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BVL erteilt Notfallzulassung für Pflanzenschutzmittel Benevia in Radieschen

14. Mai 2019

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat nach sorgfältiger Überprüfung eine Notfallzulassung für das Pflanzenschutzmittel Benevia für den Zeitraum von 120 Tagen erteilt. Sie gilt ausschließlich im Gemüsebau gegen Kleine Kohlfliege an Radieschen. Diese Notfallzulassung darf nur von beruflichen Anwendern in Anspruch genommen werden. Ein Einsatz im Haus- und Kleingarten ist nicht möglich.

Bildquelle: Shutterstock.com Radieschen
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Notfallzulassung für Benevia ist für Radieschen notwendig, da es keine wirksamen Behandlungsalternativen gibt. Auch 2019 wird aufgrund der Witterungsbedingungen ein hohes Aufkommen der Kleinen Kohlfliege beobachtet.

Benevia ist bereits regulär in Deutschland gegen Kartoffelkäfer in Kartoffeln zugelassen. Es enthält den Wirkstoff Cyantraniliprole, der in der EU im Jahr 2016 zur Anwendung in Pflanzenschutzmitteln bis 2026 genehmigt wurde.

Die Notfallzulassung erfüllt alle Kriterien des Pflanzenschutzrechts, insbesondere zum Schutz des Naturhaushalts. Zum Schutz von Organismen auf Nichtzielflächen, auch in Gewässern, müssen Mindestabstände eingehalten werden bzw. die Ausbringung muss mit verlustmindernder Technik erfolgen. Benevia ist als bienengefährlich (B1) eingestuft. Es darf daher nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden. Das gilt auch für Unkräuter. Radieschen werden vor der Blüte geerntet.
www.bvl-bund.de

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Veröffentlichungsdatum: 14.05.2019

Schlagwörter

BVL, Notfallzulassung, Pflanzenschutzmittel, Benevia, Radieschen