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Der Speisekartoffelmarkt bleibt auch zum Monatsende im Gleichgewicht

03. Dezember 2019

Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in Sachsen-Anhalt tendieren auf dem erreichten Niveau stabil. Einer ruhigen Nachfrage steht ein nicht drängendes Angebot gegenüber. Ohnehin zählt der November nicht zu den umsatzstärksten Monaten. Lediglich Sonderaktionen des LEH bringen eine leichte Nachfragebelebung.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 48 KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Erst mit dem beginnenden Weihnachtsgeschäft ab Mitte Dezember ist mit etwas mehr Belebung der Konsumnachfrage zu rechnen. Das Exportgeschäft nach Polen läuft stetig weiter. Mit Blick auf die knappe Verfügbarkeit wird nicht jede Anfrage bedient. Die Ernte von Stärkekartoffeln ist weitgehend beendet. Schälbetriebe nehmen immer wieder mal Chargen mit schwächeren Qualitäten auf. Das Preisniveau für Schälkartoffel hat sich gegenüber der Vorwoche nicht geändert.

Mecklenburg-Vorpommern
Die Preise für Speiseware zeigen gegenüber der Vorwoche keine Änderung. Das Angebot ist gut ausreichend, die Nachfrage stetig. Die Geschäfte sowohl im Pack- als auch im Schälbereich laufen auf normalem Mengenniveau. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern wird als zufriedenstellend bezeichnet. Das Kilogramm Aktionsware kostet derzeit 60 Cent. Ein Billiganbieter verlangt nur 36 Cent/kg. Aktuell wird mit den tieferen Temperaturen von guten Lagerbedingungen gesprochen. In der Direktvermarktung besteht nach wie vor eine gute Nachfrage nach ungewaschener Speiseware. Das Schälkartoffelgeschäft verläuft bei unveränderten Preisen in ruhigen Bahnen.

Brandenburg
Aus preislicher Sicht gibt es nichts Neues vom Speisekartoffelmarkt zu berichten. Aktuell werden für abpackfähige Speiseware zwischen 18 und 25 EUR/dt verlangt. Im Vergleich zur Vorwoche ist es ruhiger am Markt geworden. Konsumenten sind durch die Sonderaktionen der vergangenen Wochen vorerst gut gedeckt. Aktionsware in 10 kg Gebinden wird nicht weiter beworben. Der normale Absatz wird forciert und es kehrt wieder Normalität in die Produktionsabläufe der Abpackbetriebe ein. An dieser allgemein ruhigen Phase dürfte sich auch bis Mitte Dezember, wenn das Weihnachtsgeschäft anläuft, kaum etwas ändern. Auch das Schälgeschäft läuft ohne preisliche Veränderungen ruhig.

Sachsen
Für den Bedarf der Abpacker steht auch in der letzten Novemberwoche ein ausreichendes Angebot an Speisekartoffeln zur Verfügung. Allerdings belasten reichlich mittelmäßige Qualitäten den insgesamt knapp versorgten Markt. Es wird von frühzeitiger Trockenfäule und Lagerdruckstellen berichtet, was für einen beträchtlichen Sortierabgang sorgt. Hinter diesen Mängeln steht ein witterungsbedingt schwieriges Anbaujahr. Das Absatzgeschehen im Lebensmitteleinzelhandel ist ruhig und mengenmäßig auf saisontypischem Niveau. Die Erzeugerpreise tendieren stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Von einer Änderung der Preise wird mittelfristig nicht ausgegangen.

Thüringen
Die Situation am Speisekartoffelmarkt präsentiert sich im Vergleich zur Vorwoche unverändert ruhig. Das Angebot an packfähiger Speiseware passt zur bestehenden Nachfrage. Es herrscht kein Angebotsdruck und auf der anderen Seite besteht auch keine große Nachfrage. Lagerware ist ausreichend in guter Qualität vorhanden. Werbeaktionen laufen derzeit keine. Absatzerhöhungen werden erst ab Mitte Dezember mit dem Weihnachtsgeschäft erwartet. Schälkartoffelproduzenten berichten von ruhiger Nachfrage bei stabilen Preisen für rohe Schälkartoffel.

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Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 03.12.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Speisekartoffel, Markt