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DFHV: Zitrus - Mögliche Importrestriktionen

03. Januar 2017

In der Plenarsitzung Mitte Dezember in Straßburg hat das Europäische Parlament eine Resolution zur Pflanzengesundheit angenommen. In dieser Resolution fordert das Parlament eine Anpassung der durch die EU Kommission beschlossenen Maßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung von Schädlingen, so der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

Bildquelle: Shutterstock.com Zitrus
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So fordert das Parlament z.B. eine verbindliche dreiwöchige Kältebehandlung der Zitrusfrüchte vor Einfuhr in die EU, um eine Einschleppung der False Codling Moth zu verhindern. Der ursprüngliche Vorschlag der Kommission lässt hingegen auch effektive Alternativbehandlung zu.

Die von einer spanischen Abgeordneten eingebrachte Resolution führt nach Ansicht des DFHV definitiv nicht zu einem besseren Schutz der Gemeinschaft vor Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen. Es gibt nur einen einzigen Effekt bei den vorgeschlagenen Maßnahmen: die Einfuhren von Zitrusfrüchten aus Drittländern, insbesondere aus Südafrika, würden massiv unterbunden. Der DFHV hat daher alle deutschen Abgeordneten des Parlamentes vor der Abstimmung angeschrieben. Außerdem hat der DFHV auch das BMEL über die drohende Verschlechterung der Versorgungslage der Verbraucher und der Branche mit Zitrusfrüchten in Deutschland und der EU informiert. Wir werden uns ebenso bei der voraussichtlich im Januar 2017 anstehenden Entscheidung der Kommission für eine flexible praxisnahe Regelung einsetzen. 

Quelle: DFHV aktuell 12/2016

Veröffentlichungsdatum: 03.01.2017

Schlagwörter

DFHV, Zitrus, Importrestriktionen