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DFHV: Lebensmittelabfälle sollen um 50 % gesenkt werden

07. Mai 2018

Das EU-Parlament hat über ein Gesetzespaket über Abfall und Kreislaufwirtschaft abgestimmt. Neben der Erhöhung der Recyclingquote für Hausmüll bis 2030 auf 70 % ist ein weiterer Teil dieses Pakets die Senkung der Lebensmittelverschwendung in der EU. Hiernach sollen Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 % verringert werden und bis 2030 um 50 %. Dies steht im Einklang mit den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung.

 

Zukünftig sollen die Mitgliedsstaaten Anreize zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen schaffen und Kriterien zur Messung von Verlusten entwickeln, so der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

Die Priorität sollte hierbei auf einer menschlichen Verwertung liegen, aber auch eine Verfütterung und eine organische oder energetische Nutzung soll nachrangig möglich sein. Auch das Bewusstsein der Verbraucher für die Bedeutung von Verbrauchsdatum und Mindesthaltbarkeitsdatum soll verbessert werden. Das EUParlament hat für dieses Gesetzespaket gestimmt und wird nun Verhandlungen mit dem Rat aufnehmen.

Zur Umsetzung dieser ehrgeizigen Ziele wurde in den Niederlanden bereits die Task Force „Circular Economy in Food“ gegründet, die sich aus Unternehmen, Forschungsinstitutionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Regierungsstellen zusammensetzt.

Mit der Initiative „Gemeinsam gegen Lebensmittelabfälle“ wollen die Partner zusammen eine Reihe von Maßnahmen und Projekten umsetzen, um die Abfallmengen vom Erzeuger bis zum Verbraucher zu minimieren. Hierfür wird das niederländische Landwirtschaftsministerium in den kommenden vier Jahren insgesamt 7 Mio. Euro zur Verfügung stellen, die in Forschung, Monitoring, Bildung und Innovationen fließen sollen.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell 4/2018.

Veröffentlichungsdatum: 07.05.2018

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DFHV, Lebensmittelabfälle