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Deutschland stellte vorrangig Top, Hauszwetschge und Auerbacher bereit

07. September 2017

Pflaumen: Deutschland herrschte vor und stellte vorrangig Top, Hauszwetschge und Auerbacher bereit. Die Präsenz von Ortenauer, Presenta und Elena wuchs beträchtlich an. Stanley aus verschiedenen Ländern Osteuropas komplettierten das Sortiment.

Bildquelle: Shutterstock.com Pflaumen
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Türkei beteiligte sich mittlerweile ebenfalls mit Stanley. Erste italienische Fortuna trafen in Hamburg ein und kosteten dort 6,- bis 8,- € je 5-kg-Karton. Dro gleicher Herkunft entwickelten sich in München trotz niedriger Kurse zu einem Ladenhüter. Insgesamt hatte sich die Verfügbarkeit ausgeweitet. Das Interesse war oftmals zu gering, um eine durchgängige Räumung zu erzielen. Die Bewertungen wurden häufig reduziert, um den Absatz zu beleben. 

Äpfel
Deutschland herrschte vor und stellte vorrangig Elstar, Delbarestivale und Royal Gala bereit. Mit ersten Cox Orange und Braeburn fächerte sich das Angebot auf. Italien folgte mit Royal Gala und Granny Smith. Aus Frankreich stammten insbesondere Elstar und Granny Smith; die Saison von Jazz startete mit geringen Abladungen. Erste niederländische Elstar trafen in Hamburg ein. Generell verdichteten sich die Zufuhren: Sie reichten aus, um das freundliche und kontinuierliche Interesse ohne Schwierigkeiten zu stillen. Insgesamt bewegten sich die Notierungen nicht gravierend. Sie tendierten aber eher abwärts als nach oben. Importe aus Übersee verloren ein wenig an Bedeutung; in diesem Segment prägte Neuseeland mit Pink Lady und Braeburn die Szenerie. Aus Chile kamen hauptsächlich Pink Lady und aus Südafrika Granny Smith. Obwohl die Früchte hinsichtlich ihrer Güte überzeugten, stießen sie nicht durchgängig auf Beachtung. Alterntige Ware aus Europa spielte keine große Rolle.

Birnen
Italien bestimmte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ die Geschäfte. Türkische Santa Maria waren mitunter schon zu weit gereift, was sich negativ auf ihre Unterbringungsmöglichkeiten auswirkte. Deutschland beteiligte sich speziell mit Williams Christ an der Vermarktung und ergänzte mit Clapps Liebling. Erste spanische Williams Christ, in München in einheitlicher Aufmachung offeriert, fanden aufgrund ihres niedrigen Einstandspreises flott Kunden. Die Niederlande schickten neben Conference, deren Präsenz merklich zunahm, mittlerweile auch Gellert und Gute Luise. Die Versorgung dehnte sich aus und überragte an manchen Plätzen die Nachfrage. Die Bewertungen bröckelten daraufhin für gewöhnlich etwas ab.

Tafeltrauben
Italien dominierte mit zahlreichen Varietäten das Geschehen. Vorrangig wurden Victoria, Michele Palieri und Italia abgeladen, nachgeordnet Regal Seedless und Red Globe. Regina waren in Frankfurt zuckersüß und mit ca. 1,45 € je kg zudem recht günstig. Türkische Sultana verloren an Wichtigkeit; für die 36. KW wird aber mit verstärkten Anlieferungen und unterschiedlichen Verpackungsarten gerechnet. Crimson Seedless gleicher Herkunft komplettierten in München die Warenpalette. Griechische Thompson Seedless kosteten bis zu 18,- € je 5-kg-Karton. In Hamburg waren spanische Thompson Seedless nicht genügend ausgefärbt und schmeckten nicht vollkommen. Schließlich mischte noch Frankreich mit Alphonse Lavallée beim Handel mit. Das Interesse zeigte sich nicht homogen: Während es in Hamburg und München infolge des guten Wetters durchaus freundlich war, stockte in Köln der Absatz. Dementsprechend entwickelten sich die Notierungen, die ebenfalls in beide Richtungen tendierten.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien und Italien prägten die Vermarktung. Französische Früchte ergänzten: In Frankfurt waren sie mit bis zu 16,- € je 4,5-kg-Karton jedoch zu teuer, weshalb sie nur schwerlich untergebracht werden konnten. In München hingegen fanden sie dank ihrer überzeugenden Qualität schnell Käufer. Türkische Importe rundeten das Angebot ab und wurden mancherorts aufgrund einer schwachen Kondition im Wochenverlauf nicht mehr disponiert. In Köln litten fast alle Chargen unter Haltbarkeitsproblemen, die auf der schwülen Witterung basierten. Der Saisonhöhepunkt ist überschritten, was man zum einen an den verminderten Zufuhren und zum anderen an der nachlassenden Nachfrage ablesen konnte. Bei den Preisen tat sich nicht sehr viel: Meist verharrten sie auf dem bisherigen Niveau.

Bananen
In der Regel passte man die Verfügbarkeit an das Interesse an. Dieses hatte sich örtlich verschlechtert. Verbilligungen waren an einigen Plätzen auszumachen; diese betrafen in Berlin sämtliche Marken, in München lediglich die Zweit- und Drittmarken. In Frankfurt mussten die Forderungen zunächst reduziert werden, was sich stabilisierend auf den Verkauf auswirkte.

Blumenkohl
Die Geschäfte wurden hauptsächlich mit inländischen Offerten getätigt. Allein in Frankfurt und in München gab es Ergänzungen aus Belgien. Der Angebotsumfang hatte sich nicht wesentlich verändert. Die sommerlichen Temperaturen verlangsamten die Nachfrage. Im Süden waren zudem noch Ferien. Der Absatz stellte bei Weitem nicht zufrieden. Vergünstigungen sollten wieder Schwung in die Vermarktung bringen. Eine tiefgreifende Belebung derselben blieb aber aus. Die 8er-Steige wurde schon ab 4,50 € veräußert. Die Importe aus Belgien konnten dessen ungeachtet zu konstanten Notierungen umgeschlagen werden.

Salat 
Eissalat floss überwiegend aus inländischen Kulturen zu. In Frankfurt und in Köln kamen daneben niederländische Erzeugnisse an. Die Versorgung korrelierte größtenteils mit dem Bedarf. Die Bewertungen verharrten mindestens auf einem stabilen Niveau. Sie bewegten sich jedoch vielfach nach oben. Das war nicht nur einer flotten Räumung geschuldet, sondern basierte überdies auf den gestiegenen Einständen. 
Einheimischer Kopfsalat konkurrierte vorrangig mit belgischem. Niederländische Partien gewannen punktuell an Bedeutung. Die Verfügbarkeit harmonierte für gewöhnlich genügend mit dem eher unaufgeregten Interesse. Die Kurse variierten daher bloß graduell. Verschiedentlich zogen sie offensichtlicher an oder brachen etwas augenfälliger ein. Bei den Bunten Salaten waren die Abladungen überschaubarer. Ihre Preise oszillierten in einer relativ kompakten Spanne, deren Untergrenze sich manchmal marginal anhob. Sie schwankten meistens in einer engen Anbindung an das Pro-Kopf-Gewicht, welches oftmals herkunftsorientiert divergierte. Der Verkauf von Feldsalat stagnierte, obwohl die Händler fortlaufend versuchten, ihn zu niedrigeren Aufrufen abzustoßen. 

Zitronen
Spanien, Südafrika und Argentinien dominierten; Chile und Uruguay rundeten das Geschehen ab. Obwohl sich die Versorgung einschränkte, konnte der Bedarf ohne größere Probleme gedeckt werden. Preisliche Veränderungen waren die Ausnahme: In München vergünstigten sich die Importe aus Übersee infolge einer nachlassenden Kondition. 

Gurken
Deutsche Schlangengurken wurden von belgischen und niederländischen Produkten komplettiert. Die Relevanz französischer Zufuhren wuchs an; polnische tauchten unterdessen spärlicher auf. Der Vertrieb ging zu langsam vonstatten. Es war schwierig die bisherigen Forderungen zu sichern. In der Regel mussten sie als direkte Reaktion auf den zu geringen Zugriff reduziert werden. Örtlich bewirkte eine kurzfristige Verknappung leichte Verteuerungen, die schnell wieder zurückgenommen wurden, da sich die nachfolgenden Anlieferungen wesentlich verdichteten. Die Nachfrage verbesserte sich allmählich zum Wochenende hin. Am Freitag tendierten daraufhin lediglich in München die Notierungen nach oben. Im Sektor der Minigurken bot man deutsche und niederländische Offerten an. Sie wurden zu recht volatilen Bedingungen untergebracht, wobei Vergünstigungen vorherrschten.

Tomaten
Die belgischen und niederländischen Importe bestimmten das Handelsgeschehen. Man verzeichnete ein zu ruhiges Interesse. Die Versorgung fiel üppig aus, passte nicht ausreichend zu dem unaufgeregten Bedarf. Die Bewertungen von Runden Tomaten und Rispentomaten sanken daher normalerweise, manche stürzten geradezu ab. Die einheimischen Partien konnten sich dem häufiger entziehen, wurden zum Schluss sogar verschiedentlich höher aufgerufen als zuvor. Die divergierende Qualität bei Kirschtomaten initiierte eine sich ausdehnende Preisspanne. Zudem machte sich auch hier der Mengendruck bemerkbar. Bloß punktuell waren 250-g-Schalen begrenzter vorrätig. Steigen zu 3 kg wurden schon ab 5,50 € vertrieben, erzielten im exklusiven Segment aber bis zu 16,- €. Die Zuflüsse aus den Niederlanden und Italien lagen von der Bedeutung her relativ dicht zusammen. Fleischtomaten stammten hauptsächlich aus Belgien. Ungeachtet einer nahezu unveränderten Bereitstellung verbilligten sie sich früher oder später.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Zufuhren überwogen wie gehabt. Die Türkei ergänzte in einem kaum modifizierten Rahmen. Die Präsenz polnischer Chargen wuchs augenscheinlich an. Belgien, Ungarn und Spanien komplettierten das Angebot. Nicht überall tauchten inländische Produkte auf. Die Entwicklung der Kurse war sehr uneinheitlich. Zum einen variierten sie in einem ziemlich volatilen Wechselspiel, zum anderen sackten sie über die Tage kontinuierlich ab. Selbst ihre bis dato gewohnte ausgeprägte Konstanz bei den türkischen Erzeugnissen kam ins Schwanken. Immerhin sicherten die Vergünstigungen mitunter treue Kunden. Die Forderungen für polnische Offerten mussten aufgrund der verdichteten Verfügbarkeit zurückgenommen, konnten hernach oftmals wieder angehoben werden. Ab und an wurden die grünen Kultivare teurer verkauft, da sie sich etwas verknappten.


Weitere Informationen

Frankfurt
Erstmals präsentierte man frische Aroniabeeren in 8x125-g-Abpackungen; die Forderungen lagen bei 1,50 € pro Schale. Schweden stieg in die Vermarktung von Preiselbeeren ein. Einheimische und polnische Himbeeren wurden zu stolzen 3,- bis 3,50 € je 250-g-Schälchen untergebracht. Uneinheitliche Qualitäten öffneten die Kursschere von Brombeeren. Knappe inländische Erbsen verkaufte man zu 3,75 € je kg. Belgische Stangenbohnen ergänzten zu 6,- bis 7,- € je 4 kg das von Deutschland dominierte Sortiment. Einheimische, belgische und niederländische Auberginen blieben hochpreisig. Inländische Zucchini trafen wieder üppiger ein und vergünstigten sich etwas. Hokkaidokürbisse generierten eine freundliche Beachtung; erste Offerten in Großkisten wurden mit 0,60 € je kg bewertet. Die umfangreiche Verfügbarkeit von Pfifferlingen überragte das Interesse. Steinpilze nahm man zu 15,- bis 20,- € je kg schnell auf.

Hamburg
Begrenzte Kiwis aus Neuseeland in loser Aufmachung verteuerten sich. Spanische Granatäpfel überzeugten hinsichtlich ihres Geschmacks und kosteten 12,- € je 10 bis 12 Stück. Für frische türkischeblaue Feigen mussten die Kunden 8,75 € je 1,6 kg zahlen. Auberginen aus der Türkei schlug man zu 12,- € 6-kg-Kollo um. Erste spanische Zucchini stießen zu 7,- € je 5 kg wegen der noch starken mitteleuropäischen Konkurrenz nur auf wenig Zuspruch.

Köln
Zwar gingen die Sommerferien zu Ende, allerdings blieb nach einer zähen Vermarktung im August die erhoffte Belebung aus. Bei einem ruhigen Geschehen wurden für neuseeländische Kiwis die Aufrufe der Vorwoche bestätigt. Knappe Feigen aus Italien und der Türkei beachtete man kontinuierlich. Sehr schwerfällig gestaltete sich die Abwicklung von Bohnen, auch mit gesenkten Forderungen kam das Geschäft kaum in Schwung. Stetig nachgefragt wurden einheimische Pastinaken.

München
Während sich die Anlieferungen von europäischen Kulturheidelbeeren einschränkten, trafen erste peruanische Früchte ein, die erwartungsgemäß recht teuer waren. Das rückläufige süddeutsche Angebot flankierten ausgeweitete Abladungen aus dem Lüneburger Land. Schwedische Preiselbeeren standen leicht über Bedarf sowie in einer uneinheitlichen Qualität bereit, was zu Problemen bei der Preisfindung führte. Bei Himbeeren zeichnete sich der Saisonschluss ab; neben regionaler Ware trat noch polnische auf. Aprikosen aus Frankreich und der Türkei stammten aus den Lagern am Platz; die Kampagne steuerte ihrem Ende entgegen. Für Kohlrabi musste mehr als bislang gezahlt werden. Von reichlichen inländischen Buschbohnen sowie von Stangenbohnen veränderten sich die Notierungen nicht. Rotkohl und Weißkohl waren üppig vorhanden und die Bewertungen bröckelten ab. Die Präsenz von Steinpilzen dehnte sich augenscheinlich aus, was für spürbare Vergünstigungen sorgte. Pfifferlinge kosteten so viel wie zuvor. Die hohen Kurse von Dill gaben deutlich nach.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 35 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 07.09.2017

Schlagwörter

Pflaumen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin