärbte Tarocco sollten in Berlin maximal 2,50 € je kg kosten. Die Nachfrage konnte in beiden Sektoren ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Die Bewertungen blieben oftmals konstant, lediglich hier und da auftauchende Offerten mit konditionellen Schwächen aufgrund zu langer Lagerung musste man vergünstigt abgeben. In Frankfurt sanken die Preise zunächst, eher sie ab Donnerstag dank einer intensivierten Unterbringung wieder ein wenig anzogen.

Zitronen
Spanien dominierte, die Türkei komplettierte die Warenpalette. Die Versorgung schränkte sich summa summarum ein. Die Notierungen entwickelten sich unterschiedlich: Vereinzelt zogen sie an, was auf den begrenzten Abladungen beruhte. Vielfach flachten sie jedoch ab, was auf einem verminderten Zuspruch gründete. Zudem litten einige Offerten unter konditionellen Schwächen. Und auch die warme Witterung wirkte sich meist überall auf die Unterbringung aus, die sich merklich entschleunigte.

Bananen
Die Händler verzeichneten zum einen wie gewohnt eine zwar unaufgeregte, aber kontinuierliche Nachfrage. Da das Angebot mit dieser in der Regel genügend korrelierte und damit die Reifereien hinlänglich entlastet wurden, verharrten die Bewertungen auf einem stabilen Niveau. Zum anderen hatte sich das Interesse durchaus verstärkt. Für die Vertreiber ergaben sich dadurch häufig Spielräume für ein leichtes Anheben ihrer Forderungen: teils für das gesamte Sortiment, teils nur für die Zweitund Drittmarken. Örtlich stiegen bloß die Notierungen der Drittmarken aus Costa Rica ein wenig an. Ein punktuell zum Wochenende hin verdichteter Verkauf hatten keine Verteuerungen zur Folge. Lokal war eine angewachsene Präferenz der Drittmarken zu erkennen, die auf einer Preissensibilität der Kunden basierte.

Blumenkohl
Frankreich prägte augenscheinlich vor Italien die Szenerie, in der Spanien sowie Belgien nur vereinzelt auftraten. Die Güte ließ sehr selten Wünsche offen. Die Verfügbarkeit dehnte sich nicht aus, eher begrenzte sie sich, dennoch zeigten die Notierungen in der Mehrzahl einen abwärts gerichteten Trend. Ein wegen des milden Wetters eingeschränkter Bedarf und zu kleine Köpfe waren dafür die Ursache. Lediglich Berlin berichtete von konstanten Bewertungen; ansprechende französische Chargen wurden dort zu 9,- € je 6er-Aufmachung flott abgewickelt.

Salat
Belgien und Italien dominerten bei Kopfsalat. Teure französische Abladungen komplettierten. Die Niederlande tauchten nur in Berlin auf. Die Notierungen bröckelten ab, was auf einem verkleinerten Interesse beruhte. In Hamburg versuchten die Vertreiber, mit Vergünstigungen bei den italienischen Erzeugnissen den Umschlag zu beschleunigen, was indes nicht durchgängig gelang. Die Preise von alleinig vorrätigem spanischem Eissalat zogen oftmals an. Eine örtlich verringerte Versorgung oder eine verbesserte Nachfrage waren hierfür die Gründe. Bloß in München, wo Bestandsware die Vermarktung beeinträchtigte, kam es zu mengeninduzierten Verbilligungen. Bei den Bunten Salaten tendierten die Forderungen nach unten, was auf einer verminderten Qualität oder auf Rückläufer aus dem LEH basierte. Die italienischen und französischen Produkte wurden anschließend flotter untergebracht. Die Bewertungen von italienischen Endivien veränderten sich nicht wesentlich. Bei Feldsalat aus dem Inland und Belgien mussten die Vertreiber ihre Aufrufe nach unten korrigieren, wenn eine Räumung glücken sollte.

Gurken
Die Anlieferungen von Schlangengurken verdichteten sich und das Sortiment fächerte sich auf: Neue einheimische Offerten waren in München sehr teuer und wurden von den Kunden eher links liegengelassen. In Berlin trafen sie zu umfangreich ein und mussten daher sukzessive Vergünstigungen hinnehmen. Erste Chargen aus der Region Papenburg werden für die 09. KW in Hamburg erwartet. Frankreich baute seine Präsenz aus und auch die Niederlande und Belgien traten intensiver in Erscheinung. Dagegen schränkte sich die Bedeutung der tonangebenden spanischen und ergänzenden griechischen Partien ein. In Frankfurt häuften sich die verschiedenen Aufmachungsarten, denn neben 12er-Kartons konnte inzwischen auf 24er- und 36-Steigen zugegriffen werden. Infolge der vermehrten Verfügbarkeit fielen die Notierungen vielfach ab. Minigurken hatten ihren Ursprung meist in der Türkei und in den Niederlanden; spanische und marokkanische Artikel waren spärlich vorhanden. Bei einem mitunter freundlichen Zuspruch bewegten sich die Bewertungen in ihrem gewohnten Rahmen.

Tomaten
Runde Tomaten kamen am ehesten aus Spanien, Marokko und der Türkei, Kirschtomaten vorrangig aus Italien und Spanien. Rispenware stammte überwiegend aus Spanien, den Niederlanden und Belgien. Bei den Fleischtomaten dominierte Spanien vor Belgien und Marokko. Zudem rundeten einige tunesische und griechische Abladungen das Angebot ab. Die Versorgung wuchs an, mal dehnten sich die spanischen Zuströme aus, mal waren es die niederländischen oder belgischen. Die Nachfrage hielt damit nicht Schritt. Also sanken die Preise, obwohl sich der Bedarf durch das frühlingshafte Wetter punktuell durchaus vergrößert hatte. Vergünstigungen waren an der Tagesordnung und nur wenige Varietäten konnten sich diesen entziehen. In Köln warf der Karneval seine Schatten voraus: Selbst begrenzte Anlieferungen genügten vollends, um das Interesse zu stillen. In Berlin setzten üppig zugeflossene türkische und marokkanische Früchte die spanischen und niederländischen unter Druck, die sich daraufhin merklich verbilligten.

Gemüsepaprika
Spanien prägte das Geschehen, welches von der Türkei ergänzt und von Marokko komplettiert wurde. Die Bereitstellung schränkte sich etwas ein, reichte aber aus, um alle Kundenwünsche zu erfüllen. Die Bewertungen veränderten sich in der Regel nicht wesentlich. Natürlich gab es hier und da Schwankungen, die jedoch in ihrem üblichen Rahmen blieben. In Frankfurt verkaufte man am Freitag türkische Produkte in 400-g-Beuteln zu Sonderpreisen, um Bestände zu vermeiden. In Berlin kosteten die Chargen aus der Türkei mitunter nur 12,- € je 6-kg-Karton. In München verbilligten sich grüne Kultivare aus der Türkei. Mit ersten niederländischen Ankünften wird in Hamburg in Kürze gerechnet.


Weitere Informationen
Frankfurt
Italienische grüne Kiwis vergünstigten sich infolge einer schwachen Nachfrage. Goldkiwis fanden eine freundliche Beachtung und kosteten so viel wie zuvor. Zu üppige Zuströme von südamerikanischen Heidelbeeren ließen die Bewertungen abbröckeln. Die Notierungen von Stangenbohnen schossen durch die Decke: Mehr als 6,- € je kg wurden aufgerufen. Aber auch Buschbohnen waren mit 4,75 bis 5,75 € je kg nicht gerade billig. Rosenkohl und Grünkohl generierten weniger Beachtung, dafür verbesserte sich die Unterbringung von Chinakohl. Aufgrund hoch angesetzter Eingangsforderungen bei italienischen Erbsen wich man verstärkt auf marokkanische Zufuhren aus. Weiße italienische Hybridrettiche waren knapp und trotz niedrigem Stückgewicht sehr teuer. Deutscher Rhabarber konnte als Industrieware zu 2,80 € je kg oder als Premiumerzeugnis zu 4,85 € je kg geordert werden. Das schöne Wetter belebte das Geschäft mit Spargel: Da noch keine europäischen Treibhausofferten vorhanden waren, griff man zu der peruanischen Ernte.
Hamburg
Die Notierungen von geschmacklich ansprechenden israelischen Pitahayas kletterten aufwärts. Für nächste Woche werden Datteln aus Namibia erwartet. Schalenreine deutsche Haushaltszwiebeln sowie spanische Gemüsezwiebeln konnte man flott abwickeln. Die Bewertungen von Schneidebohnen aus Marokko verfestigten sich deutlich auf bis zu 28,- € je 4-kg-Kollo. Die Saison von niederländischem Spargel startete: Weiße Stangen in Größe AA sollten 17,- € und violette 12,50 € je kg kosten. Für Artikel der Klasse II mussten 7,50 bis 8,50 € je kg bezahlt werden.
München
Die Zuflüsse von Erdbeeren aus Italien und Spanien intensivierten sich wieder. Diese präsentierten sich besser ausgefärbt, jedoch waren noch partieweise Unterschiede zu erkennen, was sich auf die Notierungen niederschlug. Chilenische Kulturheidelbeeren traten in bedarfsgerechten Mengen auf; ein freundliches Interesse stabilisierte deren Bewertungen. Infolge knapper Anlieferungen hoben die Händler ihre Aufrufe für mittelamerikanische Ananas an. Marokkanische und ägyptische Bohnen wurden auf einem sehr hohen Preisniveau angeboten und die Beachtung nahm augenscheinlich ab. Zucchini, Auberginen sowie Brokkoli vergünstigten sich ein wenig. Dill und Petersilie blieben teuer. Ergänzend wurden Koriander und Minze aus Spanien zugeführt.
Berlin
Kaum kletterten die Temperaturen in frühlingshafte Regionen, steigerte sich die Nachfrage nach Erdbeeren merklich. Ansprechende griechische und spanische Früchte in 250-g-Schälchen kosteten rund 3,- €, wobei sich letztere hinsichtlich ihrer organoleptischen Eigenschaften vereinzelt uneinheitlich zeigten. Zum Wochenende hin waren die Zuströme dann deutlich zu umfangreich und daraus resultierende Konditionsprobleme ließen die Notierungen abbröckeln. An manchen Ständen fand man chilenische Heidelbeeren, die zu 1,- € je 125-g-Schälchen flott verkauft wurden. Die aus Brasilien oder Peru eingeflogenen Mangos begeisterten weiterhin; sie räumten dank einer an den Unterbringungsmöglichkeiten angepassten Verfügbarkeit wieder zu 30,- bis 37,- € je 9er-Aufmachung.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 08 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 01.03.2019

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BLE, Marktbericht, einheimisch, Cripps Pink, Frankfurt