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CVUA Freiburg: Vorerntemonitoring hat sich erneut bewährt

04. Juni 2019

Die Frühjahrssaison und damit auch die Untersuchungen von Spargel und Erdbeeren im Rahmen des umweltschädlichen Chemikalien (PFC)-Vorerntemonitorings (VEM) sind weitgehend abgeschlossen. Die Ergebnisse bestätigen das System aus Anbauempfehlungen und einzelbetrieblichen Bewirtschaftungs- und Minimierungskonzepten für die von der PFC-Problematik betroffenen Landwirte individuell entwickelt, teilte das Karlsruher Regierungspräsidium am Montag mit.

Bildquelle: Shutterstock.com test
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Allerdings wurde im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung in Erdbeeren von einer Ackerfläche in Mannheim nach Untersuchungen des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Freiburg eine deutliche Überschreitung der Beurteilungswerte festgestellt. Auf dieser Ackerfläche waren erstmals Erdbeeren angebaut worden. Der weitere Verkauf von Erdbeeren dieser Anbaufläche, der zuvor an zwei Tagen erfolgt war, wurde unmittelbar nach Vorliegen des ersten Untersuchungsergebnisses eingestellt, heißt es.

Die Anbaufläche, die bislang nicht als PFC-Belastungsfläche bekannt war, wird künftig in das Vorerntemonitoring einbezogen. 
Die Ursachenermittlung für die erhöhten PFC-Gehalte läuft derzeit noch. Eine abschließende Aussage wird erst nach Vorliegen der Ergebnisse der bereits veranlassten Bodenproben möglich sein.

In der Region Rastatt und Baden-Baden wurden im laufenden Jahr Vorernteproben von insgesamt 16 Spargelflächen und fünf Erdbeerflächen untersucht. Die derzeitigen Beurteilungswerte des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur Bewertung der Verkehrsfähigkeit von pflanzlichen Lebensmitteln wurden bei keiner Probe überschritten. 

Da der Spargel- und Erdbeeranbau im Raum Mannheim nur einen geringen Umfang an der Gesamtanbaufläche einnimmt, wurden im VEM hier aktuell nur zwei Spargelproben untersucht, die ebenfalls unauffällig waren.

Die in den vorigen Jahren durch die Lebensmittelüberwachung in Mannheim untersuchten Erdbeer- und Spargelproben waren stets unauffällig. Auch in der Region Rastatt und Baden-Baden konnte die Lebensmittelüberwachung im laufenden Jahr keine Überschreitung der PFC-Beurteilungswerte feststellen. 

Das Vorerntemonitoring, zentraler Ansatz für den vorsorgenden Verbraucherschutz des vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz finanzierten Projektes zum Umgang mit PFC-belasteten Flächen, wird seit 2015 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe auf den bekannten Belastungsflächen in Mittel- und Nordbaden durchgeführt. Im Rahmen des Vorerntemonitorings wird bei Flächen mit entsprechender PFC-Belastung bzw. beim Anbau von kritischen Kulturen das Erntegut - frühzeitig vor Beginn der Ernte - auf mögliche PFC-Belastungen untersucht, um eine Vermarktung von Lebensmitteln, die über den maßgeblichen Beurteilungswerten liegen, auszuschließen. Zur weiteren Absicherung des Verbrauchers wird das Vorerntemonitoring zusätzlich durch die amtliche Lebensmittelüberwachung ergänzt, deren Untersuchungen bei verkaufsfertigen Lebensmitteln ansetzen. 

Quelle: Regierungspräsidium Karlsruhe

Veröffentlichungsdatum: 04.06.2019

Schlagwörter

CVUA Freiburg, Erdbeeren, Chemikalien