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DFHV: Fünf EU-Verordnungsentwürfe zu RHGs im Juni/Juli 2018

06. August 2018

Die EU-Kommission hat im Juni und Juli 2018 fünf Verordnungsentwürfe (SANTE) zur Änderung von Rückstandshöchstgehalten (RHG) bei der Welthandelsorganisation (World Trade Organization/WTO) notifiziert. Details zu den Änderungen erhalten die DFHV-Mitglieder über einen separaten QM-Verteiler, wie der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV) berichtet.

Bildquelle: Shutterstock.com Pflanzenschutzmittel
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Mit diesen Vorhaben sind RHG-Absenkungen auf die analytische Bestimmungsgrenze und/oder den Standard-RHG (0,01 mg/kg) für insgesamt 14 Wirkstoffe verbunden. Durch die WTO-Notifizierung haben Drittstaaten die Möglichkeit, innerhalb einer zweimonatigen Kommentierungsphase ihre Bedenken bei der WTO bzw. Einspruch bei der Kommission direkt einzureichen.

In den Fällen, in denen die Anwendung des betroffenen Wirkstoffs zu höheren RHG als die für die EU vorgeschlagenen führen, sollten von Drittstaaten auch Verfahren für Importtoleranzen eingeleitet werden.

Drei VO-Entwürfen basieren darauf, dass die EU-Zulassungen für die Wirkstoffe entweder seit längerer Zeit ausgelaufen sind oder nicht verlängert bzw. erneuert wurden. Die RHG-Anpassung im Nachgang zur Nichtgenehmigung von Wirkstoffen auf EU-Ebene ist ein übliches Prozedere. Auch wenn eine RHG-Absenkung in der Regel erst nach Ablauf der Aufbrauchfristen (ca. 1,5 Jahre nach Inkrafttreten der EU-VO) gültig wird, ist eine frühzeitige Information für alle Beteiligten in der Lieferkette wichtig, um sich auf die geänderten Rahmenbedingungen rechtzeitig einstellen zu können.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell 7/2018

Veröffentlichungsdatum: 06.08.2018

Schlagwörter

DFHV, EU-Verordnungsentwürfe, RHG, Pflanzenschutzmittel