Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Deutsche Elstar, Boskoop und Jonagold dominierten kontinuierlich

05. Dezember 2019

Das Angebot wurde von französischen, niederländischen und polnischen Zuflüssen abgerundet, die aber summa summarum nur in einem spärlichen Rahmen auftraten. Italienische Red Delicious waren in der Adventszeit beliebt, da sie sich gut für Dekorationszwecke eignen.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Aus der Bodenseeregion kamen Fräulein, die in Frankfurt im Durchmesser 80/90 mm 1,80 € je kg kosteten. Das Interesse konnte problemlos gestillt werden; es verbesserte sich in der Vorweihnachtszeit ab und an. Die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich. Hin und wieder waren Verteuerungen realisierbar, da sich die Bereitstellung einiger Sorten reduziert hatte. Doch auch nach unten tendierende Notierungen infolge einer zu reichlichen Präsenz konnte man erkennen, was sich indes nicht generell positiv auf den anschließenden Verkauf auswirkte.

Tafeltrauben
Die italienischen Offerten verloren augenscheinlich an Bedeutung. Italia, Crimson Seedless und Regal Seedless büßten an Wichtigkeit ein. Die Türkei spielte mit Sultana und Crimson Seedless eine kleinere Rolle als zuvor. Griechenland und Frankreich hatten ergänzenden Charakter. Stattdessen trafen vermehrt Importe aus Südamerika und Afrika ein: Brasilien schickte Thompson Seedless und Crimson Seedless, Peru zusätzlich Sugraone, viele IFG-Varietäten und neuerdings auch Red Globe. Crimson Seedless aus Ecuador tauchten auf manchen Plätzen auf. Mit Zufuhren aus Namibia und Südafrika wurde die Produktpalette komplettiert. Generell konnte der Bedarf ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Die Qualität der europäischen Chargen divergierte. Dementsprechend etablierte sich verschiedentlich eine breite Bewertungsspanne. Mängelfreie Artikel waren rar und teuer. Konditionsschwache Ware musste punktuell zu regelrechten Schleuderpreisen abgegeben werden.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Spanische Clementinen, vorrangig Clemenules, prägten die Szenerie. Italienische Offerten ergänzten. Bei den Satsumas herrschte die Türkei vor, während Spanien nur komplettierenden Charakter hatte. Wenige türkische Mandarinen traten lediglich in Hamburg auf. Generell verbesserten sich die Unterbringungsmöglichkeiten. Dies fußte auf der Adventszeit sowie der schlechteren Witterung. Der Bedarf hatte sich also intensiviert, insbesondere ab Donnerstag. In Köln waren 10-kg-Steigen, in München derweil Kilo-Netze und Bitufo-Steigen beliebt. Die Vertreiber reduzierten ab und an trotz des schnelleren Umschlages ihre Aufrufe, da sie Bestände gar nicht erst aufkommen lassen wollten. Konditionelle Schwächen führten manchmal aber ebenso zu Verbilligungen.

Zitronen
Die Verfügbarkeit von spanischen Primofiori und türkischen Enterdonato schränkte sich ein. Dennoch konnte das Interesse oftmals ohne größere Anstrengungen gestillt werden. Die Qualität überzeugte in der Regel. Die Preise blieben häufig auf dem Level der Vorwoche. Hier und da sanken sie ab, etwa dann, wenn der Kundenzuspruch zu gering ausfiel. Überhänge konnten meist verhindert werden, dank des durchaus flotten Verkaufs. Importe aus Südafrika und Zypern tauchten daher bloß punktuell auf und besaßen spärliche Marktanteile.

Bananen
Die Geschäfte wickelte man für gewöhnlich ganz routinemäßig in ruhigen Bahnen ab. Manchmal passte dabei der Umfang des Angebotes hinlänglich zur Intensität der unaufgeregten Nachfrage. Dann verharrten die Notierungen auf einem unveränderten Niveau. Verschiedentlich wussten die Händler von einer zu schwachen Absatzlage zu berichten, bei der selbst die günstigen Drittmarken eher phlegmatisch geordert wurden. Lokal musste man die Forderungen insbesondere bei den Zweit- und Drittmarken reduzieren, um deren stockende Abnahme anzukurbeln. Anderswo verbilligten sich sämtliche Importe aus Costa Rica, während sich die Drittmarken aus Panama hingegen leicht verteuern konnten. Örtlich beeinträchtigten die Rückläufer von Bio-Offerten aus dem LEH aufgrund ihrer niedrigen Bewertungen einen reibungslosen Unterbringung der regulären Ware am Platz.

Blumenkohl
Italien dominierte und gewann Marktanteile hinzu. Die französischen Anlieferungen weiteten sich ebenso aus, die deutschen schränkten sich augenscheinlich ein. Spanische und belgische Zuströme kamen über einen ergänzenden Status nicht hinaus. Die Phase der hohen Notierungen hielt an. Zum einen fußte dies auf der knappen Verfügbarkeit, zum anderen hatte sich infolge der kalten Witterung das Interesse verbessert. 17,- € je 6er-Aufmachung sollten die Kunden in Frankfurt für französische Artikel bezahlen. Belgische und italienischen Chargen waren mit 14,- € je 6 Stück günstiger. In Hamburg stagnierte wegen der festen Bewertungen der Verkauf. Erst mit Verbilligungen belebte sich der Umschlag wieder.

Gurken
Bei den Schlangengurken dominierten spanische Chargen, die man auf manchen Plätzen alleinig fand. Hier und da ergänzten griechische, niederländische und belgische Artikel die Geschäfte. Unbeliebte folierte Ware hatte es nicht leicht, Interesse zu generieren: Sie vergünstigte sich deswegen. Im Gegensatz dazu verteuerten sich die Produkte von den Kanaren. Diese fielen recht knapp aus, waren in Berlin aber nicht eingeschweißt und daher begehrt. Die Bewertungen tendierten summa summarum aufwärts, obwohl der Handel durchaus flotter hätte vonstattengehen können. Die Verfügbarkeit von Minigurken dezimierte sich. Die Niederlande, die Türkei und Spanien teilten sich den Markt untereinander auf. Infolge der verminderten Abladungen zogen die Notierungen oftmals nach oben.

Tomaten
Noch immer stand ein umfangreiches Sortiment bereit. Rispenofferten stammten überwiegend aus Spanien, den Niederlanden und Belgien, Runde Tomaten aus Spanien und Marokko. Fleischtomaten kamen aus Belgien und Spanien, Kirschtomaten aus Italien und den Niederlanden. Günstige türkische Importe konnten in Berlin und Frankfurt flott umgeschlagen werden. In der Hauptstadt intensivierten sich die Zufuhren aus der Türkei so stark, dass die Notierungen massiv absackten. Daraufhin verbilligten sich auch die Produkte aus Mitteleuropa. Marokkanische Früchte waren nicht genügend ausgefärbt und konnten nur schleppend untergebracht werden. In Hamburg mussten die Kunden generell tiefer in die Tasche greifen, da sich die Versorgung begrenzt hatte. In Köln enttäuschten die Geschäfte, obwohl die Qualität durchaus überzeugte. Ähnliches war in München zu erkennen, woraufhin die Vertreiber ihre Aufrufe senkten, um die Überhänge nicht weiter anwachsen zu lassen.

Gemüsepaprika
Spanien herrschte vor; die Türkei ergänzte. Wenige marokkanische, niederländische und einheimische Mengen komplettierten die Warenpalette. Die Verfügbarkeit dehnte sich aus, daher konnte der Bedarf problemlos befriedigt werden. Die Vermarktung verlief ohne besondere Höhepunkte. In Frankfurt etablierte sich eine breite Preisspanne, verursacht durch unterschiedliche Marken und uneinheitliche Kaliber. Insgesamt tendierten die Notierungen nach oben. In Hamburg reduzierten die Verkäufer wieder ihre Forderungen zum Wochenende hin, um Überhänge zu vermeiden.


Weitere Informationen
Frankfurt
Erste südafrikanische Aprikosen und rote Pflaumen tauchten auf. Frische Feigen aus Peru und Brasilien wurden zu 14,- bis 20,- € je 16 oder 18 Stück gerne aufgenommen. Wegen der verstärkten Präsenz ägyptischer Erdbeeren sanken die Einstandspreise der niederländischen Früchte. Belgien komplettierte; ab Freitag waren italienische Zufuhren erhältlich. Als Alternative zu spanischem und italienischem Brokkoli bekam man griechische Artikel in 6-kg-Kisten zu 15,- €. Ein wieder neu entdecktes französisches Wintergemüse beim Wirsing ist die violette Sorte Chou de Milan de Pontoise, die süßere und weichere Blätter hat. Schafspilze aus Polen, gelbe Kraterelle aus Schweden und Frankreich, sowie Herbsttrompeten aus Bosnien und letzte Steinpilze trafen ein.
Hamburg
Neben Anlieferungen aus den Niederlanden wurden kleinere Mengen von Erdbeeren auch aus Belgien, dem Inland und Ägypten angeboten. Die nordafrikanischen Importe kosteten durchschnittlich 1,85 € je 250-g-Schale. Das Interesse an spanischen Auberginen und Zucchini ging etwas zurück, was Vergünstigungen hervorrief.
Köln
Erste chilenische Kirschen wurden kaum gekauft. Ein wenig besser fragte man Grapefruits aus den USA nach. In spärlichem Maße am Platz, aber zumindest zum Wochenende hin stetig gehandelt, wurden Speisekürbisse. Wie alle Jahre wieder um diese Jahreszeit waren Lauchzwiebeln aus Italien und Ägypten erhältlich.
München
Ägyptische Erdbeeren fehlten tageweise. Nach dem Kampagnenende von polnischen Himbeeren gab es inzwischen nur noch spanische und portugiesische. Da weiterhin bloß knapp genügende Mengen an Limetten und Feigen aus Mittel- und Südamerika zur Verfügung standen, blieben die festen Forderungen erhalten. Zu umfangreiche spanische Kakis vergünstigten sich. Während die Preise von Auberginen auf dem bisherigen Niveau verharrten, tendierten die von Zucchini abwärts. Die Notierungen von inländischen Hokkaidokürbissen kamen nach Überschreitung des Saisonhöhepunktes aus der Talsohle heraus. Die Präsenz von Rosenkohl dehnte sich aus und die Bewertungen bröckelten ab. Für begrenzten spanischen und italienischen Brokkoli konnten die Vertreiber ihre Aufrufe anheben. Buschbohnen und Stangenbohnen wurden mittlerweile fast ausschließlich aus Ägypten und Marokko zugeführt. Aus dem einheimischen Gemüseangebot verabschiedeten sich als letzte Kandidaten Bundmöhren, Staudensellerie, Mangold und Frühlingszwiebeln.
Berlin
Die Weihnachtsmärkte sind eröffnet und dementsprechend wuchs die Nachfrage nach Erdbeeren, die zum Schokolieren genutzt werden können. Diese stammten als Premiumware für rund 6,- € je 500-gSchale aus den Niederlanden sowie in exklusiver Qualität zu 2,50 bis 3,50 je 500 g aus Griechenland und Deutschland. Seltene Importe aus Ägypten verkauften sich zum Wochenende hin nur noch über den Preis.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 48/ 19
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Veröffentlichungsdatum: 05.12.2019

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin