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Deutsches Obst und Gemüse: Die Zwiebel - eine vielschichtige Erfolgsgeschichte

02. Dezember 2019

Sie sind weit mehr als nur eine Würzzutat: Zwiebeln sind in vielen Gerichten das kulinarische Highlight. Das zeigt auch der Verbrauch: Zwiebeln liegen auf Platz 3 der beliebtesten Gemüsearten – unmittelbar hinter Tomaten und Möhren.* Beliebt sind sie aber nicht nur wegen ihrer Schärfe, Vielseitigkeit, der einfachen Kultivierung und ihrer guten Lagerfähigkeit. Sie sind auch reich an Vitalstoffen und gelten als Heilpflanzen.

Foto © BVEO
Foto © BVEO

So wird die Zwiebel traditionell als Hausmittel eingesetzt, um beispielsweise Insektenstiche, Narben, Husten oder Ohrenschmerzen zu behandeln. Kein Wunder also, dass jeder Deutsche im letzten Jahr durchschnittlich 8,8 kg* Zwiebeln verbraucht hat. Zwiebeln sind im Trend. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr auf rund 11.500 ha Zwiebeln angebaut. Fast die Hälfte (42%) davon in Niedersachsen und Bayern. Danach folgen Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Und die Tendenz ist steigend. Seit 2008 nahm die Anbaufläche jährlich um durchschnittlich 317 ha oder 3,2 % zu.*
(*AMI / Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).)

Das 1 x 1 der Zwiebelkunde

Fans haben die Qual der Wahl zwischen roten und weißen Zwiebeln, den klassischen, braunen Speisezwiebeln, Gemüsezwiebeln, Lauchzwiebeln oder Schalotten. Am bekanntesten sind die Sommersorten. Sie werden im März – sobald der Boden frostfrei ist – ausgesät. Ab August bis Ende September sind sie erntereif und starten in die Hochsaison. Winterzwiebeln werden dagegen erst im August ausgesät und sind entsprechend erst im Folgejahr ab Ende Juni im Handel. Geschmacklich fallen Winterzwiebeln etwas milder aus und bieten sich daher für Marinaden, Salate und Saucen an.

Braune Zwiebeln: Sie sind die Klassiker und Alleskönner in der Küche. Charakteristisch für diese Zwiebelsorte ist das würzig-scharfe Aroma, das beim Schmoren – dank ihres Zuckergehalts! – leicht süßlich wird. Nicht zuletzt deshalb eignen sie sich perfekt für Schmor- und Fleischgerichte und passen zu allem, was etwas mehr Schärfe vertragen kann.

Weiße Zwiebeln: Anders als bei unseren südeuropäischen Nachbarn, wo vor allem der mild-würzige Geschmack und das zarte Aroma weißer Zwiebeln sehr geschätzt werden, ist die feinere Version der Sommerzwiebel bei uns vergleichsweise wenig verbreitet. Weiße Zwiebeln eignen sich bestens für helle Saucen, zum Füllen, Grillen oder Schmoren.

Rote Zwiebeln: Die dekorativste aller Zwiebeln hat rote Zwiebelhäute, weißes Fruchtfleisch und einen süßlich, mild-scharfen Geschmack. Sie ist hervorragend zum Rohverzehr geeignet und verleiht insbesondere Salaten und Marinaden – neben der hübschen, optischen – eine mild-würzige Note. Rote Zwiebeln schmecken außerdem auch köstlich auf Brot.

Gemüsezwiebeln: Gemüsezwiebeln sind groß – bis zu 200 Gramm schwer! – und haben unter der kupferfarbenen Schale ein saftiges, weißes Fruchtfleisch. Die Kawenzmänner sind sehr aromatisch und werden häufig für Rohkost oder zum Befüllen beispielsweise mit Hackfleisch verwendet.

Frühlingszwiebeln: Die milde Lauchzwiebel ist eine schlanke, grün-weiße Version der Speisezwiebel. Die langen, hohlen Stängel erinnern zwar an Lauch, doch die kleine weiße Knolle entlarvt das Gemüse als Zwiebel. Lauchzwiebeln verfeinern Gerichte optisch wie geschmacklich und passen perfekt zu Salaten, Quark, Dips und Dressings.

Schalotten: Sie sind die feinsten und mildesten aller Zwiebeln. Ein typisches Kennzeichen der kleinen Feinen, ist die kupferrote Farbe und das feste Fruchtfleisch. Sie sind würzig, pikant und zugleich mild und eigenen sich eigentlich für alles, ganz besonders aber für Saucen.

Quelle: BVEO

Veröffentlichungsdatum: 02.12.2019

Schlagwörter

Deutsches Obst und Gemüse, Zwiebel, Erfolgsgeschichte