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DRV: Obst, Gemüse und Gartenbau: Negative Witterungseinflüsse

22. Februar 2017

„Das Bilanzjahr war von einschneidenden Preisrückgängen bei pflanzlichen und tierischen Agrarrohstoffen, bei landwirtschaftlichen Betriebsmitteln sowie Mineralölprodukten gekennzeichnet," so DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers. 

Foto DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers (li) bei der Pressekonferenz am 21. Februar 2017.
DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers (li) bei der Pressekonferenz am 21. Februar 2017.

Ehlers: "Wir haben ein schwieriges Jahr gemeistert!"

Die 2.186 genossenschaftlichen Mitgliedsunternehmen des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) melden in der Summe einen Umsatzrückgang um 4,8 Prozent auf 58,8 Mrd. Euro“, erläutert DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers vor Journalisten. Gravierend waren die Veränderungen in der Warenwirtschaft (-6,4%), Milchwirtschaft (-4,8%) und bei den Agrargenossenschaften (-10%). Ein leichtes, exportbedingtes Plus um 2,5 Prozent meldet die genossenschaftliche Vieh- und Fleischwirtschaft.

Das Geschäftsergebnis bestätigt die Abhängigkeit des deutschen Agribusiness von internationalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen. 

Obst, Gemüse und Gartenbau: Negative Witterungseinflüsse

Die 85 Unternehmen der genossenschaftlichen Obst-, Gemüse- und Gartenbauwirtschaft erzielten ein leichtes Plus mit einem Jahresumsatz von 3,4 Mrd. Euro. Einen gelungenen Start hatte die Apfel-Vermarktungssaison. Die Erwartungen der deutschen Erzeugerorganisationen für den weiteren Geschäftsverlauf sind daher positiv. Das zeigte sich auch Anfang Februar 2017 bei der Fruit Logistica. Anlässlich des 25-jährigen Messejubiläums hatte die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) das offizielle Partnerland-Projekt übernommen. Finanziell unterstützt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft brachten die BVEO-Mitgliedsunternehmen den Fachbesuchern aus aller Welt die Vielfalt und Qualität deutscher Erzeugnisse nahe. Das Engagement stand unter dem Slogan „Germany – Your Garden.“

Abhängigkeit von internationalen Einflüssen steigt

Die Perspektiven für das Agribusiness bleiben insgesamt getrübt. Geopolitische Unsicherheiten, eine geschwächte Europäischen Gemeinschaft, fortwährende Handelsblockaden und gesellschaftspolitische Diskussionen stellen die Zukunft der Branche in Frage. „Unsere Genossenschaften und ihre Mitglieder sehen die notwendige Planungssicherheit gefährdet und den Rückhalt in der Gesellschaft schwinden“, so Dr. Ehlers.

„Für eine erfolgversprechende Wachstumsstrategie müssen wir weitere zahlungskräftige Drittlandmärkte für unsere hochgradig veredelten und Know-how-intensiven Produkte erschließen“, fordert der Hauptgeschäftsführer. Damit werden Abhängigkeiten, Preisschwankungen und Risiken abgefedert. Die größten Probleme bei der Marktöffnung sind knappe Ressourcen in den Unternehmen, volatile Märkte und vor allem nicht-tarifäre Handelshemmnisse. Die Genossenschaften fordern verlässliche politische Rahmenbedingungen, eine branchengerechte Exportförderung und den Abbau von Handelsblockaden. Der DRV drängt auf die enge Zusammenarbeit von Politik, Administration und Wirtschaft. Sie muss ergebnisorientiert weiter ausgebaut werden.

Veröffentlichungsdatum: 22.02.2017

Schlagwörter

Obst, gemüse, Gartenbau, DRV, Jahr