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Chilenisches Kiwi-Komitee empfiehlt Erzeugern Verbesserung der Qualität der Kiwis

24. April 2019

Zu Beginn der chilenischen Kiwi-Saison in den wichtigsten Märkten bekommt die Industrie bereits einen ersten flüchtigen Eindruck davon, wie diese Saison bezüglich der Fruchtqualität, Menge und Arbeit in den Plantagen und bei der Verpackung sein wird.

Bildquelle: Shutterstock.com kiwi
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Das Kiwi-Komitee (Comité del Kiwi) sagt, dass die Erntemenge bei einem historischen Durchschnitt von 175.000 Tonnen bleiben wird und alle Indikatoren darauf hinweisen, dass der Beginn der Ente ähnlich wie in den vorhergehenden Saisons sein wird.

„Das Kiwi-Komitee sieht auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine Saison guter Qualität haben werden“, sagte der Direktor des Verbandes der Obsterzeuger von Chile (Fedefruta) und Kiwi-Erzeuger, José Antonio Orueta.

Die den Kiwi-Erzeugern diese Saison gegeben Empfehlungen haben mit zwei Punkten zu tun, erklärte der Direktor von Fedefruta: „Zum Ersten soll versucht werden, mit so viel Brix-Wert wie möglich zu ernten. Bei 7 Grad ist eine gute physiologische Reife erreicht. Zum Zweiten ist es wichtig, Früchte herauszunehmen, die es nicht wert sind, an den Fruchtbetrieb geschickt zu werden, da es sonst nur mehr schlechte Früchte gibt und die Maschinen die ganze Mischung nicht trennen können, die ankommt.“

Auch die Größen sind etwas besser als jene 2018, wobei der Durchschnitt näher an 33-30 als an den 36-33 wie in der letzten Saison liegt.

„2018 haben wir mit 184.000 Tonnen abgeschlossen, darunter rund 2.500 Tonnen gelbe Kiwis. Das Kiwi-Komitee schätzt nun, dass es dieses Jahr 5% weniger Früchte als 2018 geben wird, rund 175.000 Tonnen insgesamt, wovon wahrscheinlich etwas mehr gelbe als letztes Jahr sein werden. Dies kommt dadurch, dass die Sorte Jintao sich von ihrem Rückgang erholt und andere Sorten wie Dori und Soreli ihre Produktion erhöhen. Deshalb wird angenommen, dass die Mengen der gelben Kiwi zwischen 5.000 und 6.000 Tonnen erreichen können“, sagte José Antonio Orueta.

Es gab in den letzten 10 Jahren eine Abnahme von rund 26% bei den mit Kiwis bepflanzten Flächen in Chile (11.200 ha 2008 auf 8.500 ha 2018). Orueta erklärte: „Dieser Punkt ist sehr wichtig. Die bepflanzte Fläche wird abnehmen, weil wir keine Landpolitik noch Finanzierung haben, um Bedrohungen zu begegnen wie Wettbewerb anderer Länder und Krankheiten, welche die Produktion beeinträchtigen können. Neuseeland hingegen entwickelt PSA-resistiente Sorten dank eines neuen, gentechnischen Entwicklungsprogramms, das für die Industrie arbeitet.

Chile hat sehr wenig bezüglich Forschung und Entwicklung von Sorten investiert. Wir warten einfach auf das, was von anderswo kommt, um zu sehen, ob es nutzbar ist oder nicht. Aber wir brauchen Politiken und Finanzierung für die Entwicklung von Sorten, die uns erlauben, die Herausforderungen zu meistern, die wir bei der Produktion und Nachhaltigkeit unserer Früchte haben“, sagte er abschließend.

Quelle: Fedefruta

Veröffentlichungsdatum: 24.04.2019

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