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Der Biokartoffelmarkt - Jetzt umstellen oder Anbau ausweiten?

22. Juli 2019

Der Biokartoffelmarkt bietet zurzeit beste Voraussetzungen, in die Erzeugung einzusteigen. Die Nachfrage speziell nach deutscher Bioware wächst von Jahr zu Jahr, die Selbstversorgungsrate liegt weit unter 100 Prozent und die Preise sind stabil auf hohem Niveau. Dennoch stagniert der Anbau von Biokartoffeln in Deutschland, wie Ökolandbau.de berichtet.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Der Markt für Biokartoffeln wirkt auf den ersten Blick ausgesprochen günstig für Erzeugerbetriebe. Wer Biokartoffeln anbaut, erzielt für verkaufsfähige Speiseware in den meisten Jahren deutliche höhere Preise als konventionelle Betriebe. Hinzu kommt, dass die Preise im Biosegment deutlich geringeren Schwankungen unterliegen. Das gilt sowohl von Anbaujahr zu Anbaujahr als auch innerhalb einer Anbausaison.

Parallel zum gesamten Biomarkt hat sich auch die Nachfrage nach Biokartoffeln sehr positiv entwickelt. Trotz höherer Preise greifen viele Verbraucherinnen und Verbraucher immer häufiger zu Bioware, während die Nachfrage nach konventionellen Speisekartoffeln seit längerem rückläufig ist. Allein im ersten Quartal 2019 verzeichnete der Handel für Biospeisekartoffeln Zuwachsraten von über 40 Prozent.

LEH benötigt bis zu 3.000 Tonnen pro Woche

"Hier müssen wir allerdings abwarten, ob dieser Trend von Dauer ist", warnt Monika Tietke, Geschäftsführerin des Bio Kartoffel Erzeuger e.V. (BKE). Der Verein bündelt die Interessen von etwa 200 Biokartoffelbetrieben, die mehr als ein Drittel der gesamten Anbaufläche von circa 8.700 Hektar bewirtschaften. Die Mitgliedsbetriebe des Vereins erzeugen etwa 70 Prozent der Biospeisekartoffeln für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Pro Woche werden 2.500 bis 3.000 Tonnen abgepackte über den LEH verkauft.

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Infos zum Verein Bio Kartoffel Erzeuger e.V.

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung/Ökolandbau.de

Veröffentlichungsdatum: 22.07.2019

Schlagwörter

Biokartoffelmarkt, umstellen, Anbau