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Duale Systeme legen zusätzliche Prüfung durch Wirtschaftsprüfer offen - Systembetreiber eröffnen neues Kapitel der Transparenz

08. September 2017

Woher kommt die für das Jahr 2016 erneut große Differenz zwischen den Mengenmeldungen der dualen Systeme an ihre Clearingstelle und an das DIHK-Register der Vollständigkeitserklärungen (VE-Register) von rund 90.000 Tonnen LVP (VE Statistik DIHK, Zwischenbilanz für das Berichtsjahr 2016), die eine finanzielle Lücke im Gesamtsystem von etwa 60 Millionen Euro hinterlassen hat?

Grüne Punkt Gepresste Ballen Verbundstoffe © Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH
Foto © Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH

Um diese Frage zu beantworten, gehen der Grüne Punkt, BellandVision, Interseroh und Reclay in die Transparenzoffensive und werden ihre Anteile offenlegen. Die Daten des Grünen Punkts liegen bereits vor: Die Abweichung beträgt für Leichtverpackungen (LVP) lediglich 322 Tonnen. Das entspricht nicht einmal einem halben Prozent an der Gesamtmenge von 89.448 Tonnen.

Logo„Diese Zahlen zeigen zwei Dinge deutlich: Der Grüne Punkt arbeitet sauber und die Dimension des Problems ist gewaltig“, betont Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts. „Denn wenn der Grüne Punkt als Anbieter mit dem größten Marktanteil für einen derart geringen Teil der Abweichung verantwortlich ist, wie groß muss der Anteil dann bei manch anderem Marktteilnehmer sein?“ Selbstverständlich wird der Grüne Punkt seine geringen Abweichungen im Rahmen der nächsten Nachmeldemöglichkeit melden und den daraus resultierenden Kostenanteil tragen.

BellandVision, Interseroh und Reclay haben die entsprechende Prüfung ebenfalls beauftragt und bestätigen schon jetzt, dass ihre Abweichungen ähnlich gering sind.

„Die großen Differenzen zwischen den Mengen der Clearingstelle und denen des Registers der Vollständigkeitserklärungen lassen nur den Schluss zu, dass einige Systeme sowohl die LAGA M37 als auch die VerpackV nicht befolgen, und zwar auf Kosten der ehrlichen Marktteilnehmer“, so Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer Interseroh. Dabei ist genau geregelt, nach welchen Kriterien die Mengen zu melden sind: Die Mitteilung 37 der Bund-/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA M37) legt fest, wie die Verpackungsverordnung (VerpackV) in diesem Punkt zu verstehen ist. Abzüge etwa wegen Verderb sind nur unter ganz bestimmten, sehr eng gefassten Voraussetzungen möglich; Kürzungen bei beteiligungspflichtigen Verkaufsverpackungen durch deren Einstufung als Transport- oder Gewerbeverpackungen sind überhaupt nicht mit der VerpackV vereinbar.

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Quelle: Der Grüne Punkt

Veröffentlichungsdatum: 08.09.2017

Schlagwörter

Duale Systeme, Transparenz