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Die in der Region Brandenburg zur Verfügung stehende Speiseware ist knapp

08. März 2017

Die Qualität der Restbestände ist oft nicht zufriedenstellend. Der Lagerdruck nimmt zu. Premiumware ist wenig verfügbar. Abpacker müssen zum Teil überregional zukaufen. Für Regionalprogramme zehren die Packer aus eigenen Lagerbeständen vor Ort, die noch bis Ostern reichen sollen.
 

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Die Preise für Speiseware bleiben stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Der Absatz in den Handelsketten verläuft nach wie vor im Rhythmus der Werbeaktionen. Kommende Woche ist vom Handel 10 kg Werbung geplant, welche angesichts der angespannten Versorgungssituation seitens der Packer schwierig zu realisieren ist. Das Niveau der Schälkartoffelpreise ist leicht angezogen.

Mecklenburg - Vorpommern
Hiesige Abpacker können sich nach wie vor problemlos zu stabilen Konditionen aus regionalem Vertragsanbau versorgen. Die Erzeugerpreise liegen weitgehend unverändert auf Vorwochenniveau. Die Qualität der einheimischen Lagerware ist überwiegend gut, der Absatz läuft auf stetigem, zufriedenstellendem Niveau. Die ersten ägyptischen Frühkartoffeln sind im Lebensmitteleinzelhandel platziert worden. In den Discountern werden diese in Kürze ebenfalls erhältlich sein. Die Abpacker zahlen derzeit franko 53.00 EUR/dt im Einkauf für Ägypter. Bei günstiger Witterung werden einige Landwirte kommende Woche mit dem Kartoffelpflanzen beginnen, teils unter Folie. Die Schälkartoffelpreise tendieren knapp über dem Niveau der vergangenen Woche.

Sachsen
Am hiesigen Speisekartoffelmarkt bleibt die Preissituation unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Die Nachfrage ist ruhig, wenn Werbeaktionen laufen, zieht der Absatz etwas an. Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum spielen bislang noch keine Rolle. Das seitens der Erzeuger bereitgestellte Angebot aus der Region ist noch gut ausreichend, um den bestehenden Bedarf zu decken. Die Preise für Schälrohware sind angezogen. Vereinzelt wurden höhere Preise für rohe geschälte Kartoffeln genannt. Die Preise für gedämpfte Ware bleiben stabil auf Vorwochenniveau. Die Vermarktung von Pfanzkartoffeln in einheimischen Gartenfachmärkten hat begonnen.

Sachsen - Anhalt
Lagerhalter hierzulande berichten von verhaltener Nachfrage im Im- und Ausland. Teils passen die Preisvorstellungen im Exportgeschäft nicht. Mitunter zeigen Erzeuger bei gebotenen Preisen wenig Abgabebereitschaft. Die Erzeugerpreise bleiben stabil auf Vorwochenniveau. Packer berichten von zufriedenstellendem Absatz. Noch ist ausreichend heimische Ware in guter Qualität verfügbar. Vereinzelt sind erste ägyptische Frühkartoffeln zumeist lose im Lebensmitteleinzelhandel im Angebot. Erzeuger von Veredlungskartoffeln, Sorte Agria, melden weiterhin gute Nachfrage aus den Niederlanden, Italien und Spanien. Noch sind zurückgehende Preise am Kassamarkt nur wenig zu spüren. Vergangene Woche wurden ab Station Nettopreise von 24 bis 25,7 EUR/dt gezahlt. Die Schälkartoffelpreise sind teils um 3 bis 5 Cent/kg angehoben worden. Rohwarenpreise liegen zwischen 17 und 19 EUR/dt franco.

Thüringen
Die ruhige Lage am Speisekartoffelmarkt hierzulande setzt sich fort. Es wird überwiegend von schwachem Absatz in den Handelsketten berichtet. Wird Aktionsware angeboten, belebt sich der Abverkauf. Die Erzeugerpreise bleiben fest. Noch ist ausreichend qualitativ gute Speiseware verfügbar. Versandhändler berichten jedoch von zunehmend minderwertigen Qualitäten, deren Vermarktung oft nur noch ungewaschen möglich ist. Ägyptische Frühkartoffeln sind bislang noch nicht abgepackt im Angebot. Die Schälkartoffelpreise für rohe Ware sind im Schnitt um 3 EUR/dt angezogen.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 08.03.2017

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