Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Die Birnen Produktpalette verbreiterte sich bloß minimal

26. September 2019

Sie wurde permanent von den italienischen Abate Fetel und Santa Maria geprägt. Die einheimischen Anlieferungen dehnten sich aus. Vorrangig strömten Williams Christ und Clapps Liebling zu, überdies nennenswert Gute Luise und Alexander Lucas. Kontinuierlich eine gewisse Bedeutung hatten türkische Santa Maria. Inländische und niederländische Gellert spielten nur eine Nebenrolle.

Bildquelle: Shutterstock.com Birne
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Die spanischen und französischen Zufuhren stockten. Man berichtete von einem schwachen bis zu einem freundlichen Interesse, das überwiegend mit der Versorgung harmonierte. Da die Verfügbarkeit jahreszeitbedingt in der Regel noch nicht allzu sehr drängte, brauchten die Vertreiber ihre Forderungen nicht wesentlich zu modifizieren. Gerade Abate Fetel aus dem Süden waren anhaltend teuer; manchmal mussten die Kunden sogar tiefer in die Tasche greifen als in der Vorwoche. Die mitteleuropäischen Zugänge lockten die Abnehmer mit vergleichsweise niedrigen Notierungen. Jedoch waren Alexander Lucas und Conference aus Deutschland zuweilen recht hartschalig und wenig aromatisch.

Tafeltrauben
Insgesamt gesehen herrschten italienische Abladungen vor, obwohl die am stärksten vertretenen Partien die Angebote von Thompson Seedless aus der Türkei waren. Die spanischen Zuflüsse schrumpften mehr als die griechischen. Frankreich schickte hauptsächlich Alphonse Lavallée. Der Handel verlief generell in ruhigen Bahnen. Die Verkaufszahlen verbesserten sich erst zum Freitag hin. Die Notierungen oszillierten für gewöhnlich auf ihrem bisherigen Niveau. An Verteuerungen war nicht zu denken, da die Mengen einfach zu groß ausfielen. Markenerzeugnisse von Italia konnten schnell umgeschlagen werden, während Standardofferten ebenso wie Victoria kaum jemand beachtete. Red Globe aus Italien in 8-kg- und 10-kg-Holzsteigen initiierten einen genügenden Bedarf. Ansprechende Sheegene 20 aus Spanien und Sable Seedless aus Italien ließen sich leicht platzieren. Sonderaufmachungen von türkischen Thompson Seedless erzielten in Präsentkörben bis zu 16,- € je 6 kg. Crimson Seedless aus der Türkei punkteten mit einer attraktiven Ausfärbung. Spezielle Varietäten aus Frankreich wie Muscat de Hambourg oder Cotton Candy konnten stetig abgegeben werden. Lokal stellte man italienische Uva fragola bereit, Erdbeertrauben mit kleinen dunkelroten Beeren, wahrscheinlich eine Kreuzung aus Vitis riparia und Vitis labrusca.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Saison bewegt sich offensichtlich ihrem Ende entgegen. Meistens waren nur noch gelbfleischige Produkte vorrätig. Der Zustrom hatte sich verringert. Die Abnahme dezimierte sich in einem ähnlichen Umfang. Das Maß von Angebot und Nachfrage korrelierten daher hinreichend miteinander. Die Notierungen verharrten somit häufig auf einem recht konstanten Level, zumindest bei der frisch eingetroffenen Ware. Bestände verloren rasant an Güte. Das galt vor allem für die italienischen und spanischen Anlieferungen. Selbst die türkischen Artikel litten inzwischen unter einer abschwächenden Saftigkeit. Vergünstigungen sollten die Mängel ausgleichen. Französische Importe vermochten mit befriedigenden organoleptischen Eigenschaften zu glänzen. Doch auch dies schützte nicht immer vor Verbilligungen. Paraguayos und Platerinas generierten zusehends weniger Interesse.

Pflaumen
Die Geschäfte prägten die einheimischen Abladungen, vorrangig mit Hauszwetschge und Presenta. Top und Elena hatten ebenso noch eine bedeutende Rolle. Der Balkan schickte ausschließlich Stanley. Lokal tauchten polnische Hauszwetschgen auf. Die späten Varietäten ließen sich, festes Fruchtfleisch vorausgesetzt, relativ flott unterbringen. Bei einer nicht drängenden Bereitstellung konnten daraus zuweilen marginale Verteuerungen abgeleitet werden. Hauszwetschgen erzielten dabei bis zu 1,75 € je kg. Ansonsten blieben die Bewertungen annähernd stabil. Gelegentlich hatten sich Überhänge aufgebaut, deren Güte schnell abschwächte. Da mussten Verbilligungen her. Doch vereinzelt vermochte man diese Offerten selbst unter Notiz nur mit Schwierigkeiten zu vermarkten. Dank ihres attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses verbuchten die Zufuhren aus Serbien, Nordmazedonien und Bosnien einen hinlänglichen Zuspruch. Aus Italien und Spanien kamen hauptsächlich Susinen. Wegen einer genügenden Order brauchten die Vertreiber ihre Aufrufe im Sektor der japanischen Pflaumen nicht wesentlich zu modifizieren.

Zitronen
Das Angebot fächerte sich breit auf, obwohl nicht sämtliche Artikel überall verfügbar waren. Dessen Basis bildeten in einem leicht intensivierten Maß die südafrikanischen Zuflüsse. Die spanischen Importe schrumpften dem gegenüber. Die argentinische Kampagne lief aus, weshalb vermehrt Qualitätsproblem auftraten. Örtlich gab es überdies in einem geringen Umfang türkische, uruguayische und chilenische Partien. Die Kunden fokussierten sich auf die südafrikanischen Zugänge aufgrund von deren besseren organoleptischen Eigenschaften. Daher konnten die Händler ihre Forderungen verschiedentlich anheben. Manchmal profitierten auch die argentinischen Chargen, sofern mängelfrei, von dieser Entwicklung. Bei der spanischen Konkurrenz musste man eher Verbilligungen gewähren. Aus der Türkei stammende 9-kg-Kisten wurden bereits ab 10,- € umgeschlagen.

Bananen
Einerseits blieb der unaufgeregte, wenn auch stetige Vertrieb von Vergünstigungen nicht verschont. Insbesondere die Erst- und Zweitmarken waren davon betroffen. Das hing hauptsächlich mit den verdichteten Zufuhren aus den Reifereien zusammen. Andererseits forcierte das herbstliche Wetter den Absatz. Also konnten die Verkäufer oftmals höhere Preise aufrufen. Das galt vorrangig für die Zweitund Drittmarken, die sich diesbezüglich näherkamen, sowie vereinzelt für die Erstmarke. Die Verteuerungen hatten jedoch kontraproduktiv eine offensichtliche Entschleunigung der Vermarktung zur Folge.

Blumenkohl
Die vorherrschenden inländischen Angebote wurden überwiegend von belgischen, nur lokal von polnischen Offerten komplettiert. Auch wenn sich die Versorgung teilweise etwas ausdehnte, so war sie dennoch kontinuierlich überschaubar. Dabei reichte sie für gewöhnlich aus, um die Nachfrage zu stillen, denn die Unterbringungsmöglichkeiten erfüllten nicht die Erwartungen der Händler. Dessen ungeachtet etablierten sich vielfach Verteuerungen, die beim Kunden nicht auf Akzeptanz stießen. Diese reagierten prompt mit einer reduzierten Order. Um dem wiederum entgegenzuwirken, entschloss man sich, Vergünstigungen zu gewähren, in der Hoffnung, damit die Geschäfte zu intensivieren. Von dem abweichend verharrten die Notierungen bloß ab und an auf einem unveränderten Niveau.

Gurken
Offensichtlich prägten die deutschen Partien die Geschäfte mit Schlangengurken. Mit gleichbleibender Relevanz versuchten zudem die niederländischen und belgischen Importe Kunden zu gewinnen. Die niedrigeren Temperaturen und die verminderte Sonneneinstrahlung verringerten die Erträge. Der Handel war zwar noch reichlich versorgt, aber die Preise schossen für gewöhnlich buchstäblich durch die Decke. Im Extremfall machten die Zuwächse bis zu 90 %, vereinzelt sogar über 100 % aus. Logischerweise begrenzte sich daraufhin merklich der Zuspruch, weshalb sich die Unterbringung schlagartig entschleunigte. Lokal intensivierte sich der Zustrom spanischer Erzeugnisse. Neben den etablierten folierten Artikel gingen inzwischen auch unfolierte zu, die etwas teurer veräußert wurden. Minigurken stammten aus den Niederlanden und nachrangig aus Deutschland. Ihre Notierungen neigten überwiegend zur Schwäche, verharrten bloß selten auf einem wenig veränderlichen Niveau. Eine Kleinstsendung aus Spanien vereitelte eine zügige Abnahme, da die Ausfärbung zu blass und das durchschnittliche Kaliber zu groß war.

Tomaten
Die belgischen und niederländischen Abladungen dominierten augenscheinlich das Marktgeschehen. Deutschland, Italien und Polen beteiligten sich ebenso daran. Die Herkunft Türkei tauchte eher sporadisch auf. Spanien schickte mit marginaler Bedeutung lediglich Kirschtomaten. Fleischtomaten wurden in der Regel hinlänglich beachtet, um sich zunächst konstante, später auch ansteigende Notierungen zu sichern. Die Bewertungen von Rispenware oszillierten in einer breiten Spanne, die auf der qualitativen Divergenz der vorrätigen Bestände zu den neu eingetroffenen Anlieferungen basierte. Infolge ihre eingeschränkten Verfügbarkeit verteuerten sich mehrheitlich die Runden Offerten, manchmal richtig sprunghaft. Die polnischen und türkischen Früchte wurden am billigsten abgegeben, obwohl ihre organoleptischen Eigenschaften durchaus zu punkten wussten. Einheimische Mengen waren zuweilen derart fest in die Programme des LEH’s eingebunden, sodass der Zustrom zum Platz abflaute. Der Absatz von Kirschtomaten verdichtete sich häufig. In der Folge konnten die Vertreiber ihre Forderungen vor allem vor dem Wochenende anheben.


Weitere Informationen
Frankfurt
Wohlschmeckende italienische Aprikosen, Fardao, konnten zu 14,- bis 18,- € je 5 kg schnell verkauft werden. Das Interesse an Beerenfrüchten ging zurück. Neben spanischen Sharonfrüchten waren inzwischen auch italienische und spanische Kakis zu haben. Türkische Feigen befreiten sich teilweise aus dem Preistief. Aus dem Südwesten Frankreichs stammten frische Walnüsse der Varietät Lara, die zu 4,50 € je kg schon Zuspruch generierten. Die Ernte von deutschen Zucchini verminderte sich spürbar, was den Vertreibern höhere Forderungen für die belgischen und niederländischen Mitbewerber ermöglichte. Niederländischer Rosenkohl und deutsche Steckrüben bereicherten erstmals den Handel. Die großen Abladungen an Steinpilzen mussten mit deutlichen Verbilligungen vermarktet werden. Das Kilogramm kostete 15,- bis 20,- €.
Hamburg
Kiwis aus Italien begannen ihre Kampagne exakt im selben Zeit- und Bewertungsrahmen wie im Vorjahr und zwar in gelegter Form mit 33 Stück zu 6,50 € je 3-kg-Steige und in loser Aufmachung mit 39 Stück zu 16,- € je 10-kg-Karton. Litschis aus Israel starteten in die Saison zu 31,- € je 2-kgVerpackung und die aus Italien zu 28,- € je 2 kg. Die per Schiff eingetroffenen Mangos aus Brasilien wurden durch den länger andauernden Importweg und der damit verbundenen limitierten Haltbarkeit billiger veräußert. Deutsche Pastinaken gaben angebotsbedingt nach. Bei ungleichmäßig sortierten Schneidebohnen aus dem Inland verringerte sich der Gewinn.
Köln
Bei Erdbeeren waren weiterhin sehr überschaubare Mengen verfügbar. Sie genügten zur Bedarfsdeckung aber vollkommen aus. Zumindest zum Freitag hin interessierten sich vereinzelte Kunden für Walnüsse der neuen Ernte aus Frankreich. Wegen der niedrigeren Temperaturen begrenzte sich die Aufnahme bei den Wassermelonen merklich. Immer noch recht hochpreisig waren Steinpilze, die meist aus polnischem Anbau stammten.
München
Erdbeeren gewannen aufgrund des nahen Oktoberfestes an Bedeutung. Für inländische und polnische Kulturheidelbeeren sowie für Himbeeren neigte sich die Saison unweigerlich dem Ende zu. Südamerikanische Lieferungen trafen noch nicht ein, was zu einer Angebotseinschränkung und höheren Forderungen seitens der Händler führte. Die Abgabe von südafrikanischen Mandarinen, Orri, und von Orangen, Valencia Late, bewegte sich bei leicht gesteigerten Zuläufen zunächst in einem engen Rahmen. Zum Wochenbeginn standen erste gutausgefärbte inländische Quitten aus Baden bereit. Stangenbohnen und Buschbohnen zeigten lediglich geringe Preisveränderungen. Knapper Brokkoli verteuerte sich ähnlich wie die einheimischen Zucchini. Langsam stärkte sich der Zufluss des niederländischen Rosenkohls. Die Abladungen an Grünkohl reichten aus. Für das Oktoberfest erhoffte man sich einen zügigeren Absatz von Rettichen und von Radieschen.
Berlin
Erdbeeren aus einheimischem, griechischem und niederländischem Anbau waren weiter recht beliebt und die begrenzte Verfügbarkeit ansprechender Qualitäten trieb deren Bewertungen nach oben. Für attraktive 500-g-Schalen mussten bis zu 3,- € bezahlt werden. Trotzdem konnte das Interesse nicht immer restlos gestillt werden. Vor allem zum Freitag hin wuchs überdies der Bedarf witterungsinduziert an. Die Importe von Mandarinen aus Südafrika, überwiegend Nadorcott, verdichteten sich. Das herbstliche Wetter belebte auch deren Abnahme und die Notierungen von 17,- bis 22,- € je 10-kgAufmachung oszillierten auf einem vertrauten Level. Die Präsenz von Quitten aus Frankreich und Italien dehnte sich aus. Sie kosteten rund 4,- € je kg und generierten so nur ein sehr verhaltenes Geschäft.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 38 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 26.09.2019

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin