Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Die Erdbeersaison nahm mittlerweile an Fahrt zu

06. April 2017

Die Abladungen aus Spanien, Italien und den Niederlanden dehnten sich immens aus. Erste griechische Offerten traten in Frankfurt in 4-kg-Gebinden auf. Deutsche Ware aus dem Glashaus traf in München ein, womit auch die inländische Kampagne startete; größere Zuflüsse werden in der 14. KW erwartet.

Bildquelle: Shutterstock.com Erdbeeren
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Mit der forcierten Bereitstellung konnte das Interesse nicht Schritt halten. Dieses hatte sich bei frühlingshaften Temperaturen merklich verbessert, dennoch überragte die Versorgung schnell die Unterbringungsmöglichkeiten. In der Folge bröckelten die Kurse, mitunter fielen sie ziemlich rapide ab. Sogar qualitativ einwandfreie Partien musste man punktuell mit drastischen Verbilligungen abgeben. Lediglich in Köln waren exklusive Produkte knapp, sodass hier der Bedarf nicht völlig gedeckt werden konnte.

Äpfel
Deutschland dominierte mit Elstar, Jonagold, Boskoop und Braeburn das Geschehen. Italien schickte speziell Golden Delicious und Granny Smith. Aus Frankreich kamen meist Clubsorten, darunter Pink Lady und Jazz. Andere europäische Länder wie die Niederlande, Belgien oder die Slowakei komplettierten die Warenpalette mit geringen Abladungen. Bei einem zufriedenstellenden Verkauf konnten die Preise für qualitativ ansprechende Partien konstant gehalten werden. Punktuell auftretende Offerten mit Mängeln verbilligten sich indes. Mit dem Eintreffen erster brasilianischer Royal Gala gewannen die Importe aus Übersee an Bedeutung. Dieses Segment führten chilenische Royal Gala an. Insgesamt stießen die Produkte jedoch nur auf wenig Interesse, da ihre Ausfärbung noch nicht überzeugte oder sie schlichtweg zu teuer waren.

Birnen
Die Präsenz der Früchte aus der südlichen Hemisphäre intensivierte sich enorm, allen voran weiteten Packham`s Triumph aus Südafrika und Abate Fetel aus Chile ihre Wichtigkeit aus. Chilenische Flamingo wurden ebenso vermehrt angeliefert. Williams Christ aus Argentinien und Südafrika spielten eine wesentliche Rolle. Mit ersten südafrikanischen Forelle und argentinischen Anjou verbreiterte sich das Angebot. Bei einer freundlichen Nachfrage konnten die Händler ihre Aufrufe ab und an erhöhen, so stiegen in München die Forderungen für chilenische Flamingo und Abate Fetel. In Anbetracht der erstarkten Konkurrenz blieb kaum Platz für die italienischen Abate Fetel und Santa Maria sowie für die niederländischen und belgischen Conference, die summa summarum abrundenden Charakter hatten. Zudem waren ihre Durchmesser oftmals zu klein oder ihre Kondition ließ spürbar nach, sodass sie bloß unzureichende Beachtung generierten. Örtlich konnten Vergünstigungen zwar vermieden werden, da sich die Verfügbarkeit einschränkte, häufig tendierten die Notierungen für die europäischen Chargen aber abwärts.

Kiwis
Italienische Chargen dominierten vor teureren französischen und günstigeren griechischen. Die Verfügbarkeit orientierte sich für gewöhnlich an der Nachfrage. Das Geschäft verlief kontinuierlich und die Bewertungen blieben in der Regel unverändert. Allein in Köln stiegen die Notierungen für italienische Erzeugnisse trotz eines recht ruhigen Handels leicht an.

Orangen
Noch immer flossen die spanischen Früchte reichlich zu: Navelate, Lane Late und Salustiana herrschten vor. Valencia Late aus Ägypten, Salustiana aus Marokko und Washington Navel aus der Türkei rundeten das Sortiment ab. Im Segment der Blutorangen konnte unter anderem auf italienische Tarocco und Moro sowie auf marokkanische Washington Sanguine und spanische Sanguinelli zugegriffen werden. Insgesamt präsentierte sich das Interesse bei frühlingshaften Temperaturen ziemlich verhalten. Den Bedarf konnte man problemlos decken. Die Verkäufer sahen selten Anlass, die bisherigen Forderungen zu modifizieren. Mengeninduziert wurden die Aufrufe sogar punktuell heraufgesetzt.

Zitronen
Das Geschehen ist schnell umrissen: Spanische Primofiori waren fast allein auf weiter Flur; nur in München ergänzten türkischen Lamas. Die Verfügbarkeit orientierte sich an den Unterbringungsmöglichkeiten, weshalb die Kurse für gewöhnlich das Niveau der Vorwoche bestätigten. Bloß im Süden Deutschlands kletterten sie ein wenig aufwärts.

Bananen
Das freundliche Interesse konnte auf sämtlichen Märkten problemlos gestillt werden. Die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich. In Frankfurt verteuerten sich die Zweitmarken und Drittmarken leicht. In München begrenzte sich zwar der Bedarf, dennoch mussten die Kunden für die Erstmarke mehr zahlen als zuvor.

Blumenkohl
Die dominierenden Zufuhren aus Frankreich hatten sich etwas verstärkt, die aus Italien marginal verringert. Vereinzelt tauchten Partien aus Belgien auf. Die Qualität vermochte in der Regel zu überzeugen. Das frühlingshafte Wetter bremste sukzessive die Nachfrage. In der Folge sanken die Preise ab. Oftmals blieben sie jedoch aufgrund genügender Abnahme stabil. Vielfach bewegten sie sich insbesondere ab Donnerstag erstaunlicherweise sogar nach oben.

Salat
Bei Kopfsalat bestimmte fortlaufend Belgien das Marktgeschehen. Daneben waren italienische, französische und spärlich niederländische Produkte verfügbar. Die einheimischen Zugänge verdichteten sich unterdessen ein wenig. Der Absatz schwächelte; die Bereitstellung fiel daher zu groß aus. Die Forderungen mussten für gewöhnlich vermindert werden. Örtlich hingegen konnten sie sich befestigen, was auf einer freundlichen Beachtung basierte. Eissalat stammte wie gehabt allein aus Spanien. Die Anlieferungen ließen sich nicht immer glatt unterbringen. Die Kurse sackten mehrheitlich ein, tendierten bloß manchmal bei besseren Geschäften innerhalb der reduzierten Spannen leicht nach oben. Frankreich beherrschte den Vertrieb von Bunten Salaten. Italien und Belgien komplettierte ihn. Die Bewertungen entwickelten sich je nach Intensität von Angebot und Bedarf teils nach oben, teils verharrten sie auf einem konstanten Level. Zudem trafen vorerst kleine inländische Mengen an 9er-Abpackungen ein, die zu Beginn bis zu 7,50 € erzielten. Zum Wochenende hin wurde die 12er-Steige ab 6,50 € veräußert. Endivien, hauptsächlich aus Italien, waren zwar nur noch eine Randerscheinung, notierten aber nahezu unverändert. Feldsalat kam maßgeblich aus inländischem Freilandanbau. Meistens konnte er mit einer hinlänglichen Güte befriedigend zum Kauf anzureizen, weshalb die Händler ihn verschiedentlich höher aufriefen.

Gurken
Die niederländischen und einheimischen Abladungen gewannen bei Schlangengurken enorm an Bedeutung. Die Zuflüsse aus Belgien stockte man ebenso auf, wenn auch nicht so vehement. Spanien verlor gewaltig an Boden. Griechische Chargen tauchten lediglich in München auf. Die angestiegene Versorgung und die abschüssigen Einstände bewirkten in Anbetracht drohender Überhänge überwiegend sinkende Preise. In Anlehnung an Kaliber oder Herkunft konnten sich diese gelegentlich auf einem recht geradlinigen Niveau halten. Selbst die inländischen Partien vergünstigten sich erkennbar. Das Interesse wuchs daraufhin vielfach an. Bei spanischen Importen beschleunigten währenddem nicht einmal entsprechende Rabatte den Warenumschlag. Minigurken wurden vorrangig aus Deutschland und den Niederlanden sowie ergänzend aus der Türkei zugeführt. Überwiegend strebten sie zu Verbilligungen, die die sehr seltenen Verteuerungen maximal kurzfristig unterbrechen konnten.

Tomaten
Bei Runden Tomaten und Rispentomaten nahm die Relevanz von Spanien ab, die von Mitteleuropa zu. Zudem brachte sich die Türkei verstärkt ein, trat bloß punktuell in den Hintergrund. Der Umfang der marokkanischen Mengen variierte kaum, der der deutschen blieb weiterhin offensichtlich rudimentär. Das Angebot reichte für gewöhnlich aus. Die Nachfrage hatte sich dank der höheren Temperaturen verdichtet. Die Bewertungen konnten daher oftmals auf einem stabilen Level fixiert werden. Örtlich musste man sie jedoch heruntersetzen, da sich durch die ausgedehnte Bereitstellung zusehends ein Verkaufsdruck aufbaute. Die Präsenz von Kirschtomaten intensivierte sich. Das schöne Wetter kurbelte den Vertrieb an. Die Notierungen sackten infolge dessen nur verschiedentlich ab, neigten eher zu einer gewissen Konstanz und tendierten manchmal nach oben. Sogar Sonderaufmachungen, die bis zu 42,- € je 3-kgSteige kosteten, waren relativ schnell vergriffen. Fleischtomaten stammten den Handel prägend aus Belgien, Spanien und der Türkei. Ihre Verfügbarkeit hatte sich, wenn überhaupt, unwesentlich verändert. Wegen der ungenügenden Resonanz, die sie beim Kunden hervorriefen, mussten die Forderungen reduziert werden.

Gemüsepaprika
Die Bedeutung der Anlieferungen aus der Mittelmeerregion verringerte sich, die der Früchte aus den Beneluxstaaten wuchs allmählich bis erkennbar an. Einheimische Produkte waren noch nicht wichtig. Die Versorgung expandierte generell und überragte somit den Bedarf. Qualitätsschwächen zeigten sich speziell bei den Importen aus dem Süden. Die Preisspannen verbreiterten sich. Vergünstigungen konnten kaum umgangen werden. Das galt eigentlich für das ganze Sortiment, dezidiert für gelbe und grüne Kultivare. Türkische Abladungen vermochten sich dieser negativen Entwicklung häufiger vorteilhaft zu entziehen und verteuerten sich ab und an.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten ausschließlich aus Spanien. Sie stießen auf ein hinreichendes Interesse. Trotz einer punktuell sehr üppigen Verfügbarkeit veränderten sich die Notierungen in der Regel nicht wesentlich. Allein in München kletterten sie leicht aufwärts. Haushaltsware kam vorrangig aus dem Inland. Partien aus Österreich und den Niederlanden ergänzten marktweise das Geschäft. Die Qualität überzeugte nicht immer. Dies wirkte sich selbstredend auf die Bewertungen aus. Daneben gerieten aus diesem Grunde auch die Importe aus Neuseeland und Australien, deren Präsenz etwas angewachsen war, verstärkt in den Fokus der Kunden. Die Händler bestätigten meist die bisherigen Forderungen. Örtlich wurden diese erhöht; im Süden Deutschlands beispielsweise für großfallende Produkte aus Österreich. 


Weitere Informationen

Frankfurt
Die Nachfrage nach exklusiven Himbeeren und Heidelbeeren verbesserte sich mit dem sonnigen Wetter. Ananas und Mangos verteuerten sich nochmals gegenüber der Vorwoche. Einheimischer Rhabarber vergünstigte sich auf 1,90 bis 2,40 € je kg. Mittlerweile trafen ansprechende Radieschen aus dem Inland ein; sie kosteten 7,50 bis 11,- € je Kiste mit 15 Bund. Für die ausgedehnten Anlieferungen von deutschem Spinat mussten zwischen 1,80 und 2,50 € je kg gezahlt werden. Die Kurse für spanischen Brokkoli zogen um 45 % an, die des italienischen um ca. 25 %. Die mitteleuropäische Saison von grünen Zucchini startete mit belgischen Offerten zu 6,50 € je 16 Stück. Lose Möhren sowie italienische und spanische Bundmöhren generierten freundliche Beachtung.
Hamburg
Üppige Importe von Melonen von der südlichen Halbkugel verbilligten sich; spanische Chargen werden demnächst erwartet. Ersten Lauch aus der Pfalz schlug man zu 1,- € je kg um. Rosenkohl aus England stieß zu 10,- € je 5-kg-Sack kaum auf Interesse und wurde daher nicht durchgängig disponiert.
Köln
Mangos verteuerten sich spürbar. Fast täglich fester notierte Brokkoli aus Spanien, was die Unterbringungsmöglichkeiten augenscheinlich schmälerte.
München
Die aufgrund des frühlingshaften Wetters verbesserte Nachfrage führte bei Limetten zu gestiegenen Preisen. Bei Ananas waren die eintreffenden Lieferungen weiterhin dosiert; folglich blieben die Kurse hoch. Das Angebot an kleinfruchtigen Zitrusfrüchten wurde nach dem türkischen Saisonende nur noch von israelischen Orri und spanischen Nadorcott bestritten. Aus Spanien kamen größere Partien von Himbeeren und Kulturheidelbeeren, was Vergünstigungen nach sich zog. Die Präsenz von Rhabarber verstärkte sich. Die Bewertungen von Brokkoli wurden mengeninduziert heraufgesetzt.
Berlin
Mit den gestiegenen Temperaturen erwachte das Interesse an Pfirsichen und Nektarinen aus Chile. Die Früchte kosteten zwischen 2,90 und 3,10 € je kg. Im Wochenverlauf wuchs die Verfügbarkeit von spanischen Himbeeren an. Daher konnten die Forderungen nicht mehr auf dem bisherigen Niveau gehalten werden: Sie wurden auf 1,90 bis 2,00 € je 125-g-Schale gesenkt. 
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 13 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 06.04.2017

Schlagwörter

Erdbeeren, BLE, Marktbericht