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Die Schweiz trinkt immer weniger, aber teureren Saft

15. Juli 2019

In den letzten zehn Jahren ist die Nachfrage nach Frucht- und Gemüsegetränken im Schweizer Detailhandel von 172 Mio. Liter (2009) um 18 % auf 142 Mio. Liter (2018) zurückgegangen. Die Detailhandelsumsätze stiegen hingegen leicht von 373 Mio. CHF auf 388 Mio. CHF oder 349.81 Mio. EUR an, wie aus dem neuen Marktbericht Früchte und Gemüse Mai/Juni 2019 des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) hervorgeht.

Bildquelle: Shutterstock.com Juice
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Ein wesentlicher Grund für die gegenläufige Entwicklung ist, dass insbesondere die eher kostengünstigen Standardgetränke wie Orangen-, Apfel- oder Mulitvitaminsaft weniger nachgefragt wurden, wohingegen zunehmend höherpreisige Spezialgetränke wie Kokosnuss gekauft wurden.

In der vorliegenden Analyse wurden Detailhandels- und Konsumpaneldaten von Nielsen der Jahre 2009 bis 2018 betrachtet. Über die gesamte Periode waren die meistgekauften Sorten Blondorange, Apfel und Multifrucht. Diese drei Sorten machten 2018 einen Anteil von 70 % am gesamten Fruchtgetränkemarkt aus. Seit 2009 verlieren diese jedoch laufend an Bedeutung, dies insbesondere zugunsten von Kokos- und Blutorangensäften und der «anderen Sorten». Von ihnen verzeichneten Multifruchtgetränke einen stagnierenden Absatz, und Apfel- und Blondorangengetränke einen deutlichen Absatzrückgang. Der Schweizer Absatz von Blondorangensaft folgt damit dem internationalen Trend (Citrus Industry News/Markestrat). Eine Ausnahme innerhalb der Apfelgetränke sind Apfelschorlen, die im Zehnjahresvergleich einen positiven Nachfrage- und Umsatztrend verzeichneten.

Alternative Sorten auf Wachstumskurs

Der wohl grösste Trend, der sich an den Detailhandelszahlen ablesen lässt, ist die Diversifizierung der Geschmacksrichtungen. Während klassische Fruchtgetränke (inkl. kleinere Gruppen wie Trauben und Grapefruit) sowie Gemüsesäfte grösstenteils fallende oder stagnierende Absätze aufwiesen, hatten weniger bekannte Getränkesorten (Kategorie «Andere Saftgetränke») im Betrachtungszeitraum ein starkes Absatz- und Umsatzplus von 21 % (+ 4.9 Mio. Liter) bzw. 53 % (+40.2 Mio. CHF).

Der Absatz von Kokosnussgetränken hat sich sogar mehr als verdoppelt (+ 1.5 Mio. Liter), und das, obwohl sie mit einem Preis zwischen 8.05 CHF/Liter (2013) und 8.42 CHF/Liter (2017) zu den teuersten Fruchtgetränken gehören.

Weitere Informationen auf die Website: www.blw.admin.ch

Quelle: Marktbericht Bundesamt für Landwirtschaft - BLW

Veröffentlichungsdatum: 15.07.2019

Schlagwörter

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