Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH
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Deutschland dominierte mit Elstar, Royal Gala und Boskoop die Szenerie

05. Oktober 2017

In Hamburg tauchten erste Rubinette auf, die 1,30 € je kg kosteten. Italien und Frankreich spielten vorrangig mit Royal Gala und Granny Smith eine Nebenrolle. Aus den Niederlanden stammten insbesondere Boskoop, die das Angebot ebenso wie belgische Jonagold abrundeten.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Versorgung dehnte sich aus und reichte, um den Bedarf zu decken. Das Interesse stieg einerseits örtlich an, befriedigte aber nicht immer. Andererseits konnte es bei vereinzelten Varietäten nicht komplett gestillt werden, so waren in Frankfurt inländische Boskoop und Berlepsch eher knapp. Die Kurse entwickelten sich unterschiedlich: In München zogen sie für italienische und französische und in Frankfurt für einheimische Partien an. In Köln und Hamburg blieben sie weitgehend konstant. In Frankfurt vergünstigten sich derweil italienische Produkte, speziell die in der Größe 70/75 mm. Importe aus Übersee stießen lediglich auf wenig Zuspruch. In geringem Umfang gab es hauptsächlich neuseeländische Pink Lady und chilenische Cripps Pink.

Birnen
Italien herrschte mit Santa Maria, Abate Fetel und Williams Christ vor. Deutschland beteiligte sich vor allem mit Alexander Lucas, deren Präsenz sich massiv verstärkt hatte, sowie mit Conference und Williams Christ am Geschehen. Türkische Santa Maria, die nach längerer Abwesenheit in Frankfurt wieder im Kaliber 70/75 mm eintrafen, französische Williams Christ sowie niederländische und belgische Conference ergänzten das vielfältige Sortiment. Spanien schickte Abate Fetel und Boscs Flaschenbirne. Bereitstellung und Unterbringungsmöglichkeiten harmonierten genügend miteinander, sodass die Notierungen für gewöhnlich keine gravierenden Veränderungen aufwiesen. Nur in München mussten die Kunden für die italienischen Chargen etwas tiefer in die Tasche greifen, da sich ihre Güte verbessert hatte.

Tafeltrauben
Türkische Sultana, griechische Thompson Seedless und italienische Italia dominierten. Aus Italien traten weitere zahlreiche Varietäten auf, zum Beispiel Sugraone, Red Globe und Michele Palieri. Frankreich komplettierte mit Alphonse Lavallée und aus Spanien kamen überwiegend Crimson Seedless. Mittlerweile gab es auch in Hamburg türkische Crimson Seedless, die dort 12,50 € je 5-kgVerpackung kosteten. Insgesamt zeigte sich ein recht ruhiger Handel, der sich bloß mancherorts ein wenig intensiviert hatte. Ab Donnerstag verlief die Vermarktung ab und an flotter, was sich bei den Preisen bemerkbar machte. Oftmals verharrten diese aber auf dem Niveau der Vorwoche, da die Verfügbarkeit auf das Interesse abgestimmt wurde. In Frankfurt etablierte sich für die türkischen Früchte eine breite Kursspanne, die auf einer uneinheitlichen Qualität basierte.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Kampagne trudelt langsam aus; die Versorgung schränkte sich augenscheinlich ein. Neben spanischen und italienischen Partien trafen französische ein, die am teuersten waren. Aus der Türkei stammten nochmals geringe Abladungen, die jedoch summa summarum nur einen abrundenden Charakter hatten. Das Ausbleiben italienischer Anlieferungen wird in Frankfurt für die 40. KW erwartet. Obwohl sich die Bereitstellung begrenzte, hielten sich Angebot und Nachfrage vielfach die Waage. Bestände wurden in der Regel vermieden. Daher konnten die Verkäufer die Bewertungen auf bisherigem Level fixieren.

Pflaumen
Deutschland dominierte mit Presenta, Hauszwetschge und Elena die Vermarktung. Stanley kamen aus der Türkei, Serbien und Ungarn. Spanien, Italien und Frankreich beteiligten sich mit kleinen Mengen am Sortiment. Die Verfügbarkeit verminderte sich, genügte aber meist, um den kontinuierlichen Bedarf zu decken. Dem Saisonzeitpunkt geschuldet häuften sich mangelbehaftete Offerten, deren Kondition sich abschwächte. Diese mussten mit Vergünstigungen abgegeben werden. Früchte mit außerordentlicher Qualität konnte man hingegen mancherorts trotz angehobener Forderungen unterbringen. In München und Köln wurden die hohen Aufrufe für die einheimischen Produkte bestätigt. In Hamburg stiegen die Notierungen für die türkischen Importe leicht an.

Zitronen
Die Anlieferungen aus Spanien, Argentinien und Südafrika verdichteten sich. In Frankfurt tauchten griechische Partien auf, die sich flott verkaufen ließen. Die Geschäfte verliefen überall kontinuierlich; die Bewertungen zeigten sich hingegen recht uneinheitlich: In Hamburg sanken sie für die Importe aus Übersee aufgrund eines verminderten Bedarfs ab. In München verteuerten sich indes spanische Verna, da diese knapp waren. Dort litten die argentinischen und südafrikanischen Produkte unter einer abschwächenden Kondition. In Köln verbilligten sich spanische Offerten infolge einer zu langsamen Vermarktung. In Frankfurt verharrten die Notierungen auf dem Niveau der Vorwoche

Kiwis
Neuseeländische Chargen überwogen; die Präsenz der italienischen weitete sich jedoch aus. Diese konnten mittlerweile in verschiedenen Größen und Aufmachungsarten angeboten werden. Aus Portugal wurden Mini-Kiwi zugeführt, die man in Frankfurt in 125-g-Schalen umschlug. Chile ergänzte den Handel. Generell wurde die stete Nachfrage problemlos befriedigt, sodass sich die Kurse nicht wesentlich veränderten.

Zitronen
Die Anlieferungen aus Spanien, Argentinien und Südafrika verdichteten sich. In Frankfurt tauchten griechische Partien auf, die sich flott verkaufen ließen. Die Geschäfte verliefen überall kontinuierlich; die Bewertungen zeigten sich hingegen recht uneinheitlich: In Hamburg sanken sie für die Importe aus Übersee aufgrund eines verminderten Bedarfs ab. In München verteuerten sich indes spanische Verna, da diese knapp waren. Dort litten die argentinischen und südafrikanischen Produkte unter einer abschwächenden Kondition. In Köln verbilligten sich spanische Offerten infolge einer zu langsamen Vermarktung. In Frankfurt verharrten die Notierungen auf dem Niveau der Vorwoche.

Bananen
Eine auf die steten Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmte Bereitstellung sicherte für gewöhnlich die bisherige Preisbasis. In Köln hob man die Forderungen für einzelne Marken an und in München für das komplette Sortiment, da sich hier das Interesse deutlich verbessert hatte.

Blumenkohl
Inländische Ware herrschte vor, belgische ergänzte diese. Beide lockten die Kunden mit einer ansprechenden, vergleichbaren Qualität. Oftmals wurden die Vorräte kontinuierlich geräumt. Die Notierungen verharrten auf einem stabilen Niveau. Manchmal sanken sie, da der Abverkauf zu langsam vonstattenging: entweder sukzessive oder bloß am Donnerstag. Eine Belebung des Absatzes bewirkte in Hamburg am Freitag Verteuerungen für sämtliche Aufmachungsformen, während die seltenen 8erAbpackungen dort schon zum Beginn der Woche höher aufgerufen wurden.

Gurken
Die einheimischen Abladungen herrschten bei den Schlangengurken zwar vor, unterschieden sich von der Menge her aber nicht wesentlich von den belgischen und niederländischen Mitstreitern. Die spanischen Partien wuchsen bloß verzögert an. Der Trend war klar: Die Notierungen fielen überwiegend erkennbar und sukzessive ab. In Frankfurt vollzogen sie geradezu eine Achterbahnfahrt. Nach rasanten Aufstiegen folgten horrende Abstürze. Die organoleptischen Merkmale der spanischen Produkte warfen Fragen auf, weshalb die Händler in diesem Sektor besonders kompromissfähig sein mussten. Bei Minigurken waren die inländischen und niederländischen Angebote annähernd gleich. Die Türkei dehnte ihre Präsenz nicht gravierend aus. Zum einen initiierte die knappere Verfügbarkeit, vor allem aus deutschen Kulturen, Verteuerungen. Zum anderen leitete dem gegenüber der harte Wettbewerbskampf Vergünstigungen ein. Bei den türkischen Früchten veränderten die Vertreiber ihre Aufrufe kaum.

Tomaten
Die Anlieferungen aus der mitteleuropäischen Erzeugung schränkten sich der Saison entsprechend ein wenig ein, die spanischen, türkischen und italienischen gewannen nicht elementar an Bedeutung. Wegen der begrenzteren Zugriffsmöglichkeiten oszillierten die Bewertungen meistens auf einem relativ stabilen Level. Nur örtlich kam es zu stärkeren Modifikationen, da der Versorgungsgrad offensichtlicher schwankte. Die Kurse von sehr schnittfester, intensiv ausgefärbter Ware blieben davon unberührt häufig recht konstant. Lose aufgemachte polnische Chargen punkteten mit niedrigen Einständen. Deutsche Rispentomaten kosteten bis zu 10,- € je 5 kg.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Abladungen verloren an Präsenz. Die Relevanz polnischer Zuflüsse dehnte sich aus. Zudem verdichteten sich die türkischen Importe, vorrangig die der grünen Kultivaren. Belgien und Ungarn ergänzten den Verkauf. Deutschland spielte eine vernachlässigbare Nebenrolle. Niederländische Californian Wonder verteuerten sich aufgrund der abnehmenden Ernte fast täglich. Die günstigen spanischen Produkte setzten die mitteleuropäischen zusehends unter Druck, obwohl ihre Qualität nicht immer optimal war. Der Handel mit den polnischen Früchten verlief glatt, da sie ab 6,- € je 5-kg-Abpackung vertrieben wurden. Je nach Bereitstellung konnten die Notierungen der türkischen Offerten einen Trend nach oben verbuchen. Manchmal war die Verminderung des Angebotes auch ohne Auswirkung auf die Preise.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten einzig aus Spanien. Man verzeichnete in der Regel ein ruhiges Bedarfsgeschäft. Die Kurse befanden sich überwiegend auf einem konstanten Level. Verschiedentlich brachen sie um bis zu 2,50 € je 25-kg-Sack ein. Lediglich selten vermochten sie sich dank eines befriedigenden Zugriffs leicht nach oben zu bewegen. Marktbestimmende inländische Haushaltsware sah sich in München mit österreichischer und in Köln mit niederländischer Konkurrenz konfrontiert. Die Bewertungen verharrten auf einem einigermaßen stabilen Niveau, insbesondere bei den vom Kunden favori- sierten Sortierungen in 35-50 mm und 40-60 mm. Großfallende Kaliber tendierten ab und an zu marginalen Verbilligungen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Abladungen von Granatäpfeln und Kakis intensivierten sich deutlich. Die Nachfrage nach Easypeeler stieg an. Bei den Kleinfruchtigen Zitrusfrüchten präsentierten sich spanische Clemenrubi organoleptisch einwandfrei und sie räumten zu 2,- bis 2,50 € je kg flott. Aber auch die spanischen und italienischen Satsumas interessierten. Aus der Türkei trafen nur noch Feigen mit geringem Durchmesser ein. Saftorangen aus Südafrika verteuerten sich um 1,- € je 15-kg-Karton auf 17,- bis 19,- €. Grüne Zucchini blieben weiterhin hochpreisig. Spitzenreiter war die neue Ernte aus Spanien mit 3,60 € je kg. Die Notierungen von belgischem Chicorée schwankten recht stark. Die Bereitstellung von inländischen Hokkaidokürbissen überforderte den Markt. Man musste zwischen 0,60 und 0,90 € je kg zahlen, je nach Aufmachungsart.
Hamburg
Bei den Kleinfruchtigen Zitrusfrüchten eröffneten spanische Clemenrubi mit Blatt zu 15,- bis 22,- € je 10-kg-Holzkiste mit 96 bis 140 Stück die Saison. Die Schalenfärbung zeigte eine unzureichende Reife. Während der Saftgehalt stimmte, fehlte in Sachen Zuckeranteil einiges. Quitten aus der Türkei kosteten 8,- bis 9,- € je 4,5- bis 5-kg-Karton. Kleinfallender Kohlrabi aus Deutschland verbilligte sich. Die Kurse für knappen einheimischen Dill zogen auf bis zu 18,- € je 3-kg-Steige an.
Köln
Die Anlieferungen von Aprikosen waren spärlich und verstärkten sich erst zum Wochenende hin. Ein recht überschaubares Angebot an Beerenobst genügte zur Bedarfsdeckung vollkommen aus. Freundlicher gestaltete sich dagegen der Handel mit frischen Feigen, speziell türkischer Herkunft. Pfifferlinge und Steinpilze generierten wenig Beachtung, somit waren Bestände unumgänglich und die Notierungen bröckelten ab.
München
Mit verstärktem Eintreffen von Melonen aus Lateinamerika verschwanden die aus Spanien immer mehr vom Markt. Spanien und Italien eröffneten ab Montag die Kampagne für Kakis bzw. Sharon. Ananas verteuerten sich aufgrund der eingeschränkten Nachführungen aus Mittelamerika. Bei knapper Verfügbarkeit wurde süddeutscher Chicorée frühzeitig geräumt; die sehr festen Kurse setzten sich auch für die belgischen Zulieferungen fort. Inländische Buschbohnen und Stangenbohnen waren noch konkurrenzlos; bei der dem Saisonstand entsprechend rückläufigen Ernteentwicklung konnten sich angezogene Bewertungen etablieren. Der Umschlag regionaler Rettiche wurde weiterhin durch die rege Nachfrage auf dem Oktoberfest getragen. Aus inländischer Erzeugung trat erster Rosenkohl auf. Durch die im Vergleich niedrigeren Forderungen für die unsortiertere einheimische Ware geriet die niederländische unter Druck. Bei Waldpilzen schien der Höhepunkt der Kampagne erreicht: Neben kleineren Mengen an Rotkappen und Maronenröhrlingen gab es üppige Pfifferlinge und Steinpilze. Dank ihrer Qualität griffen die Kunden gerne zu. 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 39 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 05.10.2017

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin