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Dimethoat: Absenkung der RHG für Kirschen

07. August 2019

Seit 2016 hat Frankreich jährlich ein Notfalldekret erlassen, das den Import von Kirschen aus Ländern (EU-Mitgliedstaaten und Drittländern) verbietet, in denen die Verwendung von Dimethoat (Insektizid) für die Behandlung von Kirschen zugelassen ist. Gleichzeitig erfolgte ein Verwendungsverbot von Dimethoat bei Kirschen im eigenen Land.

Bildquelle: Shutterstock.com Kirschen
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Frankreich hatte die EU-Kommission schon länger aufgefordert, diese Maßnahme auf die gesamte EU auszuweiten, so der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV). Die gesundheitlichen Bedenken wurden zwischenzeitlich von der EU-Kommission anerkannt und die Nichterneuerung der EU-Genehmigung von Dimethoat mit der VO 2019/1090 von Ende Juni 2019 umgesetzt. Demnach enden die Aufbrauchfristen für die Anwendung bei Kirschen am 17. Juli 2019, für alle anderen Kulturen erst ein Jahr später am 17. Juli 2020.Schon Mitte Juli 2019 wurde dann auch ein VO-Entwurf zur Absenkung der Rückstandshöchstgehalte (RHG) bei der WTO notifiziert.

Ausgehend von dem üblichen Zeitplan auf EU-Ebene könnten die neuen RHG (0,01 mg/kg) ab ca. August/September 2020 ohne eine sogenannte Übergangsregelungen gültig werden. Damit ist die EU-Kommission letztendlich doch den Forderungen aus Frankreich gefolgt.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell  7/2019

Veröffentlichungsdatum: 07.08.2019

Schlagwörter

Dimethoat, Absenkung, RHG, Kirschen