Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH
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Deutschland dominierte mit Elstar, Boskoop und Royal Gala den Handel

19. Oktober 2017

Cripps Pink rundeten die Warenpalette in Frankfurt zu 1,20 € je kg ab. In Hamburg trafen zudem unter anderem Topaz, Wellant und Honeycrunch ein. Hier traten inzwischen auch Jonagored aus der diesjährigen Saison auf, die selbstredend deutlich teurer als die alterntigen Chargen waren.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Italien stellte vorrangig Royal Gala, Granny Smith und Golden Delicious bereit. Frankreich komplettierte speziell mit Granny Smith und Braeburn. Die Niederlande und Belgien ergänzten das Geschehen, welches sich von der unaufgeregten Seite zeigte. Infolge leicht reduzierter Anlieferungen und einer intensivierten Nachfrage konnten die Verkäufer manchmal höhere Forderungen durchsetzen. Importe aus Neuseeland und Chile verschwanden fast völlig von der Bildfläche und generierten auch kaum noch Beachtung.

Birnen
Italien prägte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ die Szenerie. Deutschland spielte mit Alexander Lucas und Conference eine wichtige und mit Williams Christ und Gellert eine kleine Rolle. Erste Boscs Flaschenbirne ergänzten. Niederländische und belgische Conference, türkische Santa Maria sowie französische Williams Christ waren mit geringen Mengen am Geschäft beteiligt. In Frankfurt waren mal niederländische Conference und mal Köstliche von Charneux verfügbar. Generell hatte sich die Versorgung nicht wesentlich verändert. Auch das Interesse zeigte sich in der Regel konstant, örtlich aufgrund der Ferien etwas eingeschränkter. Die Preise verharrten für gewöhnlich auf bisherigem Niveau. Nur in Köln sanken sie ab, da hier der Kundenzugriff zu schwach ausfiel.

Tafeltrauben
Italien herrschte mit Italia, Crimson Seedless und Red Globe vor. Die Türkei führte vorrangig Sultana und Griechenland speziell Thompson Seedless zu. In Köln trafen griechische Crimson Seedless ein, die eine echte Konkurrenz zu den schon etablierten italienischen darstellte, was in Vergünstigungen mündete. Insgesamt bröckelten die Notierungen oftmals ab, da die Unterbringungsmöglichkeiten etwas zu gering waren. Qualitativ ansprechende Früchte konnten derweil ab und an mit Verteuerungen veräußert werden. Abgerundet wurde das Geschehen durch französische Alphonse Lavallée und spanische Crimson Seedless. In Hamburg auftauchende brasilianische Thompson Seedless eröffneten die Saison aus Übersee. Die optisch noch nicht überzeugenden Produkte generierten aber nur wenig Beachtung.

Kiwis
Neuseeländische Chargen dominierten, die Präsenz der italienischen dehnte sich etwas aus. Die Versorgung passte sich dem kontinuierlichen Interesse an, weshalb die Kurse für gewöhnlich konstant blieben. Auch in München bestätigten sich die bisherigen Bewertungen, da der gestiegene Bedarf dank ausgeweiteter Anlieferungen gedeckt werden konnte.

Zitronen
Der Übergang von spanischen Verna auf Primofiori bahnte sich an. Die Bedeutung von türkischen Interdonato wuchs an. In Frankfurt tauchten billige Partien aus Griechenland auf, die gerne gekauft wurden. Importe aus Argentinien und Südafrika ergänzten die Warenpalette. Die Versorgung dehnte sich aus und genügte, um den Bedarf zu befriedigen. Demzufolge blieben die Notierungen meist auf dem bisherigen Niveau. In München zogen sie für türkische Chargen an, was die Unterbringungsmöglichkeiten aber keineswegs schmälerte. 

Bananen
Eine hinreichend auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmte Bereitstellung sicherte für gewöhnlich konstante Kurse. Lediglich Zweitmarken vergünstigten sich in Hamburg etwas. In München mussten die Kunden derweil für das gesamte Sortiment tiefer in die Tasche greifen, da sich dort der Bedarf etwas gesteigert hatte. In Frankfurt waren nur wenige Drittmarken verfügbar.

Blumenkohl
Deutschland dominierte. Belgische Produkte waren in Frankfurt, Köln und München zu bekommen, niederländische hingegen in Hamburg und Berlin. In München wurden die Offerten aus Belgien den einheimischen vorgezogen, da sie einen qualitativen Vorteil hatten. Einheimische Ware fiel hier mitunter zu klein aus, weshalb sie sich ab und an vergünstigte. Die Bewertungen verharrten für gewöhnlich auf dem Level der Vorwoche. In Frankfurt sanken sie für die inländischen Chargen, was die anschließenden Geschäfte stützte. Hier tauchte zudem bunter Blumenkohl aus Frankreich auf, der auf einen freundlichen Zuspruch stieß.

Salat
Bei Eissalat trafen mittlerweile auf fast allen Märkten spanische Partien ein, die von der Menge her die niederländischen übertrumpften. Deutschland herrschte vor und verminderte seine Präsenz ein wenig. Die häufig in 10er-Sortierung angebotenen spanische Ware war in der Regel teurer als die einheimische; punktuell glich sich das Kurslevel im Wochenverlauf an. Meist veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich, da die Versorgung mit den Unterbringungsmöglichkeiten harmonierte. Kopfsalat stammte aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Hier schwankten die Forderungen mancherorts täglich. Summa summarum wurden sie für belgische Produkte gesenkt und für inländische leicht angehoben. In Frankfurt war es indes genau umgekehrt. Die Aufrufe für die Bunten Salate aus Deutschland wurden nur sehr selten modifiziert, da sich Angebot und Nachfrage in etwa die Waage hielten. Vereinzelt bemängelten die Kunden zu leichte Köpfe. Der Absatz hätte in München durchaus flotter vonstattengehen können. Hier verbilligten sich einheimische Endivien, deren Notierungen bei einer steten Abwicklung ansonsten auf dem Niveau der Vorwoche verharrten. In Berlin rundeten italienische Abladungen das Sortiment ab.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien trugen den Hauptteil des Angebotes. Italien, die Türkei, Polen und Deutschland komplettierten es; Albanien und Frankreich rundeten es ab. Erste spanische und türkische Rispentomaten ergänzten das Geschäft. Oftmals passte man die Bereitstellung an das Interesse an, welches sich stetig verstärkte. Die Kurse kletterten häufig aufwärts, was örtlich aber eher auf den angehobenen Einstandspreisen als auf einer Intensivierung der Nachfrage zurückzuführen war. In Hamburg kam es zu Verteuerungen und auch in Köln mussten die Käufer zumindest für die einheimischen Partien tiefer in die Tasche greifen. In München und Berlin tendierten die Bewertungen ebenso eher aufwärts, was vor allem die inländischen, niederländischen und belgischen Produkte betraf.

Gemüsepaprika
Die Märkte waren mit den tonangebenden spanischen und niederländischen Abladungen hinreichend versorgt. Die Türkei, Polen und Belgien komplettierten die Warenpalette, welche Ungarn und Deutschland abrundeten. Trotz ausgeweiteter Anlieferungen bröckelten die Kurse nicht grundsätzlich ab. Vielmehr zogen diese eher an, da sich das Interesse verstärkt hatte. So verteuerten sich in Frankfurt hauptsächlich die gelben und in Köln insbesondere die grünen Offerten. In München stiegen die Preise für polnische Chargen an. Lediglich in Hamburg vergünstigten sich die Partien aus den Niederlanden und Spanien infolge eingeschränkter Unterbringungsmöglichkeiten. Einige Märkte berichteten von erheblichen Preisschwankungen bei den tonangebenden spanischen und niederländischen Erzeugnissen, vor allem bei den gelben und roten, welche aber in den bisherigen Spannen stattfanden. Die Notierungen der türkischen Importe blieben oftmals konstant.

Zwiebeln
Mit Gemüsezwiebeln aus Spanien sowie Haushaltsware aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden standen nur europäische Erzeugnisse bereit. Die Verfügbarkeit dehnte sich aus; sie genügte, um den Bedarf problemlos zu decken. Die Notierungen verharrten für gewöhnlich auf dem Niveau der Vorwoche, da man die Verfügbarkeit an die Nachfrage anpasste. Nur in Köln tat sich was: Hier verteuerten sich die spanischen Zufuhren, während die inländischen günstiger wurden. Ansonsten konnten die Händler, trotz eines punktuell verminderten Interesses, die bisherigen Aufrufe bestätigen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Mit dem Auftreten italienischer und inländischer Artischocken bekamen die französischen mittlerweile Konkurrenz. Rosenkohl, meist aus den Niederlanden, fand nicht die gewünschte Aufnahme, sodass man sich zu Preisreduzierungen gezwungen sah. Dies betraf auch geputzte belgische Ware. Die hohen Forderungen von Auberginen und Zucchini konnten nicht beibehalten werden; die sukzessiven Vergünstigungen bewirkten eine leichte Belebung des Geschäfts. Buschbohnen und Stangenbohnen aus dem Inland standen immer noch in ausreichenden Mengen zur Verfügung; spanische Stangenbohnen gab es ab Mittwoch. Die Notierungen von Steinpilzen bröckelten ab, obwohl das Angebot überschaubar war. Statt der anvisierten 20,- € je kg mussten sich die Händler mit 17,- €, vereinzelt auch mit 14,- € je kg zufrieden geben.
Hamburg
Deutsche und niederländische Erdbeeren aus dem Treibhaus überzeugten geschmacklich und kosteten zwischen 1,60 und 2,- € je 500-g-Schale. Die Zufuhren von Maronen aus Frankreich verstärkten sich.
Köln
Erdbeeren aus dem Inland und den Niederlanden standen bei einer verhaltenen Nachfrage genügend bereit; die Kurse gaben weiter nach. Kakis aus Spanien trafen vermehrt ein. Auch die Präsenz von Kürbissen, überwiegend aus dem Inland, wuchs an. Neben inländischem Dill trat auch italienischer auf.
München
Die Saison für Steinobst lief sukzessive aus; nachdem aus Spanien keine Pfirsiche und Nektarinen mehr nachgeführt wurden, beschränkte sich das Sortiment lediglich noch auf italienische Restmengen. Die Zuläufe an Frischfeigen und Kakis nahmen weiter zu. Das Angebot von Melonen war mittlerweile vollkommen in der Hand von mittel- und südamerikanischen Offerten. Jahreszeitbedingt kam es bei spanischen und südafrikanischen Orangen zu Verteuerungen. Süddeutscher Stangensellerie zeigte sich weiter in guter Qualität, weshalb man auf die Disposition spanischer Produkte noch verzichtete. Die Abladungen von Stangenbohnen aus Marokko vergrößerten sich kaum, wurden aber etwas günstiger. Am Montag wurden in geringem Umfang erstmals marokkanische Buschbohnen offeriert. Inländische Chargen von Bohnen waren stark rückläufig. Erster inländischer Grünkohl traf ein. Steinpilze verteuerten sich, die Notierungen von Pfifferlingen blieben meist stabil.
Berlin
Südafrikanische Früchte bestimmten weiterhin das Geschehen bei Orangen, wobei sie sich hinsichtlich Qualität und Aufmachung uneinheitlich zeigten. Die Geschäfte verliefen noch zu ruhig und ohne große Preisbewegungen bei etwa 14,75 bis 17,- € je 15-kg-Karton. Nektarinen und Pfirsiche waren noch in kleinen Mengen aus Spanien und Frankreich verfügbar, aber diese reichten aus, um die Nachfrage zu decken. Dadurch konnten die Preise in der Woche stabil gehalten werden. Artischocken kamen aus Frankreich und kosteten ca. 24,50 € je 24er-Steige. Die Kurse von Auberginen und Zucchini blieben bei einer an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierten Versorgung konstant.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 41 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 19.10.2017

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin